07.12.2021, 4298 Zeichen
Aus den Morning News der Wiener Privatbank: Einen klaren Zugewinn gab es auch für den heimischen Markt, der ATX konnte den Handel mit einem Plus von 1,3% beenden. Bereits vor Börsenstart hatten positive Meldungen rund um die neue Corona-Variante Omikron für gute Stimmung am Markt gesorgt und damit die schwachen Vorgaben der Übersee-Börsen wettgemacht. So wurde aus Südafrika berichtet, dass die Omikron-Variante offenbar vergleichsweise milde Symptome verursache, jedoch sei die Datenbasis noch sehr gering. Auch schwach ausgefallene Konjunkturdaten aus Deutschland und der Eurozone konnten die Kauflaune nicht trüben. Im Oktober erhielten die deutschen Industriebetriebe um deutliche 6,9 Prozent weniger Bestellungen als im Vormonat, Experten hatten ein weitaus geringeres Minus von 0,3 Prozent erwartet. Auch das Investorenvertrauen in der Eurozone, gemessen am Sentix-Index, fiel schwächer aus, der gemeldete Wert war der tiefste Stand seit April, jedoch war allgemein mit einem noch deutlicheren Rückgang gerechnet worden. Bei den Einzelwerten erregte Immofinanz besonderes Aufsehen, bereits vor dem Wochenende war bekannt geworden, dass die vom tschechischen Milliardär Radovan Vitek kontrollierte CPI Property Group ein Kaufangebot für das Unternehmen gelegt hat, geboten werden 21,2 Euro in bar pro Aktie auf einer cum-Dividenden-Basis. Gestern legte S Immo nach und gab bekannt, den Anteil von derzeit 14,2 % um rund 10 Prozent aufstocken zu wollen, hier werden 23,0 Euro je Aktie geboten, die Immofinanz konnte auf Grund des regen Interesses gestern ein Plus von 5,3% erzielen.
Andritz konnte sich ebenfalls um 2,6% verbessern, der Anlagenbauer konnte in Mexiko einen Großauftrag an Land ziehen, für den nationalen Stromversorger des Landes sollen neun Wasserkraftwerke modernisiert und aufgerüstet werden. Eine uneinheitliche Entwicklung gab es bei den Banken, die Bawag endete unverändert, die Erste Group konnte 1,0% zulegen, Raiffeisen musste 2,6% nachgeben und für die Addiko Bank ging es um 2,7% nach oben. Die deutlichsten Verluste gab es für Semperit, der Gummikonzern musste einen Abschlag von 4,0% hinnehmen. Weiter in der Aufwärtsbewegung verblieb Do & Co, gestern gab es für das Cateringunternehmen eine zusätzliche Verbesserung von 3,9%. Sehr gut nachgefragt war auch der Flughafen Wien, der mit einem Plus von 3,2% aus dem Handel gehen konnte.
Die Zumtobel Group sieht sich weiterhin auf gutem Kurs. Trotz der herausfordernden Situation auf dem Rohstoffmarkt erzielte das Unternehmen im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2021/22 im Vergleich zum Vorjahr gute Ergebnisse: Der Gruppenumsatz stieg um 10,1 % auf 567,4 Mio. EUR (Vorjahr: 515,4 Mio. EUR), jedoch beeinträchtigten die Knappheit wichtiger Rohstoffe und die entsprechenden Preiserhöhungen die Umsatzentwicklung speziell im zweiten Quartal. Vor diesem Hintergrund konnte die Gruppe ungeachtet hoher Auftragsbestände noch nicht das Umsatzniveau des Vorkrisenjahres (603,8 Mio. EUR) erreichen. Indes stieg das operative Ergebnis (EBIT) im Vergleich zur Vorjahresperiode um 52,4 % auf 35,0 Mio. EUR (Vorjahr 22,9 Mio. EUR) und erreichte damit beinahe das Niveau des Vorkrisenjahres 2019/20. Das Periodenergebnis stieg auf 23,0 Mio. EUR (Vorjahr 13,3 Mio. EUR).
