21.03.2022, 2666 Zeichen
S&T hat im Geschäftsjahr 2021 - trotz der globalen Chipkrise und des daraus resultierenden Umsatzversatzes - den Umsatz um 7 Prozent auf 1.342,0 Mio. Euro steigern können (2020: 1.254,8 Mio. Euro). Die verzögerten Auslieferungen und Preiserhöhungen, durch die globalen Chipkrise ausgelöst, führten zu einer leichten Reduktion des EBITDA in Höhe von 3 Prozent auf 126,3 Mio. Euro (Vj.: 130,0 Mio. Euro). Das Nettoergebnis sank folglich von 55,6 Mio. in 2020 auf 48,3 Mio. Euro in 2021. Trotz des durch die Chipkrise bedingten Lageraufbaus belief sich der operative Cashflow auf 95,3 Mio. Euro, was laut S&T dem Zielwert von 75 Prozent des EBITDA entspricht. Der Auftragsbestand kletterte zum 31. Dezember 2021 auf ein Rekordniveau von 1.334,9 Mio. Euro (gegenüber 927,2 Mio. Euro im Vorjahr). Damit konnten in 2021 neue Aufträge in Höhe von rund 1.750 Mio. Euro gewonnen werden, eine Steigerung von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1.340 Mio. Euro). Auf Basis der bisherigen Dividendenpolitik und auf Grund der hohen Liquidität von 296,5 Mio. zum 31. Dezember 2021, wird der Vorstand der Hauptversammlung am 6. Mai 2022 einen Dividendenvorschlag von 0,35 Euro (für 2020: 0,3 Euro) zur Beschlussfassung vorlegen.
Laut S&T ist das Projekt "Focus", also der Verkauf des IT Service-Geschäfts, im Gange. Die Vermarktungsphase wurde begonnen, die Vendor-Due-Diligence soll plangemäß Mitte April abgeschlossen werden. S&T CEO Hannes Niederhauser: „Im Jahr 2022 werden die Weichen neu gestellt. Mit dem Verkauf des IT-Services Segments bündeln wir unser Know-how im IoT-Bereich. Abgegangene IT-Umsätze werden wir mit dem Ausbau unserer IoT-Technologien ersetzen. Befeuert durch den hohen Auftragsbestand von 1.335 Mio. gehen wir für 2022 von einem Umsatz von zumindest 1.500 Mio. Euro bei einem EBITDA von 10 Prozent aus. Bis 2025 streben wir einen Umsatzanstieg auf 2.000 Mio. Euro im IoT-Bereich an."
Mit drei Großaufträgen in Summe von 200 Mio. Euro ist die S&T Gruppe erfolgreich ins neue Geschäftsjahr gestartet. Es ist davon auszugehen, dass die Chipkrise die S&T in 2022 noch begleiten wird. Auf Basis des erhöhten Lagerbestandes als auch des Re-designs von Produkten sowie der besseren Verfügbarkeit von Komponenten ist die Situation jedoch besser im Griff. Die verzögerten Auslieferungen, zum 31. Dezember 2021 noch immer rund 77 Mio. Euro.
Die aktuellen geopolitischen Ereignisse nehmen auch Einfluss auf die S&T Gruppe; die russischen Töchter machen laut S&T etwa 5 Prozent der Gruppenumsätze und der Vermögenswerte aus. Der erwartete Umsatzrückgang in Russland soll durch zusätzliche Aufträge im Cybersecurity- aber auch Defense-Bereich teilweise ausgeglichen werden.
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