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Börsen als Schiedsrichter in der Sektorallokation (Wolfgang Matejka)

Magazine aktuell


#gabb aktuell



05.10.2022, 4418 Zeichen



Die täglichen Bedrohungen, die uns seit Jahren in einem immer einseitiger an der Negativinterpretation orientierten Medien-Universum erreichen, haben Wirkung gezeigt. Gemäß aktuellen Statistiken geht die Zuseher-Frequenz zurück. Emotionale Therapie als Selbstverteidigung gegen Depression.

Diese Wandlung trifft uns direkt und persönlich, eine andere Wandlung erreicht aber in immer stärkerem Ausmaß unser Wirtschaftsgefüge. Die Firmen passen sich an. Und das ist gut so.

Die Gemengelage aus Lockdown, Home-Office, Konsum-Schecks, Gesundheitsbewusstsein, Energiepreisen, Inflation, Rabatt-Markerl-Konsum, Lieferkettenirrsinn, Halbleitermafia und Sicherheitsgedanken über Hollywood-Fantasien hinaus, lässt aus der Not neue Ideen reifen, Perspektiven wachsen und die Unternehmen über den Bestand ihrer derzeitigen Geschäftsmodelle nachdenken. Ein Prozess den die Börsen immer schon als zweite, nach den Unternehmen selbst, begonnen haben zu erkennen, zu analysieren und, falls zukunftsträchtig, zu finanzieren. Der Zustand des europäischen Energiemarktes wäre beispielsweise ohne diesen Wandel nicht in der Lage (gewesen) die künftigen Bedrohungen via einseitigen Entzug der Energierohstoffe zu meistern. So hat auch allein der Druck des Faktischen den so häufig populistisch und ideologisch überlagerten Widerstand der Politik in ein Unterstützungs-Momentum geändert. Finanzielle Brücken wurden gebaut und administrative Widerstände kurzfristig aufgegeben, bis sich ein neuer technologischer Ansatz erarbeiten hat lassen. Gerade wird auch das ganze Elektromobilitätskonzept durch den Druck der Umstände in eine Wandlungsdynamik gezwungen, die der technischen Logik nur hilft. Entweder neue Batterien die kürzer laden, stärker sind und länger halten, oder wir nehmen Batterie-Elektro nur als Überbrückung für einen Sprung ins Wasserstoffzeitalter wahr und fangen schon mal bei Bahn und LKW mit Brennstoffzellen an.

Genauso die „alten“ Industrien. Maschinenbau, Anlagenbau, Stahl, Aluminium, Chemie, you name them. Sie alle „dienen“ gewandelten „Göttern“. Wenn beispielsweise alternative Energien benötigt werden, dann wird mehr Wasserkraft, bessere Windkraft und auch Photovoltaik in industriellem Maßstab gesucht, die als Nebeneffekt, sollten sich fast schon vergessene Stromhandelsmuster wieder etablieren können, wo Strom aufgrund der Überkapazität in den Netzen auch mal nichts gekostet hat, vielleicht noch schnell mal ein paar Tonnen Wasserstoff durch Elektrolyse herstellt. Diesen Wasserstoff dann noch in die immer weniger voll ausgelasteten Gasnetze und schon haben wir Importwege etabliert, die unsere Energieversorgung mit unseren Verkehrserfordernissen im Einklang mit Klimapolitik zum reinen Glück unseres Planeten verbinden.

Und, wenn man sich ehrlich eingesteht, dass wir auch unsere Sicherheitsbedenken einem Relaunch unterwerfen müssen, dann sind auch Stahl und Aluminium um eine Abnehmergruppe bereichert. Out of the Box gedacht: warum muss Stahl und Alu für Automobile immer dünner und härter werden, wenn die gleichen Ansprüche auch der Verteidigungsindustrie entsprechen können. Ganz ehrlich, ich bin überwiegend Pazifist, aber bei den aktuellen Bedrohungen denkt man nach, oder?

Die gerade auf dem Weg befindlichen Wandlungen sind über nahezu alle Branchen und Sektoren verteilt. Ob der Onlinehandel zu Gunsten des lokalen Umfelds schrumpft, sich die Freizeitindustrie anpasst und bewusstere Erholung anbieten muss, Technologie in der Kommunikation enorme Schritte macht und immer mehr in die Atmosphäre drängt, gleichzeitig die diesen Prozess begleitende Datensicherheit gerade dort als Nebeneffekt die „Cloud“ absichert, das Thema CO2 durch technologische Möglichkeiten zu einem Lösungshelferlein wird weil man CO2 aus Produktionsprozessen direkt und bewusst entfernt und danach wo man es wieder industriell benötigt konzentriert ohne Klimaschaden hinzufügen kann. All dies sind Wirtschaftsprozesse die belegen wie schnell und auch effizient sich Unternehmen anpassen und ökonomisch wandeln können. Die Politik hat, quasi als Selbstverteidigung, bevor sie in die reine populistische Bedeutung und somit mittelfristige Bedeutungslosigkeit abdriftet, diesen Wandel indirekt ermöglicht.

Die Börsen werden in der Sektorallokation und Sektor Performance die Schiedsrichter und auch die Hinweisgeber sein und bleiben.

(Der Input von Wolfgang Matejka für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 05.10.)



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