07.05.2025, 2381 Zeichen
Wien (OTS) - Die österreichische Wirtschaft steht massiv unter Druck.
Eine der
Ursachen dafür waren und sind die hohen Energiekosten. Damit
Österreich international wettbewerbsfähig bleibt, die Wirtschaft
wieder wachsen kann und Arbeitsplätze erhalten bleiben, braucht es
rasche und spürbare Entlastungen.
Die Klima-NGO oecolution betont, dass dies vor allem im Interesse
des Klimaschutzes sei. „Produktion in Österreich ist deutlich
klimafreundlicher als in anderen Weltregionen. Zum Wohle des Klimas
müssen wir die Produktion in Österreich halten“, so oecolution-
Geschäftsführer Christian Tesch. Er bezieht sich auf eine Studie des
Instituts für Industrielle Ökologie im Auftrag von oecolution, der
zufolge importierter Stahl einen doppelt so hohen CO₂-Ausstoß
verursacht wie in Österreich produzierter Stahl. Ähnlich ist es bei
Kunststoff (1,5-fache Emissionen) und vielen anderen Gütern. (Anm.:
Die Studie ist unter https://www.wko.at/oe/industrie/2025-studie--
climaconsum-ii abrufbar.)
Einen wirksamen Hebel sieht oecolution in der
Strompreiskompensation für energieintensive Unternehmen. Die EU hat
diese Maßnahme ausdrücklich genehmigt. Wichtige Exportzielländer wie
Italien und Deutschland haben das bereits umgesetzt, Österreich
bisher nur in einem einzigen Jahr (2022). Die neue deutsche
Bundesregierung setzt in ihrem Programm auf eben diese
Strompreiskompensation und möchte sie EU-weit sogar auf weitere
Branchen ausweiten. Aber auch ein eigener – günstigerer –
Industriestrompreis, leistbare Netzkosten und ein Genehmigungs-
Vorrang für Projekte der Energiewende sind von der CDU-CSU-SPD-
Koalition geplant.
„Österreich sollte im Gleichklang mit seinem wichtigsten
Wirtschaftspartner Deutschland handeln. Die Strompreiskompensation
sollte auch in Österreich wieder eingeführt und die deutschen
Bestrebungen zur Ausweitung auf weitere Branchen aktiv unterstützt
werden. Der dringend notwendige Netzausbau muss so gestaltet werden,
dass die Netzkosten im Rahmen bleiben und weder Unternehmen noch
Haushalte übermäßig belasten“, fordert Tesch. Andernfalls drohe ein
Desaster für Wirtschaft und Klimaschutz.
„Ernsthafter Klimaschutz denkt Ökologie und Ökonomie gemeinsam
und setzt auf Lösungen, die ökonomisch sinnvoll und ökologisch
wirksam sind. Leistbare Energie in Österreich hilft dem Klimaschutz
und stärkt den Standort“, so oecolution-Geschäftsführer Christian
Tesch abschließend.
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