26.09.2021, 3342 Zeichen
Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: "Der Start des neuen DAX 40 hätte besser verlaufen können. Just mit dessen Einführung über das vergangene Wochenende erlebte die Krise rund um den chinesischen Immobiliengiganten Evergrande ihren vorläufigen Höhepunkt und riss die Aktienindizes rund um den Erdball ein Stück weit mit nach unten.
Wir sehen die Probleme rund um Evergrande jedenfalls als Zahlungskrise mit (politischer) Ansage an. Dies gilt in Bezug auf relevante Regularien und Marktentwicklungen. Mit der Politik der „Drei roten Linien“ (gültig seit Sommer 2020) zielen die chinesischen Behörden explizit auf die Begrenzung und/oder den Stop der (Neu-) Verschuldung von gehebelten Immobilienkonzernen und -entwicklern (sowie implizit von Haushalten) bzw. damit auch auf eine Abkühlung des Immobilienmarktes ab. Wir erwarten daher zwar keine lokale systemische Krise, halten aber eine breiter angelegte Abschwächung – allen voran des Immobilienmarktes – für wahrscheinlich.
Nachdem schwächere Wirtschaftswachstumsraten und harsche Regulierungsmaßnahmen die chinesischen Aktienmärkte bereits seit Februar unter Druck gebracht hatten, schickte die Krise rund um Evergrande den HSCE gar wieder in den Bereich seines Corona-Tiefs. Damit sehen wir allerdings einen guten Teil der Auswirkungen bereits in die Aktienkurse eingepreist (siehe "Chart der Woche"). Auch die Ausstrahlungseffekte auf die entwickelten Aktienmärkte sollten unter der Annahme des Ausbleibens einer systemischen China-Krise begrenzt bleiben, wenngleich schwächere chinesische Konjunkturdaten und ein immer wieder auch negativer Nachrichtenfluss seitens Evergrande zwischenzeitlich belasten können.
Bei all unserem vorsichtigen Optimismus in der Causa ist dennoch interessant zu beobachten, dass de facto sämtliche Kursrückschläge vom Wochenanfang in wenigen Tagen mehr oder weniger egalisiert werden konnten. Im Wesentlichen stehen die von uns analysierten Aktienindizes (mit Ausnahme des HSCE) wieder dort, wo sie schon eine Woche zuvor gestanden hatten: nicht weit weg von ihren Jahres- bzw. Allzeithöchstständen (!). Diese Robustheit ist schon verblüffend, umso mehr, als Mitte der Woche auch noch die US-Notenbank vorgeprescht ist und zur Überraschung vieler Marktteilnehmer die Welt auf Tapering (Drosselung des Tempos der Käufe von Vermögenswerten) und möglicherweise eher früher denn später beginnende Zinserhöhungen vorbereitet hat.
Und was steht uns in den kommenden Tagen bevor? Neben Landtagswahlen in Oberösterreich steht beim nordwestlichen Nachbarn am Sonntag die Bundestagswahl auf der Agenda. Die jüngsten Umfragen lassen schon ein wenig erahnen, wie diese ausgehen könnten. Aber welche neue Regierungskonstellation nach dem Ende von 16 ziemlich stabilen Jahren mit Kanzlerin Angela Merkel machbar sind, das ist schon wieder eine andere Sache. Und was kann man in Bezug auf die Aktienmärkte dazu sagen? Die scheinen auch das bis dato extrem gelassen zu nehmen. Dies liegt wohl nicht zuletzt auch daran, dass zunächst einmal bis in 2022 hinein die grundsätzlich gute globale Konjunkturlage, sehr zufriedenstellendes Gewinnwachstum und die in Summe nach wie vor unterstützende Geldpolitik kräftig unterstützen. Neues aus der Eurozone gibt es dann kommende Woche via Konsumentenvertrauens- und sicherlich penibel beäugten Inflationsdaten."
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