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Analysten: Auf Frist von zwölf Monaten bleiben wir weiterhin positiv gestimmt

Magazine aktuell


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23.07.2021, 2150 Zeichen

In ihrem aktuellen Börsenbericht meinen die Analysten von Raiffeisen Research: "Ein großes Thema an den Börsen ist seit letzter Woche die Berichtssaison, in der die börsennotierten Unternehmen ihre Zahlenwerke aus dem zweiten Quartal vorlegen. Die Erwartungen an dieses Quartal waren bereits im Vorfeld sehr hoch: Aufgrund der Lockdowns im April und Mai 2020 durften ungewöhnlich hohe Jahresveränderungsraten erwartet werden. Und so, wie es aktuell aussieht, dürften diese in Summe sogar positiv überraschen. So vermochten etwa bereits de facto alle großen US-Banken nicht nur einen ordentlichen Gewinnsprung vorzuweisen, sondern übertrafen damit auch ganz klar die Analystenschätzungen. Geholfen hat ihnen hierbei, dass sie angesichts der Erholung von der Krise sowie aufgrund der verbesserten Konjunkturaussichten einen guten Teil der pandemiebedingten Rückstellungen auflösen konnten. Und all das wiederum darf als gutes Omen angesehen werden, dass man sich eine ähnliche Entwicklung auch bei anderen Branchen/Sektoren erwarten bzw. erhoffen kann. Die letzten Tage haben diese Hoffnung mehrheitlich bestätigt. Damit dürfen dann auch die vom Konsens der Aktienanalysten für die vollen Kalenderjahre geschätzten sehr robusten Gewinnwachstumsraten für den S&P 500 (2021e: +39 %, 2022f: +11 %) und den Euro STOXX 50 (2021e: +40 %, 2022f: +12 %) als realistisch angesehen werden. Auch in den kommenden Wochen wird die US-Berichtssaison im Zentrum des Interesses stehen und selbst in Europa gibt es bereits erste große Unternehmensnamen, die (großteils sehr zufriedenstellende!) Zahlen veröffentlicht haben. Somit dürften die Aktienmärkte zumindest von dieser Seite her kurzfristig gut unterstützt sein. Allerdings schien der Markt zuletzt schon etwas überkauft zu sein, weshalb sich über die Sommermonate durchaus Konsolidierungsrisiken ergeben. Zudem geht der konjunkturellen Erholungsdynamik etwas die Luft aus und die Taperingsdebatte dürfte mit fortschreitender Erholung des Arbeitsmarktes ein Belastungsfaktor werden. Auf Frist von zwölf Monaten bleiben wir aber weiterhin positiv gestimmt, weshalb Schwächephasen zur Neupositionierung genutzt werden können."



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Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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