07.03.2025, 3219 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" die Unternehmens-News von heimischen Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Zu Palfinger: "Wie vom Unternehmen bereits Anfang Februar publiziert, erwartet das Management, dass das EBIT im 1. Quartal 2025 rund ein Drittel unter dem Vorjahresniveau liegen wird und auch im 1. Halbjahr 2025 wird es deutlich unter der Vergleichsperiode des Vorjahres liegen. Im 2. Halbjahr 2025 wird eine wesentliche Kompensation des Ergebnisrückgangs aus dem 1. Halbjahr und damit ein gutes Gesamtjahr 2025 erwartet. 2027 wird unverändert ein Umsatz von EUR 2,7 Mrd. sowie eine EBIT-Marge von 10% und ein RoCE von über 12% angestrebt. Während die Zahlen im 1. Halbjahr noch rückläufig sein werden, zieht die Nachfrage bereits an wie der Auftragseingang im 4. Quartal belegt (EUR 610 Mio. /+16% J/J, +34% Q/Q). Das geplante Konjunkturpaket in Deutschland sollte das Geschäft in Palfingers zweitgrößtem Einzelmarkt ankurbeln, während ein mögliches Ende des Krieges in der Ukraine und ein beginnender Wiederaufbau positive Nachfrageimpulse liefern sollte. Mögliche US-Zölle sollten aufgrund Palfingers lokalem Produktionsnetz in den USA keine größeren nachteiligen Auswirkungen haben. Unsere aktuelle Empfehlung lautet Akkumulieren."
Zu Frequentis: "Auftragseingang und Umsatzwachstum reflektieren die positive Entwicklung der Frequentis-Märkte, in denen Sicherheit, Digitalisierung und Verkehr starke Treiber sind. Die größte positive Überraschung war jedoch die feste EBIT-Marge von 6,7%. Wir erwarten, dass Frequentis mit seinem Geschäftsbericht Anfang April nähere Details zur Margenverbesserung geben wird. Die finalen Zahlen werden am 4. April 2025 veröffentlicht. Unsere aktuelle Empfehlung lautet Kaufen."
Zu Bawag: "2025 erwartet das Management einen Nettogewinn von über EUR 800 Mio. (2024: EUR 760 Mio.) und einen RoTCE von über 20% (2024: 26%). Der Ausblick 2025 liegt zwar etwas unter den Konsensus-Erwartungen, dafür liegen die neuen Mittelfristziele darüber, da die Neuübernahmen knab (Niederlande) und Barclays Consumer Bank Europe (Deutschland) höhere Beiträge als bisher erwartet liefern dürften. Auch der Dividendenvorschlag von EUR 5,50/Aktie sowie die Aussicht eines neuen Aktienrückkaufs waren positive Aspekte."
Zur Post: "Das Management bestätigte seine mit den Q3-Zahlen gegebenen Finanzausblick, 2025 eine stabile Entwicklung zu erwarten mit einem leichten Umsatzanstieg (bei kontinuierlicher Lira-Entwicklung) und einem EBIT von rund EUR 200 Mio. Wir stufen die Ergebnisse 2024 als sehr positiv ein, besonders hervorzuheben ist der Anstieg von 15% beim operativen Cashflow. Für 2025 wird ein Jahr der Konsolidierung erwartet. Zuletzt gab es etliche negative Meldungen seitens europäischer Mitbewerber bezüglich rapide abnehmender Briefvolumina und damit verbundenem Stellenabbau, welche die Investorenstimmung trotz der guten Ergebnisse trüben könnte."
Ausblick: Kommende Woche veröffentlichen VIG und Uniqa ihre vorläufigen Ergebnisse 2024 und Lenzing seine finalen Zahlen 2024. Der Flughafen Wien veröffentlicht seine Verkehrszahlen für den Februar.
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Aktien auf dem Radar:FACC, RHI Magnesita, Amag, Agrana, Austriacard Holdings AG, Kapsch TrafficCom, Wolford, UBM, AT&S, DO&CO, Rath AG, RBI, Verbund, Wienerberger, Warimpex, Zumtobel, Palfinger, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Österreichische Post, Telekom Austria, Infineon, Deutsche Boerse, Fresenius Medical Care, SAP, Scout24, Continental.
Erste Group
Gegründet 1819 als die „Erste österreichische Spar-Casse“, ging die Erste Group 1997 mit der Strategie, ihr Retailgeschäft in die Wachstumsmärkte Zentral- und Osteuropas (CEE) auszuweiten, an die Wiener Börse. Durch zahlreiche Übernahmen und organisches Wachstum hat sich die Erste Group zu einem der größten Finanzdienstleister im östlichen Teil der EU entwickelt.
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