12.03.2022, 4020 Zeichen
Andritz schaffte es diese Woche als einziger Zahlenleger mit einem starken Ergebnis 2021 mit hohem Profitabilitätszuwachs im Plus zu schließen. Die Dividende wurde auf EUR 1,65/Aktie angehoben. Der Ausblick 2022 überzeugte mit einem erwarteten Anstieg bei Umsatz und EBITA gegenüber 2021.
Auch Lenzing berichtete starke Ergebnisse für 2021 und erwartet 2022 eine weitere deutliche Ergebnissteigerung, unterstützt durch die beiden Schlüsselprojekte (Lyocellwerk in Thailand, Zellstoffwerk in Brasilien), die bereits ab heuer einen ersten Ergebnisbeitrag liefern werden.
Die VIG toppte mit ihrem Vorsteuergewinn 2021 die Guidance deutlich und schlägt auch mit EUR 1,25/Aktie eine um 50 Cent höhere Dividende vor. Aufgrund der aktuell hohen Unsicherheit strebt das Management zwar 2022 eine positive operative Performance an, gibt jedoch zu diesem Zeitpunkt keinen konkreten Finanzausblick.Die Post präsentierte heute zwar starke Zahlen für 2021 und hebt ihre Dividende auf EUR 1,90/Aktie an, der verhaltene Ausblick für die 1. Jahreshälfte sorgte jedoch für einen leicht bitteren Beigeschmack. Aufs Gesamtjahr peilt das Management jedoch ein EBIT nahe dem Niveau von 2021 an.
Die Addiko Bank kam mit einem Nettogewinn 2021 von EUR 13,6 Mio. nahe an die Markterwartungen. Beherrschendes Thema bleibt jedoch das neue Gesetz in Slowenien zur Restrukturierung von Schweizer Franken-Krediten, für welches die Bank in einem absoluten Worst Case-Szenario mit negativen Auswirkungen von EUR 100 – 110 Mio. rechnet. Infolgedessen wird für 2021 keine Dividende ausgeschüttet.
Die OMV konnte diese Woche nicht vom Ölpreissprung profitieren. Der Konzern gab bekannt, sein Russland-Engagement neu zu bewerten und keine Investitionen in Russland mehr zu verfolgen. Infolgedessen werden erhebliche Wertberichtigungen im 1. Quartal gebucht werden. Auch andere internationale Öl- und Gaskonzerne haben Pläne bekannt gegeben, sich von russischen Assets zu trennen. Die OMV wird jedoch von den derzeit rasant steigenden Öl- und Gaspreisen profitieren.
Wir haben diese Woche in unserer neuen Unternehmensanalyse zur Semperit unserer Kauf-Empfehlung für die Aktie bestätigt. Wir denken, dass auf aktuell niedrigeren Kursniveaus die vielversprechende langfristige Industriesegment-Strategie (inklusive möglicher Übernahmen als Kurstreiber) sowie die solide Bilanz nicht adäquat eingepreist sind. Nach unserer Analyse warnte das Unternehmen jedoch, dass das EBITDA 2022 unter den durchschnittlichen Markterwartungen von rund EUR 100-120 Mio. liegen wird. Die Aktie verlor diese Woche rund 15% und wir erwarten, dass der Weg zur Erholung des Aktienkurses holprig sein wird.
Ausblick: Kommende Woche berichten Verbund und Mayr-Melnhof über ihre Jahresergebnisse 2021, SBO legt ihren finalen Jahresbericht 2021 vor und der Flughafen Wien veröffentlicht seine Verkehrsergebnisse für den Februar.
Börsepeople im Podcast S24/19: Manuela Wenger
Aktien auf dem Radar:AT&S, UBM, Bajaj Mobility AG, Lenzing, EVN, Polytec Group, Verbund, VIG, Wienerberger, DO&CO, Erste Group, Mayr-Melnhof, Fabasoft, Bawag, FACC, Porr, Österreichische Post, voestalpine, Wolford, SW Umwelttechnik, Rosenbauer, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, Amag, CA Immo, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Kapsch TrafficCom, Semperit, Telekom Austria.
CPI Europe AG
Die CPI Europe AG ist ein börsenotierter gewerblicher Immobilienkonzern, der seine Aktivitäten auf die Segmente Einzelhandel und Büro in sieben Kernmärkten in Europa (Österreich, Deutschland, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Rumänien und Polen) fokussiert. Zum Kerngeschäft zählen die Bewirtschaftung und die Entwicklung von Immobilien.
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