16.10.2021, 2719 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" wieder die Unternehmens-News heimischer Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
Nach dem Capital Markets Day meinen die Analysten zu Zumtobel: "Zumtobel gelang in den letzten Jahren erfolgreich eine Restrukturierung mit deutlicher Kostenstraffung. Sehr positiv auch, dass die Preiserosion im Components-Segment infolge der Marktsättigung im LED-Bereich beendet ist und zukünftig die Preisrichtung wesentlich von den Halbleitern getragen sein wird. Wie in unserem letzten Beitrag erwähnt, hatten wir uns vom Kapitalmarkttag vor allem tiefere Einblicke in die Geschäfts- und Nachfragetreiber erhofft, da wir steigende Volumina als die stärksten operativen Hebeln und somit Kurstreiber sehen. Das stärkere Wachstum im laufenden Wirtschaftsjahr basiert auf Nachholeffekten der Corona-Krise (besonders in UK). In den Folgejahren sieht das Unternehmen Wachstum in den Bereichen Industrie und Gesundheitswesen (Zumtobel), funktionelle Straßenbeleuchtung (Thorn) sowie bei Tridonic/Components in der Hebung von Synergien und Aufbereitung unterrepräsentierter Märkte. Generell ist Zumtobel für die großen Megatrends wie Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Miniaturisierung, kundenspezifische Fertigung und Konnektivität gut gerüstet. Derzeit fühlen wir uns daher mit unseren aktuellen Schätzungen (6% EBIT-Marge bis 2024/25) weiter wohl, bis sich klarere Nachfragetrends abzeichnen."
Zum neuen Verbund-Ausblick heißt es: "Der neue Finanzausblick liegt um etwa 16% über unseren und den aktuellen Konsensus-Schätzungen. Er bestätigt das aktuell starke Marktumfeld für Stromerzeuger aus Wasserkraft, die von den hohen Strompreisen infolge der hohen Gaspreise und der saisonal niedrigen Windkraftproduktion im 3. und 4. Quartal profitieren. Wir denken, dass der höhere Ausblick den Aktienkurs kurzfristig unterstützen wird, langfristig bleiben wir aufgrund der hohen Bewertung der Aktie mit einem KGV von knapp über 40x bei unserer neutralen Einstufung."
Und die Meinung zu den Agrana-Zahlen: "Die Q2-Zahlen entsprachen der Guidance des Unternehmens und belegen die schwächere Entwicklung in der 1. Jahreshälfte. In der zweiten Jahreshälfte sollte eine deutliche Verbesserung einsetzen. Voraussetzung dafür sind ein Anziehen der Zuckerpreise, geringerer Druck durch eine verbesserte Marktnachfrage im Stärkesegment sowie eine Erholung des Fruchtsaftkonzentratgeschäfts. Die Unsicherheiten verbunden mit dem Timing der Geschäftserholung sollten die Kursentwicklung zwar begrenzen, der bestätigte Ausblick auf das Gesamtjahr 2021/22 unterstützt indes weiter. Aktuell bleiben wir bei unserer Halten-Empfehlung."
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