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A1: Bei Funkturm-Gesellschaft EuroTeleSites stehen Wachstum und Profitabilität im Fokus

Magazine aktuell


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05.09.2023, 3253 Zeichen

Die A1 Telekom Austria hat heute ihren digitalen Kapital­markt-Tag abgehalten, bei dem auch intensiv auf die Funk­turm-Abspaltung EuroTeleSites eingegangen und vom Ma­nagement das Potenzial aufgezeigt wurde. Zu Beginn gab es einen Überblick von CEO Alejandro Plater, der A1 als eine der am besten performenden Telekoms in Bezug auf Umsatz- und EBITDA-Entwicklung vorgestellt hat. Laut Plater will die A1 Group künftig noch mehr Fokus auf Kundenorientierung legen und ein perso­nalisiertes und optimiertes Angebot bieten. "Wir wollen für den Kunden relevant sein, unser Fokus liegt auf der Customer Journey. Das Ziel ist ein maßgeschneidertes Front End für die Kunden und ein standardisiertes Back End", so Plater, für den auch die zunehmende Connectivity im Leben der Kun­den im Fokus steht und Potenzial biete. Deputy CEO Thomas Arnoldner ging u.a. auf die Beweggründe der Abspaltung der Funktürme ein. Wie berichtet, soll die EuroTeleSites AG, in der mehrere Tausend Funktürme in Österreich und fünf CEE-Ländern enthalten sind, demnächst an die Börse kommen. Laut Ar­noldner zählen die Türme nicht zum Kerngeschäft der A1. Durch die Abspal­tung würden Management-Kapazitäten frei und die finanzielle Flexibilität würde sich erhöhen. Diesen finanziellen Spielraum könne man für M&A, ICT und auch für Capex gut einsetzen. Auch eine langfristig nachhaltige Dividen­de für die Aktionäre stehe im Zentrum der A1 Telekom Austria.

Die EuroTeleSites-Vorstände Ivo Ivanovski und Lars Mosdorf stellten vor al­lem die Wachstumsmöglichkeiten der künftig börsennotierten Gesellschaft in den Fokus. Demnach soll das Wachstum erstens durch neue Kunden und zweitens durch zusätzliche Anlagen erfolgen. "Die Nachfrage nach mobilen Da­ten nimmt zu. Eine gänzliche 5G Coverage ist noch nicht erreicht. Mehr Covera­ge heißt auch mehr Qualität, die auch erforderlich ist, denn die Technologie verändert sich, auch der Weg, wie wir leben. Alles wird connected sein. Das heißt, wir brauchen mehr Anlagen, die auch näher beim Kunden sind," so das Management. M&A-Pläne in Bezug auf Unternehmen gebe es keine, eher In­vestitionen in Anlagen bzw. in das Upgrade von Anlagen. Man sei bereit für zweite oder sogar dritte Mieter von Anlagen. Die Tenancy-Ratio (Mieter pro An­lage) soll in den nächsten Jahren von 1,22 auf 1,4 erhöht werden. A1 sei der An­ker-Mieter, weitere Mieter sind u.a andere Mobile Network Operators. Zusätzli­ches Geschäft könnte aus den Bereichen Radio, Versorger und öffentlicher Dienst kommen. Der österreichische Markt (46 Prozent) sei sehr stabil und ge­be Sicherheit, während die fünf CEE-Märkte (Kroatien, Serbien, Nordmazedoni­en, Bulgarien, Slowenien) als Wachstumsmärkte angesehen werden. Das Un­ternehmen soll in den nächsten Jahren ein Umsatzwachstum von 4 bis 5 Pro­zent erreichen (neben Indexierungen auch durch zusätzliche Mieter). In den ersten Jahren sei keine Dividende zu erwarten, es stehe das Deleveraging im Vordergrund. Die Company sei für die nächsten Jahre gut finanziert (Kredit und Bond). Ab dem ersten Tag soll ein positiver Free Cashflow erreicht werden. Zusammenfassend heißt es seitens des EuroTeleSites-Managements: "Wir hal­ten die Gesellschaft für ein interessantes Investment, das auf Wachstum und Profitabilität basiert."



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A1 Telekom Austria, Funkturm Arsenal, Credit: A1 Telekom Austria, (© Aussender)


Autor
Christine Petzwinkler
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