21.09.2021, 3046 Zeichen
Mit klaren Verlusten musste auch die heimische Börse den gestrigen Handel beenden, der ATX begann zum Wochenauftakt bereits deutlich schwächer, konnte sich dann zeitweilig leicht erholen, um die Gewinne umgehend wieder abgeben zu müssen, erst gegen Ende kam es dann zu einer Erholung von den Tiefstständen während des Tages, er endete mit einem Minus von 1,7%. Die Sorgen um die finanzielle Schieflage des chinesischen Immobiliengiganten Evergrande bestimmten auch in Wien das Handelsgeschehen, zusätzlich hielt auch die Fed-Sitzung am Mittwoch mit einer möglichen Richtungsänderung in der Geldpolitik die Anleger von Käufen ab. Nachrichten gab es von der Bawag, im Zuge eines Investors Days legte das Finanzinstitut ehrgeizige Ziele vor, bis 2025 ist ein starkes Wachstum eingeplant, der Vorsteuergewinn soll sich von heuer voraussichtlich 575 Millionen Euro auf über 750 Millionen Euro steigern, die ohnehin schon niedrige Cost-Income-Ratio soll noch weiter gesenkt werden und die Dividende soll von heuer etwas 2,6 Euro auf über 4,0 Euro je Aktie steigen, das führte in Summe zu einem Anstieg von 0,3% für die Aktie, was in dem trüben Sektorumfeld umso bemerkenswerter war. Für die beiden anderen großen Banken lief es dementsprechend weniger gut, die Erste Bank verzeichnete ein Minus von 2,6%, die Raiffeisen Bank International musste 2,2% nachgeben.
Der Flughafen Wien konnte von den guten Nachrichten aus den USA bezüglich einer Aufhebung der Reisebeschränkungen nicht profitieren, mit einem Minus von 6,5% war die Aktie der schwächste Wert des gestrigen Handels. Auch AT&S geriet schwer unter Druck, der Leiterplattenhersteller musste mit einem deutlichen Rückgang von 5,6% schliessen. Voestalpine litt unter dem Verfall des Stahlpreises auf Grund der erwarteten Produktionsdrosselung in China und musste gestern mit einem Minus von 4,3% aus dem Handel gehen. Einer der wenigen Gewinner war Marinomed, das Biotechnologieunternehmen konnte sich um 1,3% verbessern, auch FACC war gut nachgefragt, für den Flugzeugzulieferer ging es um 1,1% nach oben. Einen Zuwachs von ebenfalls 1,1% konnte auch das Cateringunternehmen Do & Co erzielen, und Wienerberger konnte sich etwas von dem starken Rückgang am Freitag erholen, der Ziegelhersteller erzielte einen Anstieg von 0,9%.
Unternehmensnachrichten
VIG
Die Vienna Insurance Group (VIG) wurde am 20. September 2021 informiert, dass die gemeinsam mit Aegon eingebrachte Beschwerde gegen die ablehnende Entscheidung des ungarischen Ministeriums für Innere Angelegenheiten zur Genehmigung ihres Antrags auf Erwerb des Aegon-Geschäfts in Ungarn durch den Hauptstädtischen Gerichtshof in Budapest abgewiesen wurde. „Wir bedauern diese vorläufige Entscheidung, werden aber dagegen innerhalb der nächsten 30 Tage ein weiteres Rechtsmittel beim Obersten Gerichtshof Ungarns einbringen. Unabhängig davon sind wir weiterhin in konstruktiven Gesprächen mit dem Finanzministerium, um die Möglichkeiten für einen positiven Abschluss der Akquisition abzuklären“, kommentiert Generaldirektorin Elisabeth Stadler.
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