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13.09.2022, 2276 Zeichen

Das meinen die Analysten von Raiffeisen Research in einer Aktieninfo zur Commerzbank: "Die Commerzbank profitierte im ersten Halbjahr 2022 von den kräftig gestiegenen Zinsen, besonders in Polen. Wegen der rekordhohen Inflation sehen sich die Währungshüter nun auch in der Eurozone genötigt, schneller und kräftiger als bislang kommuniziert an der Zinsschraube zu drehen. Die Abkehr von der ultra-expansiven Geldpolitik verbessert die Ertragsaussichten für das zweitgrößte deutsche Geldhaus erheblich, zumal Gelder aus abreifenden Krediten zu nunmehr höheren Zinsen verborgt werden können. Auf diese Weise spült gemäß Ergebnis aus der Sensitivitätsrechnung eine Parallelverschiebung der Zinskurve um 100 Basispunkte potenziell EUR 300 Mio. im Jahr 2022 zusätzlich in die Kassen. Im nächsten Jahr wären es dann etwa EUR 650 Mio. und 2024 dann etwa EUR 800 Mio.

Bei den Risikokosten scheint ein Anstieg infolge der konjunkturellen Eintrübung unausweichlich. Sofern sich die Versorgungslage Deutschlands - etwa durch eine drastische Gasmangellage im Winter - nicht weiter verschlechtert, sollte der Ausblick jedoch halten bzw. die bereits gebildeten zusätzlichen Vorsorgen ausreichen. Weiters ist die Commerzbank, so wie auch ihre Mitbewerber, aktuell deutlich besser kapitalisiert als etwa zu Zeiten der großen Finanzkrise 2007/08, weshalb eine Zunahme der Dotierungen mehr als verkraftbar erscheint. Gegen das Szenario eines massiven ökonomischen Einbruchs spricht eine mittlerweile akzeptierte und etablierte interventionistische Geld- und Fiskalpolitik, die - wenn nötig - unerwünschte Marktverwerfungen mit allen Mitteln zu unterbinden versucht.

Alles in allem rechnen wir selbst im Falle eines Waffenstillstands mit keiner raschen Rücknahme der gegen Russland erhobenen Sanktionen und daher einem länger andauernden konjunkturdämpfenden Effekt. Dieser trifft vor allem auch die deutsche Exportwirtschaft, wo die Commerzbank für viele Unternehmen ein wichtiger Partner ist. Insofern bestätigen wir trotz der verbesserten Ertragsaussichten im Lichte der Zinswende und der attraktiven Bewertung unsere Empfehlung für die Commerzbank-Aktie mit „Halten". Das Kursziel von EUR 8,10 (zuvor: EUR 6,60) basiert auf einem Dividend-Discount-Modell und die Zahlen auf Konsensschätzungen."

 



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Gegründet 1819 als die „Erste österreichische Spar-Casse“, ging die Erste Group 1997 mit der Strategie, ihr Retailgeschäft in die Wachstumsmärkte Zentral- und Osteuropas (CEE) auszuweiten, an die Wiener Börse. Durch zahlreiche Übernahmen und organisches Wachstum hat sich die Erste Group zu einem der größten Finanzdienstleister im östlichen Teil der EU entwickelt.

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Commerzbank Logo - https://de.depositphotos.com/158649562/stock-photo-bank-branch-of-commerzbank-in.html, (© https://depositphotos.com)


Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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