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Analysten: "Der September könnte seinem Ruf noch gerecht werden"

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16.09.2021, 3537 Zeichen

Aus dem aktuellen Börsenbericht von Raiffeisen Research: "Die ersten Handelstage betreffend scheint der September seinem Ruf, als schwacher Börsenmonat abermals gerecht zu werden. Betrachten wir den Zeitraum bis zurück in das Jahr 1928, so stehen uns zumindest statistisch gesehen sogar die schwächsten Handelswochen des Jahres bevor – auch, wenn die durchschnittlichen Rückgänge mit rund -1 % eigentlich gar nicht so schwer ins Gewicht fallen. Wie so oft gilt aber auch in diesem Fall, dass Statistiken immer mit Vorsicht zu genießen sind. Ja, der September zählt seit knapp 100 Jahren zu den schlechtesten Börsenmonaten. Es sei denn, in den ersten 6 Monaten des Jahres legte der breite US-Aktienmarkt um rund 13 % zu. Dann entwickelte sich der September in mehr als 60 % zu einem guten Börsenmonat – mit durchschnittlichen Kursanstiegen von über 1 %. Der S&P 500 stieg bis Ende Juni knappe 16 %, keine Gefahr also für die Aktienmärkte? Nicht ganz. Eine gewisse Marktschwäche ist nicht nur mit der Saisonalität erklärbar, sondern erschien im Hinblick auf die starken Kurszuwächse der vergangenen Wochen und Monate beinahe schon überfällig. 56 All-Time Highs allein in diesem Jahr beim S&P 500 sprechen eigentlich eine eindeutige Sprache. Hinzu kommt, dass größere Rücksetzer generell schon länger Mangelware sind. Rücksetzer von 5 % oder größer gab es genauer gesagt seit mehr als 200 Handelstagen nicht – damit liegt die aktuelle Serie unter den Top 5 der letzten 50 Jahre. Zu diesen technischen und statistischen Argumenten gesellten sich zuletzt aber vermehrt auch geldpolitische und fundamentale Faktoren hinzu.

Die US-Börsen waren zuletzt vermehrt zwischen Konjunkturdynamik und geldpolitischen Debatten (Tapering) hin- und hergerissen. Es ist ersichtlich, dass das Momentum des wirtschaftlichen Aufschwungs nachlässt, aber immer noch intakt ist. Die Konjunkturdaten werden derzeit kritischer beäugt denn je, dienen diese den Aktienmärkten doch als Indikator künftiger geldpolitischer Straffungen. Was makroökonomisch durchaus nachvollziehbar ist, stellt die Aktienbörsen derzeit aber vor ein fast schon paradox anmutendes Problem: Während beispielsweise ein solider Arbeitsmarkt für eine anhaltende Konjunkturdynamik spricht und grundsätzlich bullish ist, erhöht ein solcher aber die Wahrscheinlichkeit einer Straffung der Geldpolitik – was bearishe Tendenzen mit sich bringt. Wir vertreten die Meinung, dass eine solche durch die mittlerweile langanhaltende Debatte die Aktienmärkte nicht mehr größer ins Wanken bringen sollte und mehrheitlich eingepreist ist, allerdings stören sich Wall Street & Co. selten an etwas mehr als Unsicherheit. Sobald in dieser Causa mehr Klarheit herrscht, ist es also durchaus wahrscheinlich, dass die Aktienmärkte ihren Aufwärtstrend wieder fortsetzen.

Abseits der Geldpolitik mehrten sich in den vergangenen Tagen die Meldungen rund um Lieferkettenprobleme aus der Industrie- und Baubranche. Das wohl dominierende Thema ist jedoch der angeschlagene chinesische Immobilienkonzern Evergrande, welcher einen Schuldenberg in der Höhe von USD 300 Mrd. vor sich herschiebt. Die möglichen Auswirkungen auf das chinesische Bankensystem und den Immobilienmarkt verunsichern die Anlegerschaft und schickten die lokalen Börsen abermals auf Talfahrt. Die Ratingagentur Fitch versuchte hierbei zuletzt zu beruhigen und betonte, Zahlungsausfälle bei Evergrande seien für das chinesische Bankensystem in Gänze verkraftbar. Der September könnte seinem Ruf aber trotzdem noch gerecht werden und für erhöhte Volatilität sorgen."

