08.03.2026, 3853 Zeichen
DroneShield hat erstmals in seiner Unternehmensgeschichte ein profitables Geschäftsjahr abgeschlossen – und das mit explosivem Umsatzwachstum. Die Aktie reagierte prompt mit einem kräftigen Kurssprung, während das Auftragsbuch des australischen Drohnenabwehr-Spezialisten weiter anschwillt.
Historischer Wendepunkt im Geschäftsjahr 2025
Die Zahlen für 2025 sprechen eine klare Sprache: Der Umsatz schoss um 276 Prozent auf 216,55 Millionen australische Dollar in die Höhe. Nach Jahren roter Zahlen erwirtschaftete DroneShield erstmals einen Nettogewinn von 3,52 Millionen Dollar. Die Bruttomarge liegt bei soliden 65 Prozent, das bereinigte EBITDA kletterte auf 36,5 Millionen Dollar.
Besonders bemerkenswert: Das operative Ergebnis vor Steuern erreichte 33,3 Millionen Dollar – eine Marge von 15 Prozent. Damit hat das Unternehmen den Turnaround geschafft, den Investoren lange erwartet hatten.
Auftragsboom treibt Pipeline auf 2,3 Milliarden Dollar
Das Auftragsvolumen entwickelt sich dynamisch. Allein innerhalb eines Monats wuchs die Pipeline von 2,1 auf 2,3 Milliarden Dollar. Europa führt mit 1,2 Milliarden Dollar aus 78 Projekten, gefolgt vom asiatisch-pazifischen Raum mit 481 Millionen Dollar. 18 Einzelprojekte überschreiten jeweils die 30-Millionen-Marke, das größte wiegt 750 Millionen Dollar.
Für das laufende Geschäftsjahr 2026 sind bereits Aufträge über 104 Millionen Dollar gesichert. Jüngst kamen sechs neue Verträge im Gesamtwert von 21,7 Millionen Dollar für tragbare Systeme und Ersatzteile hinzu. Der Clou: Ein europäischer Wiederverkäufer orderte Handheld-Systeme im Wert von 49,6 Millionen Dollar – der zweitgrößte Vertrag in der Firmengeschichte nach dem 61,6-Millionen-Deal vom Juni 2025. Die Auslieferung soll komplett im ersten Quartal 2026 erfolgen, ein Großteil der Ware liegt bereits auf Lager.
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Kapazitätsausbau im Eiltempo
DroneShield baut massiv aus: Die jährliche Produktionskapazität soll von 500 Millionen Dollar im Jahr 2025 auf 2,4 Milliarden Dollar Ende 2026 steigen. Neue Fertigungsstätten in Australien, den USA und Europa sind in Planung oder bereits im Bau. Allein in Sydney kamen 3.000 Quadratmeter Produktionsfläche und 2.500 Quadratmeter für Forschung hinzu. Die Belegschaft verdoppelte sich nahezu auf über 450 Mitarbeiter.
Software-Sparte gewinnt an Bedeutung
Ein strategisch wichtiger Baustein ist das Software-Geschäft. Die SaaS-Erlöse schnellten von knapp 3 Millionen Dollar 2024 auf fast 12 Millionen Dollar 2025 hoch. Für 2026 stehen bereits Verträge über 18 Millionen Dollar. Mittelfristig will DroneShield den Software-Anteil auf 30 Prozent des Gesamtumsatzes steigern – ein Modell, das wiederkehrende Einnahmen verspricht und an der Börse traditionell höher bewertet wird.
Ausblick: Lieferungen starten im ersten Quartal
Die ersten Auslieferungen aus den jüngsten Großaufträgen sind für das erste Quartal 2026 geplant, die entsprechenden Zahlungseingänge werden im zweiten Quartal erwartet. Die entscheidende Frage lautet: Kann DroneShield die massiv ausgebauten Kapazitäten schnell genug hochfahren und die umfangreiche Pipeline in tatsächliche Umsätze überführen? Verteidigungsaufträge verlaufen selten linear – Verzögerungen in Beschaffungszyklen oder Budgetumschichtungen können die Umsetzung bremsen. Die kommenden Monate werden zeigen, ob der Wachstumsschub nachhaltig in solide Finanzkraft mündet.
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Börsepeople im Podcast S24/14: Christoph Holly
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