30.08.2021, 4277 Zeichen
Die Wiener Börse hat sich am Freitag mit leicht höheren Kursen aus dem Handel verabschiedet. Vor dem Wochenende tendierte der heimische Leitindex lange Zeit mit knappen Abgaben, Aussagen des US-Notenbankpräsidenten Jerome Powell bei seiner mit Spannung erwarteten Rede auf dem Symposium der Fed ließen den ATX jedoch gegen Ende noch in die Gewinnzone drehen. Schlussendlich endete das heimische Börsenbarometer mit einem Plus von 0,3%, was auf Wochensicht gesehen einen Zuwachs von 1,5% bedeutete. Schon seit Tagen war die anstehende Rede des Fed-Präsidenten das vorherrschende Thema am Markt. Was die kommende geldpolitische Ausrichtung der Notenbank angeht, äußerte sich Powell jedoch erneut zurückhaltend, es gebe zwar anhaltende Fortschritte am Arbeitsmarkt, jedoch würde die Ausbreitung der Delta-Variante die Konjunkturerholung etwas belasten, die zuletzt sehr hohe Inflation in den USA sei zudem nur vorübergehend. Bei den Einzelwerten war am Freitag der Immobilienkonzern s Immo sehr gesucht und konnte um 3,3% anziehen, das Unternehmen hatte vor Börsenstart Halbjahreszahlen vorgelegt. Dank deutlich besserer Bewertungen der Immobilien des Unternehmens machte der Nettogewinn gegenüber dem Vorjahreszeitraum einen deutlichen Sprung von 16,1 auf 137,3 Millionen Euro, auch die Mieterlöse stiegen von 60,6 Millionen auf 63,9 Millionen Euro. Leichte Abgaben gab es teilweise für die heimischen Banken, die Bawag verzeichnete ein Minus von 0,1%, die Erste Group rutschte um 0,6% nach unten, Raiffeisen International und die Addiko Bank endeten unverändert. Stark präsentierten sich erneut die Ölwerte nach dem schwächeren Vortag, die OMV konnte um 1,2% zulegen, für Schoeller-Bleckmann gab es eine Verbesserung von 2,6%. Verlierer des Tages war erneut Frequentis, wo es zu einem weiteren Rückgang von 2,3% kam. Auch Semperit wurde verkauft, der Gummikonzern musste den Handel mit einer 2,1% tieferen Notierung beenden. Stark war hingegen Amag, für den Aluminiumkonzern gab es einen Anstieg von 2,6%, auch Palfinger war gut nachgefragt, der Kranhersteller konnte um 2,1% vorrücken. Ebenfalls einen guten Tag hatte UBM Development, der Immobilienentwickler schaffte gleichfalls einen Anstieg von 2,1%, auch AT&S war in der Gunst der Investoren hoch angesiedelt und konnte ein Plus von 1,8% erzielen. Heute berichten Warimpex und Immofinanz und morgen dann Strabag.
Unternehmensnachrichten
Warimpex
Das heimische Immobilienunternehmen Warimpex veröffentlichte heute seine Ergebnisse zum Geschäftsjahr 2020, die eine deutliche Steigerung offenbarten. Die Umsatzerlöse aus der Vermietung von Büroimmobilien verringerten sich um 9% auf €9,7 Mio. aufgrund der Abwertung des russischen Rubels von rund 20% im Vergleich zum ersten Halbjahr 2020. Einen pandemiebedingten Rückgang gibt es im Hotelbereich zu verzeichnen, wo die Umsatzerlöse um 9 % auf €2,2 Mio. zurückgingen. Im 2. Quartal konnte bei den Hotels wieder ein Umsatzanstieg auf €1,5 Mio. (Q2/20: €0,2 Mio.) erzielt werden. Der Gesamt-Umsatz sank um 7% auf €12,8 Mio., während der direkt den Umsatzerlösen zuordenbare Aufwand um 33 % auf €4,4 Mio. reduziert werden konnte. Das EBITDA erhöhte sich aufgrund des höheren Bruttoergebnisses und eines geringeren Verwaltungsaufwands von €0,3 Mio. auf €5,0 Mio. Das EBIT drehte von €-9,2 Mio. auf €5,9 Mio. klar ins Plus. Dieser Anstieg ist neben dem höheren betrieblichen Ergebnis auf ein positives Immobilienbewertungsergebnis (€2,0 Mio.) im Vergleich zu einem Bewertungsverlust (€ -5,4 Mio.) im Vorjahreszeitraum zurückzuführen. In Summe verbesserte sich somit das Periodenergebnis der Warimpex-Gruppe im ersten Halbjahr 2021 von €-21,7 Mio. auf €1,7 Mio. Auch der Triple Net Asset Value stieg von €2,46/Aktie auf €2,56/Aktie. Nach der Beendigung vieler Corona-Maßnahmen rechnet das Unternehmen für das zweite Halbjahr 2021 mit einem Aufwärtstrend im Hotelbereich sowie einer weiterhin stabilen Entwicklung im Bürosegment. Basierend auf dem – trotz Hotelschließungen und pandemiebedingter Einschränkungen – positiven Halbjahresergebnis erwartet Warimpex auch für das Geschäftsjahr 2021 insgesamt einen Gewinn aus der operativen Tätigkeit.
H1/21: Umsatzerlöse: €12,8 Mio. (Vj. 13,6), EBITDA: €5,0 Mio. (Vj. 0,3), EBIT: €5,9 Mio. (Vj. -9,2), Periodenergebnis: €1,7 Mio. (Vj. -21,7)
Wiener Börse Sommerparty: Deuber/Matejka nach ATX-Höhentraining vorsichtig bzgl. 2.HJ - Drastil irritiert über Par.14 und Shareholder-ID
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Die Addiko Gruppe besteht aus der Addiko Bank AG, der österreichischen Mutterbank mit Sitz in Wien (Österreich), die an der Wiener Börse notiert und sechs Tochterbanken, die in fünf CSEE-Ländern registriert, konzessioniert und tätig sind: Kroatien, Slowenien, Bosnien & Herzegowina (wo die Addiko Gruppe zwei Banken betreibt), Serbien und Montenegro.
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