09.04.2021, 1828 Zeichen
Evotec SE führt das am weitesten fortgeschrittene Asset aus dem Joint Venture mit Exscientia in die klinische Entwicklung über. Der A2a-Rezeptor-Antagonist, der für erwachsene Patienten mit fortgeschrittenen soliden Tumoren entwickelt wird, ging aus der gemeinsamen Forschung und Entwicklung von Exscientia und Evotec hervor. Dabei wurde unter anderem Centaur Chemist von Exscientia eingesetzt, eine evolutionäre 3-D AI-Designplattform der nächsten Generation. Durch seine hohe Selektivität für den Zielrezeptor hat der Wirkstoffkandidat das Potenzial für best-in-class-Eigenschaften. Er vereint die potenziellen Vorteile geringerer systemischer Nebenwirkungen mit einer minimalen Exposition des Gehirns, um mögliche unerwünschte, zentral vermittelte Nebenwirkungen zu vermeiden.
Tumorzellen produzieren eine hohe Konzentration von Adenosin, welches ihnen hilft, der Entdeckung durch das Immunsystem zu entgehen. Adenosin bindet an den A2a-Rezeptor der T-Zellen und verringert so deren Fähigkeit den Krebs zu bekämpfen. Der hochselektive A2a-Rezeptor-Antagonist wird daher auf seine Fähigkeit untersucht, die Bindung von Adenosin an den T-Zell-Rezeptor zu verhindern und damit potenziell die Anti-Tumor-Aktivität der T-Zellen zu fördern.
Andrew Hopkins, CEO und Gründer von Exscientia, kommentierte: „Wir haben uns für das Projekt ambitionierte therapeutische Ziele gesetzt, insbesondere um über hohe Selektivität des A2a-Rezeptors und das zentrale Nervensystem (ZNS) schonende Eigenschaften eine Reduzierung der Wahrscheinlichkeit möglicher Nebenwirkungen zu erreichen. Selbst angesichts dieser anspruchsvollen Ziele konnten wir unseren Wirkstoffkandidaten innerhalb von 8 Monaten nach Projektbeginn entdecken.“
Exscientia wird die weitere klinische Entwicklung der Substanz leiten, während Evotec ihre Rechte als Co-Owner behält.
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