08.05.2025, 4060 Zeichen
Wien (OTS) - Eine Erhebung des Fachverbands der Mineralölindustrie
(FVMI) ergab zu
Jahresende 2024 in Österreich 2.724 öffentlich zugängliche
Tankstellen. Die Zahl der Tankstellen mit Strom-Lademöglichkeit und
einem Angebot an erneuerbaren Kraftstoffen ist deutlich gestiegen.
Die Erhebung unterscheidet zwischen zwei Tankstellengruppen: Die
1.305 sogenannten Major-Branded Servicestationen umfassen die Marken
der FVMI-Mitgliedsunternehmen Enilive, bp, OMV mit Avanti, Shell und
JET. Die zweite Gruppe – 1.419 Tankstellen – setzt sich aus weiteren
Tankstellenmarken, wie etwa Turmöl, Genol, Avia oder SOCAR zusammen.
Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Major-Branded Tankstellen
leicht zurückgegangen (-5), ebenso wie die Anzahl der sonstigen
Tankstellen (-22). Die Verteilung unter den 1.305 Major-Branded
Tankstellen auf die FVMI-Mitgliedsunternehmen stellt sich wie folgt
dar: 323 Enilive, 262 bp, 218 OMV, 205 Shell, 162 JET und 135 Avanti
(OMV). Dazu kommen noch 273 Dieselabgabestellen für die
Landwirtschaft.
“Zwtl” Tankstellen legen mit Gastro- und Shopangebot Fokus auf
das Kundenerlebnis
Bei den Major-Branded Servicestationen verfügen 1.101 über einen
Shop und 938 über ein Bistro, bei den sonstigen Tankstellen sind es
311 bzw. 152. 414 Major-Branded Tankstellen haben 24 Stunden non-stop
geöffnet, bei den weiteren Tankstellen sind es 554. „Die
Kundenerwartungen an Tankstellen haben sich verändert“, erklärt
Hedwig Doloszeski, Geschäftsführerin des FVMI: „Tankstellen sind
heute multifunktionale Stationen für Mobilität, schnelle Einkäufe und
kleine Pausen im Alltag. Das Gastro-, Service- und Shopangebot an
Tankstellen wird ständig ausgebaut, um Kundinnen und Kunden einen
Mehrwert zu bieten.“
Autobahntankstellen (ohne Schnellstraßen) sind eine Spezialform
der Servicestationen und insbesondere für den Transitverkehr von
großer Relevanz. Diese deckt mit 73 Stationen ausschließlich der
Major-Branded Bereich ab. Das im europäischen Vergleich dichte Netz
an Tankstellen in Österreich sorgt für die flächendeckende Versorgung
von über 5 Mio. PKW sowie hunderttausende Motorräder und
Motorfahrräder, Autobusse und Lastkraftwägen.
“Zwtl” Tankstellen mit Strom-Lademöglichkeit und Biokraftstoffen
deutlich gestiegen
Die Zahl der Tankstellen mit Strom-Ladefunktion ist 2024 von 168
auf 230 angestiegen, 157 davon sind Major-Branded Tankstellen.
Insgesamt gibt es in Österreich 795 Strom-Schnelladepunkte an
Tankstellen, was einem deutlichen Plus gegenüber 482 im Vorjahr
entspricht. Davon sind 669 Schnellladepunkte ab 150 kW. An 77
Tankstellen, davon 59 Major-Branded Servicestationen, kann CNG (
Erdgas) getankt werden, an 11 Tankstellen, davon 10 Major-Branded
Servicestationen, LNG (Flüssigerdgas) und an 32 Tankstellen, davon 10
Major-Branded, LPG (Liquefied Petroleum Gas oder Autogas). Zudem
bieten 118 Tankstellen, davon 50 Major-Branded, die Dieselkraftstoff-
Alternative HVO 100 (Hydrotreated Vegetable Oil) an, die aus Abfall
und Reststoffen hergestellt wird – was mehr als einer Verdreifachung
entspricht.
„Die Diversifizierung des Angebots an Tankstellen schreitet
voran. Unsere Branche befindet sich in einem umfangreichen
Transformationsprozess hin zu einem nachhaltigeren Energieangebot.
Gleichzeitig führen unsere Mitgliedsunternehmen auch die Versorgung
mit konventionellen – das heißt fossil-basierten – Energieträgern
fort, um während der Transformation eine flächendeckende und
bedarfsorientierte Versorgung ihrer Kundinnen und Kunden zu
gewährleisten“, so Doloszeski.
Die aktuelle Tankstellenstatistik ist auf der FVMI-Website
abrufbar.
Über den FVMI
Der Fachverband der Mineralölindustrie (FVMI) ist eine
bundesweite Fachorganisation im Bereich der Wirtschaftskammer
Österreich und als gesetzliche Interessenvertretung Bindeglied
zwischen Wirtschaft und Öffentlichkeit. Mitglieder sind
österreichische Unternehmen, die Rohöl und Erdgas aufsuchen und
fördern (upstream), Rohöl in Pipelines transportieren und lagern (
midstream) und in eigenen oder konzernverbundenen Raffinerien
verarbeiten sowie Mineralölprodukte vertreiben (downstream).
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