03.03.2025, 3434 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Wiener Börse hat am Freitag mit klaren Kursverlusten geschlossen. Der heimische Leitindex ATX verlor 1,50 Prozent auf 4.148,04 Punkte. Auch der breiter gefasste ATX Prime fiel um 1,56 Prozent auf 2.072,14 Einheiten. Schwache Vorgaben aus den USA und Asien hatten am Freitag europaweit auf die Börsenstimmung gedrückt. Auf Wochensicht konnte das wichtigste heimische Aktienbarometer aber trotz der schwachen Performance am Freitag um 2,5 Prozent zulegen, im Februar verbuchte der ATX sogar ein Plus von 7,3 Prozent. Die Zolldrohungen von US-Präsident Donald Trump sorgen zu Wochenschluss weiterhin für Unsicherheit an den Märkten. Am Vorabend hatte Trump den Druck erneut erhöht: Die angeordneten und dann ausgesetzten Strafzölle von 25 Prozent auf Waren aus Kanada und Mexiko sollen ab dem 4. März nun doch greifen. Auf Produkte aus China werde zudem ab demselben Datum ein weiterer Zollaufschlag um zehn Prozentpunkte fällig, hieß es. China droht nun mit Gegenreaktionen. Wenn die USA auf ihrem Willen beharren wollen, werde die Volksrepublik alle notwendigen Gegenmaßnahmen ergreifen, um ihre Rechte und Interessen zu verteidigen, sagte ein Sprecher des Handelsministeriums in Peking.
In Europa äußerte sich zuletzt Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Er droht den USA in Antwort auf angekündigte Zölle von 25 Prozent auf Importe von Aluminium und Stahl mit europäischen Strafzöllen. Datenseitig standen heute Verbraucherpreisindizes im Fokus. In den USA ist der PCE-Deflator der persönlichen Konsumausgaben, eine Kennzahl zur Preisentwicklung, im Januar um 2,5 Prozent zum entsprechenden Vorjahresmonat gestiegen. Dies war so erwartet worden. Die Kernrate, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Nahrungsmittel herausgerechnet werden, sank von 2,9 Prozent im Vormonat auf 2,6 Prozent. Volkswirte hatten dies prognostiziert. In Deutschland lagen die Verbraucherpreise im Februar wie im Januar um 2,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. In Frankreich hat sich die Inflationsrate im Februar dagegen überraschend halbiert. Die zu europäischen Vergleichszwecken berechnete Teuerungsrate (HVPI) sank auf 0,9 Prozent, nach 1,8 Prozent im Januar. In Wien rückten die Papiere der Erste Group nach der Vorlage von Ergebnissen in den Fokus. Ein Wachstum im Kreditgeschäft und bei den Einlagen hat dem heimischen Finanzinstitut im Geschäftsjahr 2024 zu mehr Einnahmen und Gewinn verholfen. "Gute Zahlen für 2024 von der Erste Group, jedoch lag der Nettogewinn leicht unter den Konsenserwartungen", schreiben die Analysten der Baader Bank in einer ersten Reaktion. Die Erste-Papiere schlossen um 6,8 Prozent tiefer. Auch die Aktien des Branchenkollegen Raiffeisen Bank International (minus 3 Prozent) gaben klar nach, während BAWAG noch ins Plus drehten und einen Aufschlag von 0,4 Prozent mit ins Wochenende nahmen. Zudem sorgten Analystenkommentare für Bewegung. Papiere von Wienerberger büßten 3,5 Prozent auf 31,64 Euro ein. Die Analysten von Morgan Stanley senkten die Einstufung für die Aktien des Baustoffkonzerns auf "Equal Weight", das Kursziel liegt bei 35 Euro. Aktien aus der Baubranche gaben stärker als der Gesamtmarkt nach. Strabag fielen um 3,4 Prozent, Porr mussten ein Minus von 2,1 Prozent hinnehmen. Zulegen konnten hingegen Versorgerwerte. EVN lagen mit 2,9 Prozent plus an der Spitze der Kursgewinner, beim Verbund ging es um 1,2 Prozent nach oben."
Wiener Börse Party #1156: Mai-Verfallstag mit zunächst fallendem ATX, Verbund gesucht, am Fenstertag wenige News, aber viel Research
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