12.03.2026, 4982 Zeichen
Deutsche Agrarbetriebe können derzeit ihre Maschinenflotte mit beispiellosen Steuervorteilen modernisieren. Der Grund: Das im Juli 2025 in Kraft getretene „Investitionsbooster“-Gesetz hat die Abschreibungsregeln für gewerbliche bewegliche Güter neu geschrieben. Besonders der Umstieg auf elektrische Landmaschinen wird damit extrem attraktiv – und kann die Steuerlast erheblich senken.
Anzeige
Angesichts der neuen gesetzlichen Regelungen verschenken viele Unternehmer jedes Jahr tausende Euro, weil sie ihre Abschreibungspotenziale nicht voll ausschöpfen. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Ihnen, wie Sie die degressive AfA und Sonderabschreibungen optimal für Ihre Liquidität nutzen. Steuer-Spar-Chancen durch Abschreibungen jetzt entdecken
Der Turbo für die E-Mobilität: 75 Prozent Sofortabschreibung
Das Herzstück der neuen Regelung ist ein massiver Steueranreiz für reine Elektrofahrzeuge. Wer zwischen dem 1. Juli 2025 und dem 31. Dezember 2027 einen elektrischen Hoflader, Gabelstapler oder Pritschenwagen kauft, kann im Jahr der Anschaffung sofort 75 Prozent des Kaufpreises abschreiben – eine sogenannte Sonderabschreibung. Voraussetzung: Das Fahrzeug wird fast ausschließlich betrieblich genutzt und hat einen Bruttolistenpreis von maximal 100.000 Euro.
Die restlichen 25 Prozent des Wertes werden dann über sechs Jahre linear abgeschrieben. Dieses frontlastige Modell verschafft den Betrieben einen sofortigen Liquiditätsvorteil. Damit gleicht der Fiskus den höheren Anschaffungspreis elektrischer Maschinen im Vergleich zu Dieselmodellen direkt aus.
Comeback der degressiven AfA: Bis zu 30 Prozent pro Jahr
Für Landmaschinen, die nicht unter die E-Mobilitätsförderung fallen – sei es wegen eines höheren Preises oder eines Verbrennungsmotors – bietet das Gesetz eine starke Alternative. Die degressive Abschreibung wurde wieder eingeführt und ausgeweitet.
Für bewegliche Wirtschaftsgüter, die im gleichen Zeitraum angeschafft werden, können Landwirte nun bis zu 30 Prozent des Restbuchwerts jährlich abschreiben. Das ist eine deutliche Steigerung gegenüber der zuvor geltenden Obergrenze von 20 Prozent aus dem Wachstumschancengesetz. Der Clou: Die degressive AfA unterliegt keinen Gewinngrenzen, ist also auch für ertragsstarke Betriebe hochattraktiv. Später kann flexibel auf die lineare Abschreibung gewechselt werden, um den steuerlichen Vorteil über die gesamte Nutzungsdauer zu maximieren.
Der Königsweg: Steuertools clever kombinieren
Die größten Steuervorteile erzielen Landwirte, wenn sie die neuen Abschreibungsregeln mit dem bewährten Investitionsabzugsbetrag (IAB) kombinieren. Dieser erlaubt es vor allem kleinen und mittleren Betrieben (mit einem Vorjahresgewinn unter 200.000 Euro), bis zu 50 Prozent der geplanten Anschaffungskosten schon bis zu drei Jahre vor dem Kauf vom Gewinn abzuziehen.
Wird dann beispielsweise ein elektrischer Hoflader gekauft, löst sich der IAB auf und die reguläre Abschreibung beginnt – auf einen bereits reduzierten Restbetrag. Diese steuerlichen Vorteile sind zudem kumulierbar mit direkten Bundesförderungen. Programme wie das Bundesprogramm Energieeffizienz oder Zuschüsse des BAFA können die Anschaffungskosten für elektrische Landmaschinen zusätzlich um bis zu 15 Prozent drücken.
Anzeige
Um bei geplanten Anschaffungen die Steuerlast sofort zu mindern und finanzielle Mittel freizusetzen, bietet der Investitionsabzugsbetrag enorme Vorteile. Erfahren Sie in diesem Gratis-Report, wie Sie den IAB rechtssicher nutzen und häufige Fallstricke bei der Gewinnverteilung vermeiden. Kostenlosen IAB-Sonderreport herunterladen
Mehr als nur Steuervorteile: Die betriebswirtschaftliche Logik
Der Umstieg auf Elektro lohnt sich nicht nur steuerlich. Gerade in geschlossenen Räumen wie Milchviehställen oder Gewächshäusern punkten elektrische Hoflader durch null Emissionen und deutlich weniger Lärm. Das steigert das Tierwohl und verbessert die Arbeitsbedingungen.