Das Periodenergebnis konnte noch deutlicher gesteigert werden – um 72,4 % auf 23,0 Mio. EUR (Vorjahr 13,3 Mio. EUR) – und erreichte somit fast das Niveau des Vorkrisenjahres (24,7 Mio. EUR). Für die Aktionäre der Zumtobel Group ergab sich ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 43,1 Mio. Aktien) von 0,53 EUR (1. HJ 2020/21: 0,31 EUR). Der Free Cashflow verschlechterte sich im Berichtszeitraum im Wesentlichen wegen des Mittelabflusses im Working Capital und in den sonstigen operativen Positionen auf 6,7 Mio. EUR (1. HJ 2020/21: 35,0 Mio. EUR). Die Bilanzstruktur ist gegenüber dem 30. April 2021 nahezu unverändert. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Oktober 2021 bei 32,7 % und die Nettoverbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Bilanzstichtag um 6,4 Mio. EUR auf 103,7 Mio. EUR.
Trotz der angespannten Situation auf dem Rohstoffmarkt ist der Vorstand der Zumtobel Group zuversichtlich und erwartet weiterhin für das Geschäftsjahr 2021/22 steigende Umsatzerlöse in einer Größenordnung von 4 % bis 7 % sowie eine EBIT-Marge von 4 % bis 5 %.
Kapitalmarkt-stimme.at daily voice: Doppelbudget oje - warum übernehmen Ö-Medien das PR-Wort Einsparungsmassnahmen unkritisch?
Bildnachweis
1.
Aktien auf dem Radar:AT&S, UBM, Austriacard Holdings AG, Lenzing, Polytec Group, EVN, Uniqa, Rosenbauer, CA Immo, DO&CO, Mayr-Melnhof, Agrana, Frequentis, Marinomed Biotech, Verbund, Athos Immobilien, SW Umwelttechnik, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Flughafen Wien, Amag, EuroTeleSites AG, CPI Europe AG, Kapsch TrafficCom, Österreichische Post, Semperit, Telekom Austria.
Random Partner
Addiko Group
Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
>> Besuchen Sie 55 weitere Partner auf boerse-social.com/partner
Latest Blogs
» Doppelbudget unter der Lupe von Peter Brezinschek: Warum „Einsparungen" ...
» Österrech-Depots: Unverändert (Depot Kommentar)
» Börsegeschichten 28.4.: Polytec, RBI (Börse Geschichte) (BörseGeschichte)
» Nachlese: 1000 Euro KESt, Anastasia Potapova, Jan Häupler, Lucia Ziegler...
» ATX im Plus: Polytec feiert 20-jähriges Börsenjubiläum, Strabag und Palf...
» Wiener Börse Party #1144: ATX fester, 20 Jahre Polytec an der Börse; Str...
» PIR-News: Strabag, Palfinger, Reploid, CPI Europe, Bawag, Polytec (Chris...
» Wiener Börse zu Mittag fester: Agrana, Uniqa, Bawag gesucht
» KESt-Freibetrag von 1.000 Euro: Ein IT-verträglicher Vorschlag für die 3...
» ATX startete freundlich in verkürzte Aprilwoche – Sportradar-CEO wehrt s...
Useletter
Die Useletter "Morning Xpresso" und "Evening Xtrakt" heben sich deutlich von den gängigen Newslettern ab.
Beispiele ansehen bzw. kostenfrei anmelden. Wichtige Börse-Infos garantiert.
Newsletter abonnieren
Runplugged
Infos über neue Financial Literacy Audio Files für die Runplugged App
(kostenfrei downloaden über http://runplugged.com/spreadit)
per Newsletter erhalten
- Doppelbudget unter der Lupe von Peter Brezinschek...
- Wiener Börse Nebenwerte-Blick: RHI Magnesita am b...
- Wiener Börse: ATX legt am Dienstag 0,27 Prozent z...
- Wie Mayr-Melnhof, Frequentis, RHI Magnesita, Agra...
- Wie Verbund, AT&S, RBI, OMV, SBO und VIG für Gesp...
- Frequentis-Manager wird EUROCAE-Präsident
Featured Partner Video
Wiener Börse Party #1139: ATX legt zu, AT&S kann auf die unglaubliche Zahl 4 kommen, Bawag auf den Spuren der Erste Group
Die Wiener Börse Party ist ein Podcastprojekt für Audio-CD.at von Christian Drastil Comm.. Unter dem Motto „Market & Me“ berichtet Christian Drastil über das Tagesgeschehen an der Wiener Börse. Inh...
Books josefchladek.com
Otto Wagner
Moderne Architektur
1902
Anton Schroll
Matteo Girola
Viewfinders
2025
Studiofaganel
Richard Avedon
Nothing Personal
1964
Atheneum Publishers
