19.12.2021, 3236 Zeichen
Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: "Das bislang für Investoren sehr erfreuliche Börsenjahr 2021 neigt sich langsam dem Ende zu. Im Zuge der sehr starken Erholung der wirtschaftlichen Aktitivität und substanziell ansteigender Gewinne (z.B. 2021e S&P 500: 50 %, Euro STOXX 50: 57 %) konnte die genannte US-Aktienbenchmark bislang um 24 % und das Eurozone-Aktienbarometer um 17 % seit Jahresbeginn zulegen. Die zwischenzeitlichen Turbulenzen im Zuge der Evergrande-Problematik und dem Auftauchen der neuen Virusvariante "Omikron" wurden schnell wieder ausgebügelt.
Zuletzt konnte der Aktienmarkt trotz der Ankündigung der Fed und der EZB, in ihrer geldpolitischen Grundausrichtung etwas restriktiver zu werden, zulegen. Die US-Notenbank ließ nämlich ihr Narrativ einer "vorübergehenden Inflation" fallen, kündigte an bald keine neuen Anleihenkäufemehr zu tätigen und visiert für 2022 nun statt bisher zwei sogar drei Zinsanhebungen an. Überraschendeweise quittierten das die Aktien in einer Erstreaktion mit ordentlichen Kurszuwächsen. Die positive Reaktion an den Aktienbörsen kann damit erklärt werden, dass die US-Notenbank mit diesen Maßnahmen ganz klar ihre starke Zuversicht über den weiteren Konjunkturausblick untermalte. Des Weiteren sind damit die Eckdaten im Hinblick auf die geldpolitischen Schritte der Fed erstmals gut abgesteckt. Schließlich schätzt der Markt oftmals Planungssicherheit. Ebenso scheint auch die neue Corona-Variante "Omikron" bei der Fed wenig Sorgen zu verbreiten, weil die Wirtschaft mit jeder Welle besser mit etwaigen Restriktionen umzugehen weiß. Auch die EZB verschaffte sich in Richtung 2023 mehr Spielraum für etwaige erste Zinsschritte. Zu den klaren Gewinnern der geldpolitischen Nachrichten zählte der Finanzsektor. Erstens lässt eine steilere Zinskurve auf steigende Nettozinsmargen hoffen, des Weiteren könnte die EZB die Belastung aus den Negativzinsen etwas erleichtern, da man hier eine Überprüfung der Modalitäten verkündete.
Unser Chart der Woche zeigt, dass eine Normalisierung der Geldpolitik bzw. steigende Renditen/Zinsen vielfach kein Problem für steigende Aktienmärkte darstellen, da dies schließlich aus dem Umstand heraus geschieht, dass der Konjunkturmotor brummt. Insofern erwarten wir im kommenden Jahr lediglich temporäre Rücksetzer aus diesem Einflussfaktor.
Eine weiterhin robuste Konjunktur und nennenswerte Gewinnwachstumsraten in der Größenordnung von 8 bis 10 % für den breiten europäischen und US-Aktienmarkt bilden dann auch die Grundlage für unsere Erwartung einer Fortsetzung der Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten im Jahr 2022. Zusätzlich erwarten wir, dass eine anhaltend hohe M&A-Dynamik und großvolumige Aktienrückkaufprogramme den Markt unterstützen. Auch im Hinblick auf "Omikron" deuten die Signale vermehrt auf Entspannung.
Der US-Aktienmarkt sollte dabei aufgrund seiner höheren Profitabilität und dem höheren Anteil an Internet-/Tech-Titeln die Nase im Vergleich zu Europa leicht vorne haben. Aufholpotenzial trauen wir chinesischen Aktien und damit den Emerging Markets zu. Für den heimischen ATX erwarten wir aufgrund seiner attraktiven Bewertungsniveaus und der Sektorkomposition ebenfalls eine überdurchschnittliche Performance."
Wiener Börse Party #1097: ATX deutlich stärker, Freitag ist Verfallstag - Uniqa top, dazu Michael Buhl und der Personenindex
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