Auch in der Gesamtkostenrechnung schneiden E-Modelle oft besser ab. Eine Studie des Netzwerks C.A.R.M.E.N. e.V. zeigte bereits 2022: Die jährlich Betriebs- und Wartungskosten eines elektrischen Hofladers liegen mit etwa 6.510 Euro unter denen eines vergleichbaren Dieselmodells (7.385 Euro). Der Vorteil vergrößert sich, wenn der Strom von der eigenen Photovoltaik-Anlage kommt – eine perfekte Unabhängigkeit von schwankenden Dieselpreisen.
Zeitdruck bis Ende 2027: Jetzt planen
Das Fenster für diese optimierten Steuerbedingungen schließt gesetzlich fix am 31. Dezember 2027. Branchenbeobachter raten dringend zur zügigen Planung. Lange Lieferzeiten für spezielle Elektro-Landmaschinen könnten sonst dazu führen, dass die Anschaffung nicht mehr innerhalb der Förderfrist getätigt werden kann.
Wer die aktuellen Vorteile nutzt, sichert sich nicht nur massive Steuervorteile für das laufende Jahr. Er positioniert seinen Betrieb auch langfristig nachhaltig und zukunftssicher. Der Trend ist klar: Elektrische Hofmaschinen werden in den nächsten Jahren zum Standard, nicht zur Ausnahme.
Wiener Börse Party #1113: ATX spürbar schwächer, ytd wieder nur noch knapp im Plus, gute Sager von Christoph Boschan und Walter Oblin
Bildnachweis
1.
Trading
Aktien auf dem Radar:Uniqa, Porr, CPI Europe AG, EuroTeleSites AG, Agrana, Telekom Austria, Palfinger, Kapsch TrafficCom, DO&CO, Erste Group, FACC, Frequentis, Gurktaler AG VZ, Linz Textil Holding, Polytec Group, Rosenbauer, Semperit, Verbund, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Austriacard Holdings AG, voestalpine, Addiko Bank, Amag, CA Immo, Flughafen Wien, Österreichische Post.
Random Partner
WEB Windenergie AG
Die WEB Windenergie AG projektiert und betreibt Kraftwerke auf Basis Erneuerbarer Energien mit besonderem Schwerpunkt auf Windkraft. Die derzeit 339 Kraftwerke haben eine Gesamtleistung von 781 MW (Stand: 12.08.2025). Neben Österreich ist das Unternehmen in Deutschland, Frankreich, Italien, der Slowakei, Tschechien, Kanada und den USA tätig.
>> Besuchen Sie 54 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» ATX unter Druck, doch Österreichs Aktienkultur wächst: Boschan und Oblin...
» Österreich-Depots: Die Phase um die Null-Linie 2026 (Depot Kommentar)
» Börsegeschichte 12.3.: Erinnerungen an den schlimmsten ATX-Tagesverlust ...
» Wiener Börse Party #1113: ATX spürbar schwächer, ytd wieder nur noch kna...
» Nachlese: Richard Dobetsberger Komplett-Shift (audio cd.at)
» Zarcash: Handel steht still ( Finanztrends)
» Waste Management Aktie: Dividende steigt ( Finanztrends)
» Verbraucherzentrale NRW startet Kampagne gegen digitale Abzocke ( Finanz...
» IT-Sicherheit: Deutsche Unternehmen im Stresstest ( Finanztrends)
» Deutschland bleibt Schlusslicht bei Wohneigentum ( Finanztrends)
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: Linz Textil deutli...
- Wie Linz Textil Holding, Semperit, Polytec Group,...
- Wie DO&CO, Verbund, Erste Group, RBI, EVN und Len...
- ATX unter Druck, doch Österreichs Aktienkultur wä...
- Österreich-Depots: Die Phase um die Null-Linie 20...
- Wiener Börse Party #1113: ATX spürbar schwächer, ...
Featured Partner Video
SportWoche-Podcast: Leseprobe aus dem Buch Liverpool, eingesprochen vom Autor selbst, David Aichinger
„Liverpool. Die Geschichte eines Fremden, der sich in Klub und Stadt verliebte" ist auch die Geschichte von Autor David Aichinger aus Auersthal nahe Wien. Der Sportjournalist machte aus seiner Lieb...
Books josefchladek.com
Livio Piatti
zooreal
2003
Kontrast Verlag
Pia Paulina Guilmoth & Jesse Bull Saffire
Fishworm
2025
Void
Léon-Paul Fargue & Roger Parry & Fabian Loris
Banalité
1930
Librairie Gallimard
