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Fazits zu Erste Group, Verbund, AT&S, RBI ...

Magazine aktuell


#gabb aktuell



01.08.2025, 6006 Zeichen

Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:

Zu Erste Group: "Nach der guten Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr hat der Vorstand den Finanzausblick angehoben. Die Erste Group erwartet nun für 2025 eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 15% (zuletzt: rund 15%). Das Betriebsergebnis sollte gegenüber 2024 weitgehend stabil bleiben oder nur geringfügig zurückgehen, da angenommen wird, dass sich der Zinsüberschuss etwas erhöhen wird (zuvor: stabil bleibt), während der Provisionsüberschuss um mehr als 5% wächst, das Handels- und Fair Value-Ergebnis gegenüber 2024 stabil bleibt und die Betriebsaufwendungen um circa 5% steigen. Damit sollte die Kosten-Ertrags-Relation 2025 weniger als 50% betragen. Für die Risikokosten wird eine geringfügige Erhöhung prognostiziert, auf etwa 20 Basispunkte (zuvor: 25 Basispunkte) der durchschnittlichen Kundenkredite (2024: 18 Basispunkte). Die harte Kernkapitalquote soll vor der erstmaligen Konsolidierung von Santander Bank Polska gegen Jahresende 2025 noch auf über 18,25% ansteigen."

Zu Verbund: "Der Vorstand passte die obere Spanne beim Ergebnisausblick 2025 leicht nach unten an. Das EBITDA soll nun zwischen EUR 2,75-3,1 Mrd. liegen (zuvor: EUR 2,7-3,2 Mrd.) und das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis zwischen EUR 1,43-1,63 Mrd. (zuvor: EUR 1,35-1,70 Mrd.). Wir sehen die Q2-Ergebnisse gemischt. Das Management senkte seine Prognose für das GJ25 nur geringfügig, was angesichts der schwachen Wassererzeugung im 1. Halbjahr positiv zu werten ist. Die Diskussion über neue Steuern usw. stellt jedoch weiterhin einen Risikofaktor für die Aktie dar. Auch die hohen regulatorischen Aufwendungen im Netzbereich sind ein Risiko für die künftige Ertragslage."

Zu AT&S: "Aufgrund der nach wie vor unklaren Entwicklung und Auswirkungen der US-Zölle gibt das Management aktuell noch keinen Ganzjahresausblick 2025/26. Für das 1. Halbjahr erwartet der Vorstand einen Umsatz von EUR 820 Mio. (1H 24/25: EUR 800 Mio.) und eine EBITDA-Marge von rund 20%, die noch Belastungen aus dem Anlaufen der Hochvolumen-Produktion in Kulim widerspiegelt. Der Ausblick 2026/27 (Umsatz EUR 2,1-2,4 Mrd., EBITDA-Marge zwischen 24-28% - dies entspricht einem Umsatz von EUR 2,25 Mrd. und einem EBITDA von EUR 585 Mio. in der Mitte der Guidance) wurde bestätigt. AT&S befindet sich unserer Meinung nach auf einem guten Weg, die erweiterten Kapazitäten und das wachsende Kundenportfolio im IC-Bereich zu monetarisieren. Der starke Kursrückgang von 20 % auf die Zahlenvorlage deutet darauf hin, dass die Markterwartungen eventuell zu hoch waren. Aus Bewertungssicht sehen wir die AT&S-Aktie im laufenden Wirtschaftsjahr mit einem EV/EBITDA von 4,8x als fair bewertet an, auf Basis der Prognosen für 2026/27 mit einem EV/EBITDA von 3,5–3,8x jedoch attraktiv. Für langfristig orientierte Investoren, die an eine schrittweise Auslastungssteigerung glauben, bietet der aktuelle Kursrückgang jedenfalls eine interessante Einstiegsgelegenheit."

Zu Andritz: "Der Vorstand bestätigte seinen Ausblick 2025 mit einem Umsatz von EUR 8,0-8,3 Mrd. und einer vergleichbaren EBITA-Marge von 8,6-9,0%. Aufgrund der Wertverluste vieler wichtiger operativer Währungen gegenüber dem Euro rechnet das Unternehmen jedoch damit, am unteren Ende seiner Prognosekorridore zu liegen. Die negative Erstreaktion des Aktienkurses scheint auf den schwächeren Auf- tragseingang im Bereich P&P (Q2/25: -10% J/J) zurückzuführen zu sein, auch wenn sich der Gesamtauftragsstand positiv entwickelte. Die Margen sollten sich in den kommenden Quartalen aufgrund von Kapazitätsanpassungen und den jüngsten Übernahmen verbessern. Bewertungstechnisch notiert Andritz mit einem EV/EBITDA von unter 7,0x und einem KGV von unter 13x immer noch Abschlägen zu ihren Peers. Unsere Empfehlung lautet Kaufen.."