 



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Die Buwog Group ist deutsch-österreichischer Komplettanbieter im Wohnimmobilienbereich. Insgesamt verfügt die Buwog Group über ein Portfolio mit rd. 51.000 Wohnungen. Mit einem Neubauvolumen von jährlich rund 700 Wohnungen im Großraum Wien ist die Buwog Group einer der aktivsten Wohnbauträger und Immobilienentwickler in Deutschland und Österreich.

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Autor
Christine Petzwinkler
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    Aus dem aktuellen Börsenbericht von Raiffeisen Research: "Die ersten Handelstage betreffend scheint der September seinem Ruf, als schwacher Börsenmonat abermals gerecht zu werden. Betrachten wir den Zeitraum bis zurück in das Jahr 1928, so stehen uns zumindest statistisch gesehen sogar die schwächsten Handelswochen des Jahres bevor – auch, wenn die durchschnittlichen Rückgänge mit rund -1 % eigentlich gar nicht so schwer ins Gewicht fallen. Wie so oft gilt aber auch in diesem Fall, dass Statistiken immer mit Vorsicht zu genießen sind. Ja, der September zählt seit knapp 100 Jahren zu den schlechtesten Börsenmonaten. Es sei denn, in den ersten 6 Monaten des Jahres legte der breite US-Aktienmarkt um rund 13 % zu. Dann entwickelte sich der September in mehr als 60 % zu einem guten Börsenmonat – mit durchschnittlichen Kursanstiegen von über 1 %. Der S&P 500 stieg bis Ende Juni knappe 16 %, keine Gefahr also für die Aktienmärkte? Nicht ganz. Eine gewisse Marktschwäche ist nicht nur mit der Saisonalität erklärbar, sondern erschien im Hinblick auf die starken Kurszuwächse der vergangenen Wochen und Monate beinahe schon überfällig. 56 All-Time Highs allein in diesem Jahr beim S&P 500 sprechen eigentlich eine eindeutige Sprache. Hinzu kommt, dass größere Rücksetzer generell schon länger Mangelware sind. Rücksetzer von 5 % oder größer gab es genauer gesagt seit mehr als 200 Handelstagen nicht – damit liegt die aktuelle Serie unter den Top 5 der letzten 50 Jahre. Zu diesen technischen und statistischen Argumenten gesellten sich zuletzt aber vermehrt auch geldpolitische und fundamentale Faktoren hinzu.

    Die US-Börsen waren zuletzt vermehrt zwischen Konjunkturdynamik und geldpolitischen Debatten (Tapering) hin- und hergerissen. Es ist ersichtlich, dass das Momentum des wirtschaftlichen Aufschwungs nachlässt, aber immer noch intakt ist. Die Konjunkturdaten werden derzeit kritischer beäugt denn je, dienen diese den Aktienmärkten doch als Indikator künftiger geldpolitischer Straffungen. Was makroökonomisch durchaus nachvollziehbar ist, stellt die Aktienbörsen derzeit aber vor ein fast schon paradox anmutendes Problem: Während beispielsweise ein solider Arbeitsmarkt für eine anhaltende Konjunkturdynamik spricht und grundsätzlich bullish ist, erhöht ein solcher aber die Wahrscheinlichkeit einer Straffung der Geldpolitik – was bearishe Tendenzen mit sich bringt. Wir vertreten die Meinung, dass eine solche durch die mittlerweile langanhaltende Debatte die Aktienmärkte nicht mehr größer ins Wanken bringen sollte und mehrheitlich eingepreist ist, allerdings stören sich Wall Street & Co. selten an etwas mehr als Unsicherheit. Sobald in dieser Causa mehr Klarheit herrscht, ist es also durchaus wahrscheinlich, dass die Aktienmärkte ihren Aufwärtstrend wieder fortsetzen.

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