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Agrana - Deutlich gesunkene Zuckerverkaufspreise belasten Ergebnis

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10.07.2025, 3837 Zeichen

Agrana verzeichnete im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2025|26 einen Umsatzrückgang um 6,8 Prozent auf 880,2 Mio. Euro. Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) fiel um 82,4 Prozent auf 5,7 Mio. Euro. Das Konzernergbnis ging im Periodenvergleich von +16,1 Mio. Euro auf nunmehr -7,9 Mio. Euro zurück. CEO Stephan Büttner: „Die insgesamt schwache operative Leistung im Zuckergeschäft sowie die angekündigten einmaligen Personalaufwendungen für Restrukturierungsmaßnahmen in Österreich und Tschechien trugen wesentlich zum schlechten Quartalsergebnis bei."  Wie berichtet, wurde die Zuckerherstellung in Leopoldsdorf und Hrušovany beendet und Ende Mai wurde die Entscheidung getroffen, alle Anteile der RWA Raiffeisen Ware Austria AG an der Austria Juice GmbH zu übernehmen. "In unserem neuen strategischen Geschäftsbereich Food & Beverage Solutions beabsichtigen wir, das Geschäft mit Getränkegrundstoffen und Aromen von Austria Juice stärker zu integrieren und global auszuweiten. Das Produktportfolio und die Lösungskompetenz von Austria Juice werden uns helfen, neue Märkte, Absatzkanäle und Kundengruppen zu erschließen. Trotz der rückläufigen Geschäftsentwicklung im ersten Geschäftsquartal bestätigen wir unsere Prognose für das Gesamtjahr mit einem Konzern-EBIT auf Vorjahresniveau“, so Büttner. Agrana rechnet für das Geschäftsjahr 2025|26 mit einer stabilen Entwicklung beim Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) und einem leichten Rückgang beim Konzernumsatz. Im Rahmen der neuen Next Level-Strategie sollen im Geschäftsjahr 2025|26 Einsparungen von bis zu 50 Mio. Euro erzielt werden. 

Zu den Segmenten: Die Berichterstattung über das erste Geschäftsquartal 2025|26 erfolgt gemäß der neuen Next Level-Strategie in einer neuen Struktur, die sich an den beiden strategischen Geschäftsbereichen Food & Beverage Solutions (FBS) und Agricultural Commodities & Specialities (ACS) orientiert. Der Umsatz im Segment FBS lag im 1. Quartal 2025|26 preisbedingt mit 444,1 Mio. Euro moderat über dem Vorjahresniveau. Das EBIT verbesserte sich in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres auf 36,4 Mio. Euro (Vorjahr: 27,0 Mio. Euro). Die Verbesserung war sowohl auf eine positive Geschäftsentwicklung bei Rezepturen als auch im Getränkebereich zurückzuführen.

Der Umsatz im Segment ACS - Stärke betrug im ersten Quartal 2025|26 257,8 Mio. Euro und lag damit leicht unter dem Wert des Vergleichszeitraumes. Der Rückgang ist v.a. auf niedrigere Verkaufspreise für Verzuckerungs- und Nebenprodukte sowie für Ethanol zurückzuführen. Das EBIT lag mit 2,8 Mio. Euro sehr deutlich unter dem Vorjahreswert. Der Hauptgrund dafür war der Margenrückgang sowohl im Bereich Ethanol als auch bei Stärkeprodukten. Ergebnisverbessernd wirkte sich im Berichtszeitraum die Kompensation durch die Betriebsunterbrechungsversicherung für die Hochwasserschäden im Werk Pischelsdorf (NÖ) aus dem Herbst 2024 aus.

Im Segment ACS - Zucker lag der Umsatz im 1. Quartal 2025|26 mit 170,1 Mio. Euro deutlich unter dem Wert des Vorjahresquartals. Moderat höheren Zuckerabsätzen an die Industrie standen deutlich gesunkene Verkäufe im Retailbereich gegenüber. Hauptgrund für den Umsatzrückgang waren aber deutlich gesunkene Zuckerverkaufspreise, v.a. im Industriebereich. Das EBIT betrug –29,5 Mio. Euro und war damit markant schlechter als im Vergleichsquartal. Aufgrund von deutlich niedrigeren Zuckerverkaufspreisen fiel das operative Ergebnis auf –10,7 Mio. Euro (Q1 Vorjahr: 0,1Mio. Euro). In Zusammenhang mit der Restrukturierung durch die Einstellung der Zuckerproduktionen in Leopoldsdorf und Hrušovany wurde ein Sozialplan erstellt, der im ersten Quartal 2025|26 zu Personalaufwendungen von 17,9 Mio. Euro führte. Dieses Ergebnis aus Sondereinflüssen hatte eine zusätzliche negative Auswirkung auf das EBIT.



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Autor
Christine Petzwinkler
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