Zu RBI: "Der Vorstand hat den Ausblick für 2025 bestätigt, der sich auf die RBI ohne Russland bezieht. Erwartet wird ein Konzern-Return-on-Equity (ROE) von rund 10 % (1H25: 8,1 %; 2024: 7,3 %). Bei einem prognostizierten Kredit- wachstum von 6–7 % soll der Zinsüberschuss im laufenden Jahr stabil bleiben. Auch für die harte Kernkapitalquote exklusive Russland wird eine stabile Entwicklung auf dem Niveau von rund 15,2 % erwartet. Der bestätigte ROE-Ausblick von 10% für das Geschäftsjahr 2025 impliziert eine Ergebnisverbesserung in der zweiten Jahreshälfte. Dazu sollten unter anderem geringere Risikokosten im polnischen Kreditportfolio, eine stärkere Kreditnachfrage in Ost- und Südosteuropa sowie niedrigere regulatorische Abgaben beitragen, die größtenteils bereits im ersten Quartal verbucht wurden. Wir halten an unserer Kaufempfehlung für die RBI-Aktie fest und erachten die positive Kursreaktion auf die Zahlenvorlage als gerechtfertigt."

Zu OMV: "Für das Gesamtjahr 2025 hält das Management an seiner Prognose eines durchschnittlichen Brent-Rohölpreises von rund USD 70 pro Fass fest (2024: USD 81). Die Erwartung für den durchschnittlich realisierten Gaspreis wurde leicht angepasst und liegt nun bei EUR 30–35/MWh (zuvor: EUR 35/MWh; 2024: EUR 25/MWh). Die Aussichten für die Referenzmargen im Chemiesektor haben sich leicht verbessert. Auch im Segment Fuels & Feed- stock rechnet das Unternehmen mit etwas festeren Raffineriemargen im Ver- gleich zum ersten Quartal 2025. Wir gehen davon aus, dass das zweite Quartal das schwächste im Jahresver- lauf war und erwarten im dritten Quartal eine Ergebnisverbesserung – gestützt durch stabilere bzw. steigende Öl- und Gaspreise sowie eine höhere Raffineriemarge. Das wichtige Segment Chemicals bleibt jedoch angesichts der ver- haltenen globalen Konjunkturaussichten unter Druck."

Ausblick: Kommende Woche berichtet die voestalpine ihr Ergebnis zum 1. Quartal 2025/26. Lenzing und die Österreichische Post legen ihre Halbjahreszahlen vor.



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1. Wiener Börse - Rising equity turnover @ Vienna Stock Exchange: In April, trading volumes at the Vienna Stock Exchange grew by almost 30% year-on-year (April 2016: EUR 4.05 billion; April 2017: EUR 5.26 billion). Elections in France pushed the trading volume especially on Monday, April 24, showing a daily equity turnover of EUR 435 million. Year-to-date, the Vienna Stock Exchange recorded a 10.8% increase in trading volumes (Jan-Apr 2016: EUR 19.76 billion; Jan-Apr 2017: EUR 21.88 billion).   >> Öffnen auf photaq.com

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Wiener Börse - Rising equity turnover @ Vienna Stock Exchange: In April, trading volumes at the Vienna Stock Exchange grew by almost 30% year-on-year (April 2016: EUR 4.05 billion; April 2017: EUR 5.26 billion). Elections in France pushed the trading volume especially on Monday, April 24, showing a daily equity turnover of EUR 435 million. Year-to-date, the Vienna Stock Exchange recorded a 10.8% increase in trading volumes (Jan-Apr 2016: EUR 19.76 billion; Jan-Apr 2017: EUR 21.88 billion).


Autor
Christine Petzwinkler
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    Fazits zu Erste Group, Verbund, AT&S, RBI ...


    01.08.2025, 6006 Zeichen

    Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:

    Zu Erste Group: "Nach der guten Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr hat der Vorstand den Finanzausblick angehoben. Die Erste Group erwartet nun für 2025 eine Eigenkapitalverzinsung (ROTE) von über 15% (zuletzt: rund 15%). Das Betriebsergebnis sollte gegenüber 2024 weitgehend stabil bleiben oder nur geringfügig zurückgehen, da angenommen wird, dass sich der Zinsüberschuss etwas erhöhen wird (zuvor: stabil bleibt), während der Provisionsüberschuss um mehr als 5% wächst, das Handels- und Fair Value-Ergebnis gegenüber 2024 stabil bleibt und die Betriebsaufwendungen um circa 5% steigen. Damit sollte die Kosten-Ertrags-Relation 2025 weniger als 50% betragen. Für die Risikokosten wird eine geringfügige Erhöhung prognostiziert, auf etwa 20 Basispunkte (zuvor: 25 Basispunkte) der durchschnittlichen Kundenkredite (2024: 18 Basispunkte). Die harte Kernkapitalquote soll vor der erstmaligen Konsolidierung von Santander Bank Polska gegen Jahresende 2025 noch auf über 18,25% ansteigen."

