04.07.2021, 3362 Zeichen
Aus dem Wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research: "Die Aktienmarktperformance im ersten Halbjahr fiel sehr stark aus. So notiert der breite US-Aktienmarkt gemessen am S&P 500 per Ende Juni auf Total Return-Basis 15,2 % im Plus, weit gefasste europäische Indizes wie der STOXX Europe 600 konnten sogar noch etwas größere Kurszuwächse (+16,2 %) seit Jahresanfang verzeichnen.
In Summe wogen hierbei die ausgezeichneten Fundamentaldaten (weiterhin robuste Erholung bei den Wirtschaftsindikatoren und bei den Unternehmensgewinnen) in Kombination mit der unterstützenden Geldpolitik stärker als zwischenzeitliche Inflations- und Zinssorgen. Festzustellen war aber doch eine gewisse Abflachung des Aufwärtstrends in Q2.
In den Fokus rückten zuletzt auch wieder die von den G7-Staaten angestoßenen globalen Unternehmenssteuerreformpläne. Hier wird die Einführung einer Mindestkörperschaftssteuer von 15 %, die Umstellung vom Orts- auf das Umsatzprinzip und die stärkere Besteuerung von großen (Digital-)Unternehmen beabsichtigt. Durch die jüngste Zustimmung von 130 OECD-Staaten ist auch eine Grundsatzbeschlusserfassung des G20-Gremiums in Venedig wahrscheinlich geworden, wobei ein finaler Vorschlag wohl erst im Oktober auf dem Tisch liegt.
Ab Mitte Juli läuft dann die Berichtssaison zum Q2 voll an. Hier ist wohl das stärkste Gewinnwachstum im Zyklus zu erwarten, da im letzten Jahr die Monate April und Mai noch voll durch die ersten harten Lockdowns verhagelt waren. Insofern kann es nach dieser Berichtssaison im Hinblick auf die Höhe der Gewinnwachstumsraten kaum mehr besser werden. Auch unser Chart der Woche, der die geschätzten Gewinne für die nächsten zwölf Monate mit jenen der letzten zwölf Monate für den Datastream Weltaktienindex vergleicht, deutet auf dieses Szenario hin und daher könnte das Motto kurzfristig „sell on good news“ heißen.
Kurzfristig dominieren aus unserer Sicht somit die Konsolidierungsrisiken. Hierfür spricht zudem die deutliche Überkauftheit des Marktes und der Umstand, dass ebenso im Hinblick auf die Vorlaufindikatoren das beste fürs Erste auf dem Tisch sein sollte. Zudem dürfte sich unserer Meinung nach eine Intensivierung der Tapering-Debatte in den Sommermonaten als Belastungsfaktor etablieren. Eine Schwächephase würden wir dann aber wieder als Einstiegsgelegenheit erachten, da die robuste wirtschaftliche Erholung, die im Grunde weiterhin ultraexpansive Geldpolitik und die (moderateren, aber) grundsoliden Gewinnaussichten der Unternehmen die Aktienmarkt-Hausse in den nächsten zwölf Monaten weiter antreiben sollten. Das mittlerweile ambitionierte Bewertungsbild spricht aber dafür, dass die Kurszuwächse in Summe recht moderat ausfallen sollten.
Im Hinblick auf die Sektoren/Investmentstile erwarten wir weiterhin eine Outperformance von „Old Economy“ bzw. „Value“ gegenüber „Growth“ bzw. „Momentum“, da erstere mit günstigeren Bewertungen punkten und eine Verbreiterung des Aufschwungs hier eine stärkere Erholung der Gewinne begünstigt. Dementsprechend sehen wir beim technologie-/internetlastigen NASDAQ-100 nur das geringste Aufwärtspotenzial.
Dieses Szenario sollte auch den europäischen Indizes und dem heimischen ATX in die Karten spielen, welche eine merklich höhere Gewichtung an „Value“-Sektoren aufweisen. Wir erwarten dementsprechend für die europäischen Indizes auf Jahressicht ein etwas höheres Kurspotenzial."
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