05.01.2023, 3233 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: "Die Wiener Börse hat den Handel gestern Mittwoch mit höheren Notierungen beendet. Der heimische Leitindex ATX hat damit den dritten Handelstag in diesem Börsenjahr mit einem Kursplus beendet. Der Leitindex musste in der Schlussauktion noch einen Teil seiner Verlaufsgewinne abgeben, es blieb ein Aufschlag von 0,45 Prozent auf 3.212,45 Einheiten. Der breiter gefasste ATX Prime stieg noch etwas deutlicher um 0,55 Prozent auf 1.610,04 Zähler.
Eingebettet war der Aufwärtstrend am heimischen Markt in ein freundliches europäisches Börsenumfeld, auch wenn schwächelnde US-Daten am Nachmittag für einen kurzzeitigen Dämpfer in der ATX-Verlaufskurve sorgten. Die Märkte werden derzeit vor allem vom nachlassenden Inflationsdruck in Europa gestützt, und von der daraus resultierenden Hoffnung, dass der geldpolitische Kurs der EZB sich etwas entspannen könnte. Die rückläufige Inflation in Deutschland, die am Dienstag veröffentlicht wurde, hatte die Sorgen vor weiteren Leitzinserhöhungen zuletzt etwas gedämpft, hieß es von den Marktexperten der Helaba.
In diese Richtung wiesen auch heute veröffentlichte Zahlen aus Frankreich, denn auch dort hat sich der Preisauftrieb abgeschwächt. Zudem hat sich der Preisanstieg von nach Deutschland importierten Gütern weiter deutlich verringert, wurde am Mittwoch bekannt. Daneben hat sich die Unternehmensstimmung im Euroraum Ende 2022 weiter verbessert. Der Einkaufsmanagerindex von S&P Global stieg im Dezember im Vergleich zum Vormonat um 1,5 Punkte auf 49,3 Zähler.
Die Experten der Helaba heben zudem positiv hervor, dass es in China die Hoffnung auf eine Konjunkturerholung gibt. "Zwar sorgen die hohen Infektionszahlen für Verunsicherung, das Ende der Null-Covid-Politik könnte aber zu einer Stabilisierung der Wirtschaftsentwicklung beitragen", so die Marktexperten des Instituts. Die US-Industrie dagegen hat ihre Talfahrt einer Umfrage zufolge vor der Jahreswende beschleunigt. Der Einkaufsmanagerindex für den Sektor fiel im Dezember auf 48,4 Punkte von 49,0 Zählern im November, Analysten hatten lediglich mit einem Rückgang auf 48,5 Zähler gerechnet.
In Wien blieben impulsgebende Meldungen zu Einzelunternehmen und von Analystenseite zur Wochenmitte Mangelware. Im Sektorvergleich lagen Banken in der Liste der Kursgewinner ganz oben und lieferten auch Auftrieb für den ATX. Raiffeisen Bank International kletterten um 4,8 Prozent, Erste Group zogen um 3,3 Prozent an und BAWAG legten um 2,3 Prozent zu.
Dagegen hielten die Ölwerte. Der Ölsektor zeigte sich europaweit schwach, die Ölpreise haben am Mittwochnachmittag ihre Verluste noch weiter ausgebaut. Seit Jahresbeginn hatten Nachfragesorgen die Preise unter Druck gesetzt. Die Papiere von Schoeller-Bleckmann gaben in Reaktion um 3,7 Prozent nach, OMV fielen um 3,6 Prozent. Sehr schwach gingen auch die Versorgerwerte des Verbund aus dem Handel. Sie büßten rund fünf Prozent ein.
Die stärkste Kursbewegung gab es am Mittwoch erneut bei Lenzing zu sehen. Die Papiere des Faserherstellers hatten bereits an den vergangenen Handelstagen jeweils deutlich mehr als sechs Prozent zugelegt, am Mittwoch setzten die Papiere den starken Aufwärtstrend fort und schlossen um 5,5 Prozent fester.
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Börsepeople im Podcast S24/20: Elke Müller
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