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Fazits zu Immofinanz, Andritz, Zumtobel, AT&S, UBM, S Immo

Magazine aktuell


#gabb aktuell



05.06.2021, 4526 Zeichen

Die Analysten der Erste Group haben in ihrer Wochenpublikation "Equity Weekly" wieder die Unternehmens-News heimischer Börsenotierten kommentiert. Hier einige Fazits:

Erste Group-Analysten zu Immofinanz: "Die Immofinanz kam mit ihrem Fokus auf Büro (nahe 2/3 Portfoli- oanteil) und Retail (1/3 Portfolioanteil, davon vor allem Fachmarktzentren) solide durch das 1. Quartal. Das Hauptaugenmerk der Investoren liegt derzeit aber klar auf dem Übernahmeprozess der S Immo. Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass das Übernahmeangebot zu EUR 22,25/Aktie relativ spät kommt und Wertschöpfung erschwert. Im Fall eines Scheiterns, sehen wir die Immofinanz mit liquiden Mitteln von EUR 1 Mrd. jedoch bestens positioniert auch ohne Übernahme kräftiges Portfolio- und FFO- Wachstum umzusetzen. Daher bleibt die Aktie mit Buchwertabschlag von über 25% weiter zu billig."

Ad Andritz meinen die Analysten: "Positive Nachfragetrends in allen Divisionen sorgen für Rückenwind. Pulp & Paper sieht solide Nachfrage und aufgestauten Servicierungs- bedarf, Metals profitiert vom Automobilsektor und steigenden Rohmaterialpreisen, der Hydro-Bereich wiederum wird von steigenden Energiepreisen und Nachfrage nach erneuerbaren Energien angetrieben. Auch das Segment Separation erreichte zuletzt seine Ziele, was nun Tür und Tor für Übernahmechancen öffnet. Wir erwarten, dass Andritz sein mittelfristiges Ziel einer EBITA-Marge von 8% schon ein Jahr früher – 2022 – erreichen wird. In einer Sum-of-the-parts Bewertung weisen die Geschäftsbereiche neben Pulp & Paper hohe Abschläge auf. Bewertungsmäßig machen diese Bereiche nur rund 20% der Marktkapitalisierung aus, tragen aber 40% zum EBITDA bei."

Der Kommentar zu Zumtobel: "Die vorläufigen Zahlen 20/21 überraschten eindeutig positiv und weisen auf eine noch stärkere Erholung im 4. Quartal (Februar-April) hin, welches letztes Jahr bereits deutliche Corona-Bremsspuren zeigte. Im 4. Quartal 202/21 erholten sich die Umsätze um rund 10%, gleichzeitig stieg die bereinigte EBIT-Marge auf etwa 6,2%. Die starken vorläufigen Zahlen zeigen unserer Meinung nach, dass die Restrukturierung bei Zumtobel über die letzten Quartale gegriffen hat. Somit könnte das aktuell ausgesetzte mittelfristige Ziel einer EBIT-Marge von 6% sich zwar verzögern, aber nicht außerhalb Reichweite sein. Ein offener Punkt ist aber definitiv noch eine klare Mittelfriststrategie sowie eine bessere Visibilität auf die Volumina."

Zu AT&S sagen die Analysten: "Mit dem neuen Werk ist AT&S der erste führende IC-Hersteller, der eine Großinvestition in den Kapazitätsausbau ankündigt, um die große Angebotslücke bei IC-Substraten für die Chip-Produktion zu schließen. Die damit verbundenen Bedenken einer Kapitalerhöhung wurden zerstreut, da AT&S mit zwei Abnehmern Finanzierungsmodelle ausarbeiten wird. Die neue Guidance deutet auf ein EBITDA von rund EUR 1 Mrd. in fünf Jahren hin, was einer Vervierfachung gegenüber dem gerade publizierten EBITDA-Wert von knapp EUR 250 Mio. für 2020/21 entspricht. Die aktuelle Marktkapitalisierung von AT&S beläuft ich auf rund EUR 1,4 Mrd., sodass wir weiteres Kurspotential für die Aktie sehen."

Zu UBM meinen die Experten: "Wir fühlen uns nach den starken Q1-Zahlen mit unseren Annahmen weiter wohl und haben daher keine Änderungen unserer Schätzungen vorgenommen. Die Erhöhung des Kursziels ergibt sich aus geringeren Diskontierungsraten, die die bessere Visibilität reflektieren. Seit unserem letzten Update hat der Kurs der UBM-Aktie rund 30% zulegt, sodass das Kurspotential derzeit nicht mehr für eine Kauf-Empfehlung reicht. Wir bleiben grundsätzlich aber weiter bei unserer positiven Einschätzung, welche durch die günstige Bewertung der Aktie mit Buchwertabschlägen von 40%, KGVs von unter 7x ab 2022 sowie ansprechenden Dividendenrenditen von 4,5- 5,0% gestützt wird."

Hinsichtlich S Immo meinen die Erste Group-Analysten: "Nachdem auch der Kurs der S Immo am Donnerstag auf EUR 22,25 gestiegen ist, scheint auch der Markt davon auszugehen, dass das Angebot von EUR 22,25 als unzureichend anzusehen ist. Die Immofinanz wird sich wohl weiter strecken müssen, um die S Immo zu übernehmen. Und das ist bei einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung des EPRA NAV pro Aktie in Höhe von mehr als 12% seit 2011 (bei gleichzeitig attraktiver Dividendenpolitik) aus Sicht des Anlegers mehr als gerechtfertigt. Ob es dann für die Immofinanz sinnvoll ist, eine Übernahme anzustreben, ist wiederum eine andere Frage. Mit der Aggregate gibt es aber zumindest einen zweiten Interessenten."

 


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1. Wiener Börse - Rising equity turnover @ Vienna Stock Exchange: In April, trading volumes at the Vienna Stock Exchange grew by almost 30% year-on-year (April 2016: EUR 4.05 billion; April 2017: EUR 5.26 billion). Elections in France pushed the trading volume especially on Monday, April 24, showing a daily equity turnover of EUR 435 million. Year-to-date, the Vienna Stock Exchange recorded a 10.8% increase in trading volumes (Jan-Apr 2016: EUR 19.76 billion; Jan-Apr 2017: EUR 21.88 billion).   >> Öffnen auf photaq.com

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Autor
Christine Petzwinkler
Börse Social Network/Magazine


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    Der Kommentar zu Zumtobel: "Die vorläufigen Zahlen 20/21 überraschten eindeutig positiv und weisen auf eine noch stärkere Erholung im 4. Quartal (Februar-April) hin, welches letztes Jahr bereits deutliche Corona-Bremsspuren zeigte. Im 4. Quartal 202/21 erholten sich die Umsätze um rund 10%, gleichzeitig stieg die bereinigte EBIT-Marge auf etwa 6,2%. Die starken vorläufigen Zahlen zeigen unserer Meinung nach, dass die Restrukturierung bei Zumtobel über die letzten Quartale gegriffen hat. Somit könnte das aktuell ausgesetzte mittelfristige Ziel einer EBIT-Marge von 6% sich zwar verzögern, aber nicht außerhalb Reichweite sein. Ein offener Punkt ist aber definitiv noch eine klare Mittelfriststrategie sowie eine bessere Visibilität auf die Volumina."

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