18.10.2023, 3817 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Wiener Börse ist am Dienstag mit Kursverlusten aus dem Handel gegangen. Weder positive Konjunkturdaten noch Quartalszahlen der Bawag konnten die Aktienindizes in die Gewinnzone hieven. Der ATX verlor 0,35 Prozent auf 3.147,33 Punkte. Für den ATX Prime ging es um 0,36 Prozent auf 1.583,57 Punkte hinab. Neben überraschenden ZEW-Daten aus Deutschland war am Nachmittag auch der US-Einzelhandelsumsatz sowie die Industrieproduktion besser ausgefallen als gedacht. Dies könnte wieder Ängste vor einer strafferen Geldpolitik geschürt haben, hieß es von Marktbeobachtern. Darüber hinaus blieb der Nahostkonflikt weiterhin im Fokus. Allerdings wurde hier darauf verwiesen, dass vor dem Hintergrund der bisher ausgebliebenen Eskalation des Krieges zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas der Markt stabil blieb.
Mit Blick auf die Berichtssaison hat die BAWAG im dritten Quartal einen Nettogewinn von 186 Millionen Euro verzeichnet. Dies entspricht einem Zuwachs von 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Man sei auf Kurs, die für 2023 gesetzten Finanzziele zu erreichen, teilte die Bank mit. Die Experten der Erste Group Research sahen eine weiter "solide Rentabilität" beim Geldhaus. Das Nettozinsergebnis wurde vor allem durch die zuletzt steigenden Zinsen gestützt. Alles in allem sei das Ergebnis den Erwartungen entsprechend ausgefallen. Dennoch verloren die BAWAG-Aktien 2,3 Prozent an Wert. Mit Blick auf die weiteren Bankwerte konnten Raiffeisen-Aktien stabil auf dem Vortagesniveau schließen. Die Titel der Erste Group gewannen 0,6 Prozent. Verbund sanken um 0,4 Prozent auf 82,3 Euro. Die Experten der Deutschen Bank hatten sich zuvor zum Versorger zu Wort gemeldet und kürzten ihr Kursziel von 75 auf 73 Euro. Das "Hold"-Votum wurde bestätigt. Vor den nach Börsenschluss gestern anstehenden Zahlen der Telekom Austria gingen die Aktien des Unternehmens um 0,3 Prozent tiefer aus dem Handel. Analysten erwarten ein Umsatzplus verbunden mit leichten Zuwächsen bei den Ergebniskennzahlen."
Umsatz im dritten Quartal um 2,6 Prozent höher, Gewinn um 2,1 Prozent niedriger - In den ersten neun Monaten zusammen um 5,9 Prozent mehr Umsatz und praktisch unveränderter Gewinn. Die Telekom Austria hat nach eigener Einschätzung im dritten Quartal 2023 ein "solides" Geschäft gemacht. Wichtig sei die Ausgliederung der Funktürme in die EuroTeleSites und die damit verbundene Verringerung der Nettoverschuldung um eine Mrd. Euro gewesen, heißt es in einer Mitteilung zum dritten Quartal am Dienstagabend. Die A1 Telekom Austria habe sich weiter auf die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen konzentriert, so Alejandro Plater, CEO der A1 Group. Das dritte Quartal alleine brachte im Vergleich zum Vorjahresquartal einen Umsatzanstieg um 2,6 Prozent auf 1,3 Mrd. Euro. Der Gewinn fiel dabei um 2,1 Prozent auf 201 Mio. Euro. Über die ersten drei Quartale des Jahres zusammen erwirtschaftete die Telekom Austria mit 3,88 Mrd. Euro um 5,9 Prozent mehr Umsatz als in der Vorjahresperiode, der Konzerngewinn verringerte sich minimal von 503 auf 502 Mio. Euro. Die Nettomarge fiel dadurch von 13,7 auf 12,9 Prozent. Die Finanzkennzahlen seien noch vorläufig, da die Dekonsolidierung der Funktürme Zeit in Anspruch nehme, "die Auswirkungen der Abspaltung auf die Profitabilität im 3. Quartal sind jedoch eher begrenzt, insbesondere in Bezug auf Umsatz und EBITDA", heißt es im Finanzbericht. Die Telekom Austria erinnert daran, dass sie von 2024 bis 2026 ein jährliches Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent und ein EBITDA-Wachstum von vier bis fünf Prozent anpeilt. Die Basisdividende wurde von 0,20 Euro auf 0,32 Euro angehoben. "Basierend auf der Geschäfts- und Finanzentwicklung der Gruppe wird das Dividendenniveau beibehalten oder nachhaltig gesteigert".
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