    Zu Verbund: "Der Vorstand passte die obere Spanne beim Ergebnisausblick 2025 leicht nach unten an. Das EBITDA soll nun zwischen EUR 2,75-3,1 Mrd. liegen (zuvor: EUR 2,7-3,2 Mrd.) und das um Einmaleffekte bereinigte Konzernergebnis zwischen EUR 1,43-1,63 Mrd. (zuvor: EUR 1,35-1,70 Mrd.). Wir sehen die Q2-Ergebnisse gemischt. Das Management senkte seine Prognose für das GJ25 nur geringfügig, was angesichts der schwachen Wassererzeugung im 1. Halbjahr positiv zu werten ist. Die Diskussion über neue Steuern usw. stellt jedoch weiterhin einen Risikofaktor für die Aktie dar. Auch die hohen regulatorischen Aufwendungen im Netzbereich sind ein Risiko für die künftige Ertragslage."

    Zu AT&S: "Aufgrund der nach wie vor unklaren Entwicklung und Auswirkungen der US-Zölle gibt das Management aktuell noch keinen Ganzjahresausblick 2025/26. Für das 1. Halbjahr erwartet der Vorstand einen Umsatz von EUR 820 Mio. (1H 24/25: EUR 800 Mio.) und eine EBITDA-Marge von rund 20%, die noch Belastungen aus dem Anlaufen der Hochvolumen-Produktion in Kulim widerspiegelt. Der Ausblick 2026/27 (Umsatz EUR 2,1-2,4 Mrd., EBITDA-Marge zwischen 24-28% - dies entspricht einem Umsatz von EUR 2,25 Mrd. und einem EBITDA von EUR 585 Mio. in der Mitte der Guidance) wurde bestätigt. AT&S befindet sich unserer Meinung nach auf einem guten Weg, die erweiterten Kapazitäten und das wachsende Kundenportfolio im IC-Bereich zu monetarisieren. Der starke Kursrückgang von 20 % auf die Zahlenvorlage deutet darauf hin, dass die Markterwartungen eventuell zu hoch waren. Aus Bewertungssicht sehen wir die AT&S-Aktie im laufenden Wirtschaftsjahr mit einem EV/EBITDA von 4,8x als fair bewertet an, auf Basis der Prognosen für 2026/27 mit einem EV/EBITDA von 3,5–3,8x jedoch attraktiv. Für langfristig orientierte Investoren, die an eine schrittweise Auslastungssteigerung glauben, bietet der aktuelle Kursrückgang jedenfalls eine interessante Einstiegsgelegenheit."

    Zu Andritz: "Der Vorstand bestätigte seinen Ausblick 2025 mit einem Umsatz von EUR 8,0-8,3 Mrd. und einer vergleichbaren EBITA-Marge von 8,6-9,0%. Aufgrund der Wertverluste vieler wichtiger operativer Währungen gegenüber dem Euro rechnet das Unternehmen jedoch damit, am unteren Ende seiner Prognosekorridore zu liegen. Die negative Erstreaktion des Aktienkurses scheint auf den schwächeren Auf- tragseingang im Bereich P&P (Q2/25: -10% J/J) zurückzuführen zu sein, auch wenn sich der Gesamtauftragsstand positiv entwickelte. Die Margen sollten sich in den kommenden Quartalen aufgrund von Kapazitätsanpassungen und den jüngsten Übernahmen verbessern. Bewertungstechnisch notiert Andritz mit einem EV/EBITDA von unter 7,0x und einem KGV von unter 13x immer noch Abschlägen zu ihren Peers. Unsere Empfehlung lautet Kaufen.."

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    Zu OMV: "Für das Gesamtjahr 2025 hält das Management an seiner Prognose eines durchschnittlichen Brent-Rohölpreises von rund USD 70 pro Fass fest (2024: USD 81). Die Erwartung für den durchschnittlich realisierten Gaspreis wurde leicht angepasst und liegt nun bei EUR 30–35/MWh (zuvor: EUR 35/MWh; 2024: EUR 25/MWh). Die Aussichten für die Referenzmargen im Chemiesektor haben sich leicht verbessert. Auch im Segment Fuels & Feed- stock rechnet das Unternehmen mit etwas festeren Raffineriemargen im Ver- gleich zum ersten Quartal 2025. Wir gehen davon aus, dass das zweite Quartal das schwächste im Jahresver- lauf war und erwarten im dritten Quartal eine Ergebnisverbesserung – gestützt durch stabilere bzw. steigende Öl- und Gaspreise sowie eine höhere Raffineriemarge. Das wichtige Segment Chemicals bleibt jedoch angesichts der ver- haltenen globalen Konjunkturaussichten unter Druck."

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