20.10.2025, 3041 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Zu VIG: "Aus unserer Sicht ist die Nürnberger für die VIG eine Investition, die nach Abschluss des Turnarounds stabile Erträge und Dividenden im reifen deutschen Versicherungsmarkt erwirtschaften sollte. Den Kaufpreis, der etwa dem doppelten Buchwert der Nürnberger entspricht, stufen wir jedoch nicht als Schnäppchen ein, insbesondere im Hinblick darauf, dass sich die Nürnberger nach einem Nettoverlust im Jahr 2024 in einem Restrukturierungs- /Turnaround-Prozess befindet. Wir warten auf die Veröffentlichung weiterer Details durch die VIG und die Bekanntgabe der geplanten Ziele."
Zu EVN: "In unserer neuen Unternehmensanalyse zur EVN bestätigen wir unsere Kaufen-Empfehlung mit leicht adaptiertem Kursziel von EUR 32,80/Aktie (zuvor: EUR 32,60). Wir sehen die EVN-Aktie weiter klar unterbewertet. Auf Basis des Kurs-Gewinn-Verhältnisses notiert die EVN bei knapp unter 10x gegenüber rund 15x bei der Peer Group. Das operative Geschäft ohne den 12,63%igen Verbund-Anteil (aktueller Marktwert von EUR 2,8 Mrd.) wird mit EV/EBITDA- Multiplikatoren (wiederum für GJ25e und GJ26e) von 3,3x und 3,1x bewertet. Nur bei der Dividendenrendite hinkt die EVN noch hinterher. Auf Basis unserer Schätzungen für das GJ 2025 von EUR 0,85/Aktie beträgt die Dividendenrendite 3,5% gegenüber 4,3% für die Peer Group. Mit der mittelfristig angestrebten Ausschüttungsquote von 40% erwarten wir jedoch hier eine starke Annäherung."
Zu Telekom Austria: "Der Vorstand bestätigte den Ausblick für 2025 mit einem Umsatzwachstum von 2-3% im Jahresvergleich. Die CAPEX-Ausgaben exkl. Spektrum-Investitionen sollen nun unter EUR 800 Mio. (zuvor: rund EUR 800 Mio.) zu liegen kommen. Wir stufen die Q3-Ergebnisse als kursneutral ein. Der Fokus lag ähnlich wie in den Vorquartalen auf dem Ausbau der Kundenbasis am Heimmarkt. Der Rückgang in Österreich wurde durch das Wachstum in CEE sowohl bei den Umsätzen als auch beim EBITDA ausgeglichen. Bei der bevorstehenden Auktion von 5G-Netzfrequenzen in Serbien, erwarten wir, dass die Telekom Austria bei weiteren Frequenzlizenzen zum Zug kommen wird."
Zu EuroTeleSites "Der Ausblick des EuroTeleSites-Vorstands bleibt unverändert mit einem Umsatzwachstum von rund 4% - bereinigt um Einmaleffekte. Der positive Cashflow soll weiterhin konsequent zum Schuldenabbau eingesetzt werden. Insgesamt lagen die Ergebnisse des 3. Quartals über unseren Erwartungen, der Umsatzausblick 2025 scheint nach einem Plus von 4,8% in den ersten neun Monaten jedenfalls sehr konservativ. Nach unserer Berechnung sank die Nettoverschuldung/EBITDAaL im dritten Quartal auch weiter, auf ~5,7x. Wir gehen davon aus, dass das für eine Dividendenausschüttung wichtige Ziel einer Nettoverschuldung/EBITDAaL von 5x bereits im Jahr 2026 erreicht wird."
Ausblick: Diese Woche präsentiert die BAWAG ihre Q3-Ergebnisse.
Wiener Börse Party #1099: Wiener Börse zum Februar-Verfall fester, aber mit kleiner Enttäuschung, positive Spannungsmomente bei der Porr
Aktien auf dem Radar:Kapsch TrafficCom, Strabag, Agrana, Bajaj Mobility AG, Addiko Bank, Austriacard Holdings AG, Amag, Rosgix, DO&CO, Porr, FACC, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Reploid Group AG, Josef Manner & Comp. AG, UBM, CA Immo, EuroTeleSites AG, EVN, Flughafen Wien, CPI Europe AG, OMV, Österreichische Post, Telekom Austria, Verbund, Fresenius Medical Care, Allianz, HeidelbergCement, Deutsche Post, Scout24, Bayer.
EVN
Die EVN ist ein internationales, börsennotiertes Energie- und Umweltdienstleistungsunternehmen mit Sitz in Niederösterreich und bietet in ihrem Heimmarkt auf Basis modernster Infrastruktur Strom, Gas, Wärme, Trinkwasserver- sowie Abwasserentsorgung und thermische Abfallverwertung „aus einer Hand“. Das Energiegeschäft im Ausland umfasst den Stromverkauf an Endkund*innen in Deutschland, Bulgarien und Nordmazedonien, den Gasverkauf an Endkund*innen in Kroatien, sowie die Stromproduktion in Nordmazedonien, Bulgarien, Albanien und Deutschland.
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