08.04.2022, 1633 Zeichen
Das heimische Öl-, Gas- und Chemieunternehmen OMV veröffentlichte heute sein Trading Update für das 1. Quartal 2022. Das Unternehmen ist laut Trading Statement im Ausmaß von rund zwei Mrd. Euro durch Wertberichtigungen wegen des Rückzugs von „Nord Stream 2“ bzw. im Zusammenhang mit der Neubeurteilung der Russland-Aktivitäten belastet worden.
Am 5. März 2022 hat die OMV den ausstehenden Betrag einschließlich Zinsabgrenzung in Höhe von 1 Mrd.Euro im Zusammenhang mit dem Nord Stream 2-Projekt vollständig wertberichtigt. Dies ist eine nicht zahlungswirksame Wertberichtigung im Finanzerfolg und wird als Sondereffekt in Q1/22 ausgewiesen. Ausgelöst durch die von der russischen Regierung am 28. Februar 2022 angekündigten Gegensanktionen, die sich auf die Geschäftstätigkeit ausländischer Unternehmen im Land auswirken, hat die OMV die Konsolidierungsmethode der zwei russischen Unternehmen, durch welche sie einen 24.99% Anteil am Juschno Russkoje Gasfeld hält, angepasst. Ab dem 1. März 2022 werden diese Unternehmen gemäß IFRS 9 zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Zusätzlich wurde eine Wertberichtigung im Zusammenhang mit der vertraglichen Position gegenüber Gazprom aus der Neufeststellung der Reserven des Juschno Russkoje Gasfelds erfasst. Zusammen führen beide Effekte zu einem Verlust in Höhe von rund 800 Mio. Euro (nicht zahlungswirksam, das Eigenkapital reduzierend) und in Höhe von rund 200 Mio. Euro infolge von historischen Währungseffekten (nicht zahlungswirksam, kein Einfluss auf das Eigenkapital). Diese Effekte werden als Sondereffekte im Operativen Ergebnis für Q1/22 klassifiziert, informiert das Unternehmen.
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