21.12.2020, 2558 Zeichen
Der heimische Markt konnte sich nicht gegen den europaweiten Trend stemmen und musste den Handel nach vier Gewinntagen in Folge mit einem Minus von 0,4% beenden, für den ATX verblieb auf Wochensicht gesehen aber immer noch ein guter Zuwachs von 3,1%. In den Fokus der Aufmerksamkeit rückte der Ziegelhersteller Wienerberger, der für 250 Millionen Dollar den Fassadenspezialisten Meridian Brick in den USA kauft und damit den Umsatz in Nordamerika auf über 800 Millionen Dollar verdoppeln will, die Anleger sahen diese Transaktion positiv und brachten den Titel 3,7% nach oben. Spitzenreiter des Tages war aber AT&S, nachdem die Erste Group das Kursziel für den Leiterplattenhersteller von 24,2 Euro auf 33,0 Euro angehoben hatte und gleichzeitig die Kaufempfehlung bestätigt hatte, konnte die Aktie zum Wochenausklang 4,6% nach oben springen. Für UBM Development erhöhte die Erste Group das Kursziel von 40,0 Euro auf 43,0 Euro und bekräftigte die Einstufung als „Buy“, der Immobilienentwickler konnte 0,6% fester schliessen. Der Mautspezialist Kapsch TrafficCom hat seine Beteiligung von 15,4 Prozent am norwegischen Unternehmen Q-Free ASA verkauft, das brachte einen Tagesgewinn von 2,4%. Auch aus der Baubranche gab es Neuigkeiten, eine Arbeitsgemeinschaft von Strabag und Porr hat von den Wiener Linien den Zuschlag für die erste Baustufe des U-Bahn-Ausbaus erhalten, der Auftragswert beträgt fast eine halbe Milliarde Euro, Porr ging 0,2% leichter aus dem Handel, Strabag hingegen konnte sich um 1,5% verbessern. Die Erste Group wird laut Medienspekulationen die schon von der Hauptversammlung abgesegnete Dividende für 2019 wohl verschieben, als Grund dafür wurde die vor einigen Tagen ergangene Empfehlung der EZB genannt, die Aktie rutschte um 1,4% nach unten. Auch die beiden anderen großen Banken mussten abgeben, die Bawag schloss 0,5% schwächer, bei der Raiffeisen kam es zu einem Rückgang von 2,0%. Weiter stark im Aufwind befindet sich Schoeller-Bleckmann, der Ölfeldausrüster erzielte einen weiteren Tagesgewinn von 2,4%, wodurch der Titel seit Mitte der Vorwoche einen Zuwachs von knapp 12,0% schaffte. Gesucht waren auch Mayr-Melnhof, für den Kartonhersteller ging es 2,4% nach oben, und Semperit, der Gummikonzern schaffte eine Verbesserung von 2,3%. Die Liste der Verlierer wurde von Rosenbauer angeführt, für den Feuerwehrausrüster brachte der Handel einen Rückgang von 4,0%, auch der Flughafen Wien wurde wieder einmal verkauft und endete 3,4% schwächer. Letzte Meldung: Do&Co wird Delta-Hub-Caterer in Detroit für die nächsten 10 Jahre.
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