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KI-Tools im Job erhöhen Burnout-Risiko ( Finanztrends)

07.03.2026, 3682 Zeichen

Neue Technologien steigern das Stresslevel von Beschäftigten. Das zeigen zwei aktuelle Studien, die diese Woche veröffentlicht wurden. Sie warnen vor einer gefährlichen Arbeitsverdichtung durch Künstliche Intelligenz und belegen enorme Belastungen im Wissenschaftsbetrieb.

KI macht Arbeit schneller – und stressiger

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Künstliche Intelligenz soll den Büroalltag erleichtern. Eine neue Untersuchung der UC Berkeley zeichnet nun ein gegenteiliges Bild. Die Forscherinnen analysierten acht Monate lang den Alltag in einem Technologieunternehmen.

Ihr Ergebnis: KI-Nutzer erledigen Aufgaben zwar schneller, gewinnen aber keine freie Zeit. Stattdessen füllen sie die eingesparten Kapazitäten sofort mit neuen Tätigkeiten. Die Arbeit verlagert sich in Mittagspausen oder Abendstunden. Das Tempo und die Belastung steigen spürbar.

Die Studienautorinnen warnen vor einem drastisch erhöhten Burnout-Risiko. Sie fordern klare Richtlinien für den KI-Einsatz, um die mentale Gesundheit der Belegschaft zu schützen.

Wissenschaft unter Dauerstrom

Auch der Bildungssektor steht unter enormem Druck. Das belegt die neue PROFESS-Studie der Techniker Krankenkasse. Mehr als 2.000 Professorinnen und Professoren beteiligten sich an der Befragung.

Die Auswertung offenbart eine extreme Arbeitsbelastung in Lehre und Forschung. Die Befragten wünschen sich eine „gesunde Hochschule“ mit besseren Rahmenbedingungen zur Stressbewältigung.

Diese Befunde passen zu TK-Daten vom Januar. Demnach gelingt es einem Drittel der Erwerbstätigen nicht mehr, nach Feierabend gedanklich abzuschalten. Hauptgründe sind Termindruck, Informationsflut und regelmäßige Überstunden.

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Die Stärkung der mentalen Gesundheit rückt auch international in den Fokus. Noch bis zum 8. März läuft eine weltweite UNESCO-Umfrage zur psychischen Verfassung junger Menschen.

Die „Global Youth Outlook“-Initiative richtet sich an 18- bis 35-Jährige. Sie will erfassen, wie sich globale und alltägliche Krisen auf das Wohlbefinden auswirken. Ziel sind konkrete Empfehlungen, um die Resilienz der jüngeren Generation zu stärken.

Psychologen betonen: Resilienz ist kein angeborenes Talent, sondern lässt sich trainieren wie ein Muskel. Entscheidend sind eine hoffnungsvolle Grundhaltung und klare Grenzen.

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Was folgt aus den Studien? Gesundheitsexperten sehen einen dringenden Handlungsbedarf. Die Berkeley-Ergebnisse zeigen ein klares Muster: Technik allein schafft keine humane Arbeitswelt, wenn die Kultur auf ständige Leistungssteigerung getrimmt bleibt.

Krankenkassenvertreter betonen, dass Arbeitsbedingungen den Krankenstand maßgeblich beeinflussen. Einzelne Resilienz-Kurse für Mitarbeiter reichen nicht mehr aus. Die Strukturen selbst müssen gesundheitsverträglich werden.

Dazu gehören flexible Arbeitszeitmodelle und eine Führungskultur, die klare Erreichbarkeitsgrenzen vorlebt und respektiert. Die Debatte um den gesunden KI-Einsatz wird in den kommenden Monaten deutlich an Fahrt aufnehmen.


(07.03.2026)

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