15.05.2023, 2161 Zeichen
Der Umsatz der Varta AG ist im 1. Quartal 2023 um 11,4 Prozent auf 164,2 Mio. Euro zurückgegangen. Das bereinigte EBITDA ist von 38,1 Mio. Euro in der Vorjahresperiode auf -2,0 Mio. Euro gesunken. Für das Geschäftsjahr 2023 erwartet der Vorstand weiterhin einen Umsatz zwischen 820 Mio. Euro und 870 Mio. Euro (2022: 806,9 Mio. Euro) und geht in 2023 von einem bereinigten EBITDA mindestens in der Größenordnung des Vorjahres aus (2022: 69,5 Mio. Euro).
Gründe für die Bestätigung des Ausblicks sind der anhaltend hohe Auftragsbestand bei Energiespeichern und die daraus resultierende steigende Kundennachfrage im Zuge der Energiewende, der seit Herbst 2022 beobachtbare deutliche Rückgang der Energie- und Rohstoffpreise und die sukzessive Anpassung von Produktpreisen im Jahresverlauf. Diese Faktoren werden nach Einschätzung des Unternehmens für eine Verbesserung des Margenbildes sorgen. Zudem ist der Vorstand überzeugt, mit dem beschlossenen Restrukturierungsprogramm, der erfolgreich umgesetzten Kapitalerhöhung und gezielten Investitionen in Wachstumsmärkte wieder zur Profitabilität zurückzukehren, betont das Unternehmen.
Markus Hackstein, Sprecher des Vorstands: "2023 ist ein Jahr der Veränderungen für die Varta AG. Die verhaltene Kundennachfrage in der Mehrzahl der Segmente erfordert einen sehr strikten Sparkurs. Wir setzen derzeit die Maßnahmen unseres Restrukturierungsprogramms um. Das bedeutet leider auch schmerzhafte Einschnitte im Personalbereich. Das Geschäft unserer Kunden fokussiert sich generell auf die zweite Jahreshälfte, lediglich das Geschäft mit den Heimspeichern läuft gleichmäßig stark im Gesamtjahr. Im zweiten Halbjahr 2023 erwarten wir bei unseren Lithium-Ionen-Zellen, aber auch im Segment Consumer Batteries aufgrund der Forecasts unserer Kunden eine höhere Auslastung unserer Produktionen."
Die Einsparungen im Personalbereich belaufen sich auf weltweit rund 800 Stellen. Mehr als die Hälfte davon kommen durch geplante Austritte und Fluktuation zustande. Weitere rund 240 Stellen werden im laufenden Jahr an den deutschen Standorten abgebaut, etwa 150 weitere Stellen sollen im nächsten Jahr ins Ausland verlagert werden.
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