06.11.2025, 3112 Zeichen
Die Addiko Bank erzielte in den ersten neun Monaten einen Gewinn nach Steuern von 35,3 Mio. Euro, verglichen mit 37,7 Mio. Euro in der Vorjahresperiode. Dieses Ergebnis spiegelt ein stabiles Nettozinsergebnis, gestiegene Verwaltungsaufwendungen – hauptsächlich aufgrund von Nachholeffekten aus 2024 –, ein vergleichsweise moderates Risikoergebnis sowie höhere Steueraufwendungen wider, so das Unternehmen. Das Nettozinsergebnis ging um 2,2 Prozent auf 177,8 Mio. Euro zurück, hauptsächlich aufgrund der Neubepreisung des variabel verzinsten Bestands sowie geringerer Erträge aus Einlagen bei Nationalbanken. Das Provisionsergebnis stieg im Jahresvergleich um 7,8 Prozent auf 57,8 Mio. Euro (3Q24: 53,6 Mio. Euro). Dieses Wachstum wurde laut Addiko Bank durch eine verbesserte Vertriebsleistung getragen, welche zu höheren Gebühreneinnahmen auf Gruppenebene führte – insbesondere in den Bereichen Bancassurance, Konten & Pakete sowie Kartengeschäft. Vorstandsvorsitzender Herbert Juranek. "Das anhaltende Wachstum in unseren Consumer- und SME-Segmenten, die mittlerweile über 90 Prozent des Performing Loan Book (brutto) ausmachen, bestätigt die Wirksamkeit unserer strategischen Ausrichtung. Trotz eines deutlich niedrigeren Zinsumfelds konnten wir das Nettobankergebnis stabil halten und unser Provisionsergebnis weiter stärken. Unsere Asset Quality bleibt robust, gestützt durch umsichtiges Risikomanagement und eine stabile NPE-Quote von 2,9 Prozent. Wir bleiben unserem disziplinierten Kostenmanagement, der Digitalisierung und einer starken Kapitalausstattung verpflichtet."
Die erwarteten Kreditrisikovorsorgen beliefen sich auf 25,5 Mio. Euro, was einer Cost of Risk-Ratio von 71 Basispunkten (bezogen auf Nettokundenforderungen) entspricht – gegenüber 25,0 Mio. Euro bzw. 71 Basispunkten im Vorjahreszeitraum. Die NPE-Ratio (bezogen auf bilanzielle Kredite) blieb stabil bei 2,9 Prozent, mit einem Volumen notleidender Forderungen (NPE-Volume) von 140,1 Mio. Euro. Die NPE-Deckung blieb ebenfalls stabil bei 82,2 Prozent. Die CET1-Quote liegt bei 21,3 Prozent.
Aktuell findet die Expansion nach Rumänien statt, so das Unternehmen, im ersten Halbjahr 2025 wurden die operativen Grundlagen geschaffen, die Marketingaktivitäten wurden im 3. Quartal intensiviert, wie aus der Q3-Präsentation hervorgeht. Des weiteren wird mitgeteilt, dass das Xetra-Listing in Frankfurt zum 1. Januar 2026 aufgrund hoher Kosten und begrenzter Vorteile nach einer grundlegenden Veränderung der Aktionärsstruktur und einer verringerten Handelsliquidität eingestellt wird.
Wie das Unternehmen mitteilt, werden die mittelfristigen Ziele derzeit überprüft und zusammen mit der Veröffentlichung des Ergebnisses zum Jahresende 2025 (März 2026) auf Grundlage des aktualisierten Geschäftsplans aktualisiert.
Generell sieht das Unternehmen Einschränkungen für die Ertragsgenerierung aufgrund teilweiser neuer Regulierungen oder Gesetze in Bezug auf Vergabekriterien, Zinsobergrenzen, Gebührenobergrenzen oder kostenlosen Bankprodukten. Im 1. Quartal 2026 soll auch ein neues mittelfristiges „Spezialisierungsprogramm“ gestartet werden.
Wiener Börse Party #1162: Pfingstmontag bringt ATX und DAX grosse Aufschläge, AT&S kurz nach Rebalancing schon wieder Top-Gewicht
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Addiko Bank, Credit: Addiko
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Agrana
Die Agrana Beteiligungs-AG ist ein Nahrungsmittel-Konzern mit Sitz in Wien. Agrana erzeugt Zucker, Stärke, sogenannte Fruchtzubereitungen und Fruchtsaftkonzentrate sowie Bioethanol. Das Unternehmen veredelt landwirtschaftliche Rohstoffe zu vielseitigen industriellen Produkten und beliefert sowohl lokale Produzenten als auch internationale Konzerne, speziell die Nahrungsmittelindustrie.
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