15.11.2022, 1879 Zeichen
Die Analysten von Raiffeisen Reseaarch schreiben in einer Kurzmitteilung zu den Rosenbauer-Zahlen: "Für das Q3 22 meldete Rosenbauer einen um 10 % höheren Umsatz von EUR 222 Mio. und lag damit nur unwesentlich unter unserer Prognose von EUR 230 Mio. Ähnlich wie in den Vorquartalen belasteten Engpässe in den Lieferketten und die verzögerte Weitergabe von Kostensteigerungen bei bestehenden Aufträgen die operative Ertragskraft. Zusätzlich verdaute Rosenbauer im Quartal Restrukturierungskosten in Höhe von EUR 5,6 Mio. ("Refocus, Restart"-Programm wurde unter dem neuen CEO Wolf gestartet). Das EBIT betrug EUR -7,3 Mio. und lag damit auf vergleichbarer Basis geringfügig unter unserer Schätzung von EUR 0,2 Mio.
Trotz eines weiteren Lageraufbaus in Q3 konnte der operative Cashflow mit EUR -5 Mio. weitgehend eingedämmt werden. Dennoch steht für Q1-3 ein negativer Cashflow von EUR -126 Mio. zu Buche. Die Nettoverschuldung stieg weiter auf EUR 445 Mio. (Verschuldungsgrad 252 %) von EUR 429 Mio. in Q2 und EUR 204 Mio. zum Jahresende 2021. Die Eigenkapitalquote lag bei lediglich 16,4 %.
Der Auftragseingang in Höhe von EUR 244 Mio. war gegenüber dem Vorjahr rückläufig, aber die Run-Rate in Q1-3 blieb mit EUR 825 Mio. auf hohem Niveau (Book-to-Bill-Verhältnis von 1,27x). Dementsprechend kletterte der Auftragsbestand auf einen neuen Rekordwert von EUR 1,36 Mrd. (+17 %).
Für das Geschäftsjahr 2022 hält das Management am Umsatzziel von ca. EUR 1 Mrd. und am Ausblick eines positiven EBIT fest. Für Ersteres werden rund EUR 350 Mio. in Q4 benötigt (mittleres bis hohes einstelliges Wachstum gegenüber Q4 20 bzw. Q4 21). Letzteres beinhaltet die bereits erwähnten Einmalaufwendungen in Q3 und erfordert daher eine substanzielle Verbesserung auf ca. EUR 35 Mio. (in der Größenordnung von Q4 20)."
Die letzte Empfehlung von Raiffeisen Research zur Rosenbauer-Aktie lautet „Halten“.
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Rosenbauer AT, elektrisch, Credit: Rosenbauer
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