28.08.2021, 5337 Zeichen
Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" wieder die Unternehmens-News heimischer Börsenotierten kommentiert bzw. neue Research-Reports veröffentlicht. Hier einige Fazits:
In einem Reserch Report meinen die Analysten zu voestalpine: "In unserer neuen Unternehmensanalyse zur voestalpine stufen wir unsere Empfehlung von Akkumulieren auf Halten zurück mit höherem Kursziel von EUR 40,0/Aktie (zuvor: EUR 36,5/Aktie). Wir denken, dass die aktuellen Stahlpreisniveaus nahe den Höchstständen auf längere Sicht nicht aufrecht zu erhalten sind und rechnen mit Rückgängen. Auch bewertungstechnisch notiert die voestalpine-Aktie mit deutlichen Aufschlägen zu ihren Peers, sodass wir unsere Empfehlung auf aktuellen Kursniveaus auf Halten zurückgenommen haben."
Zu Marinomed heißt es: "Das Management hat die 2021 Guidance bestätigt. Für 2021 rechnet das Unternehmen mit einem weiteren Anstieg der Carragelose- Produkte-Umsätze, wenn jedoch mit geringerer Zuwachsrate als 2020. Marinomed plant weiterhin einen leichten Anstieg der F&E-Kosten und wird sich wieder stärker auf Marinosolv Platform konzentrieren. Gemäß Geschäftsplan, erwartet die Firma einen operativen Verlust im GJ 2021; mittelfristig wird unverändert ein operativer Turnaround angestrebt. Nachdem Marinomed Anfang Juli ermutigende Topline-Daten der klinischen Phase II-Studie Studie zur Behandlung allergischer Rhinokonjunktivitis mit Tacrosolv berichtete, sollten die Finaldaten dieser Studie im 4. Quartal 2021 veröffentlicht werden. Auch die laufenden klinischen Studien zur Wirksamkeit von Carragelose gegen SARS-CoV-2 (vor allem die eigene therapeutische Inhalationsstudie) sollten bis Ende des Jahres die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich ziehen. Die Firma hat auch angekündigt, dass sie plant, im Herbst neue Vermarktungsverträge mit internationalen Partnern für Carragelose-Produkte zu unterzeichnen, wodurch die geographische Reichweite von Carragelose weiter vergrößert wird. Last but not least arbeitet das Unternehmen an der Kommerzialisierung von Budesolv (Nasenspray zur Therapie von allergischer Rhinitis), wobei Verhandlungen mit potentiellen Partnern in mehreren Regionen geführt werden. Der erste Partnerschaftsvertrag für Budesolv ist weiterhin noch im Jahr 2021 angestrebt. Alle diese oben genannte Ereignisse sollten für Kurstreiber in diesem Jahr sorgen. Zusammenfassend glauben wir, dass das langfristige Potential der beiden Plattformen von Marinomed lange noch nicht eingepreist ist und bleiben bei unserer Kaufempfehlung."
Und die Meinung zu Porr "Für 2021 geht die Porr unverändert von einer steigenden Produktionsleistung von ca. EUR 5,3 – 5,5 Mrd. aus sowie einer EBT-Marge von 1,3-1,5%. Mittelfristig wird weiter eine EBT-Marge von rund 3% angestrebt. Der Baukonzern macht seinen Finanzausblick 2021 jedoch davon abhängig, dass mögliche Bußgelder aus dem laufenden Kartellverfahren in Österreich gegen mehrere Baufirmen nicht die in den letzten Jahren gebildeten Vorsorgen übertreffen. Für Unternehmen der Strabag wurde im Juli von der BWB eine Geldbuße von rund EUR 45 Mio. beantragt. Die Q2-Zahlen untermauern die fortschreitende Erholung von der Corona-Krise mit einer etwas stärkeren Profitabilität als erwartet. Mögliche höher als erwartet ausfallende Strafzahlungen begrenzen unserer Meinung nach derzeit aber stärkere Kursgewinne. Wir fühlen uns nach Zahlenvorlage mit unseren Schätzungen 2021 und unserer Halten-Empfehlung weiter wohl."
Zur UBM meinen die Analysten: "Wir bleiben nach den soliden Halbjahreszahlen und dem starken Ausblick bei unserer positiven Einschätzung der Aktie. Wir denken, dass die Chance auf eine gegenüber den Vorjahren stabile Dividende von EUR 2,20/Aktie sowie zu erwartende Schätzungsänderungen und positiver News Flow aus weiteren Verkaufsabschlüssen dem Aktienkurs weiter Auftrieb geben sollten."
Der Ausblick zu CA Immo: "Die starken Halbjahreszahlen belegen abermals die von Investoren oft gesuchte Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells mit Fokus auf Klasse A-Büroimmobilien in Deutschland, Österreich und CEE-Ländern. Ein Wehrmutstropfen bei den Halbjahreszahlen war jedoch die sinkende Auslastung von 94,8% per 31.12.20 auf 90,7% zum Halbjahr aufgrund von Rückgängen der Auslastung im ungarischen Bestand sowie dem Auszug eines Mieters in Serbien. Die Aktie notiert nur leicht über der niedrigsten EPRA Kennziffer – dem NDV (net disposal value / Wert des Eigenkapitals in einem Verkaufsszenario), während der Abschlag zum EPRA NRV knapp 20% beträgt. Wir bleiben derzeit weiter bei unserer Akkumulieren- Empfehlung."
Und zu S Immo heißt es: "Der Vorstand der S Immo gab keinen konkreten Finanzausblick. Jedoch wird intensiv nach Immobilieninvestments gesucht, um den Verkaufserlös aus dem CA Immo-Anteil von rund EUR 230 Mio. unmittelbar Cashflowgenerierend zu investierten. Aktuell sieht die Gesellschaft interessante Ziele in Budapest und Bukarest. Im aktuellen Marktumfeld wird es allerdings keine einfache Aufgabe sein, passende Ankaufsobjekte zu attraktiven Renditen zu finden. Die S Immo Aktie kam mit Platzen des Übernahme-Angebots der Immofinanz zu EUR 22,25/Aktie etwas unter Druck, was wir angesichts der Halbjahreszahlen und einem Kursabschlag zum Halbjahres-NAV von nahe 30% als nicht gerechtfertigt sehen. Wir bleiben bei unserer Akkumulieren-Empfehlung."
Börsepeople im Podcast S24/23: Daniela Klauser
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