25.08.2020, 3398 Zeichen
Die CA Immo hat ihre Halbjahres-Zahlen präsentiert. "Zwar reflektiert das negative Neubewertungsergebnis den aktuellen wirtschaftlichen Ausnahmezustand, dessen Auswirkungen auf das Konzernergebnis konnten aber durch sonstige positive Ergebnisbeiträge deutlich abgemildert werden", betont die börsenotierte Immobilien-Gesellschaft. So lag das Neubewertungsergebnis mit -27,0 Mio. Euro zum Stichtag deutlich unter dem Vorjahreswert (2019: 114,8 Mio. Euro). Negative Wertanpassungen hätten sich in erster Linie auf unmittelbar von den Folgen der Pandemie betroffene Immobilien mit den Hauptnutzungsarten Hotel und Einzelhandel sowie auf Bestandsgebäude in CEE konzentriert, erklärt die CA Immo. Diese negativen Wertanpassungen seien jedoch durch eine Erhöhung der Marktwerte in Deutschland abgemildert worden. Das Ergebnis aus der Geschäftstätigkeit (EBIT) lag mit 60,7 Mio. Euro -69,0% unter dem Vorjahresergebnis (2019: 195,8 Mio. Euro), im Wesentlichen bedingt durch das schwächere Neubewertungsergebnis. Das Periodenergebnis lag mit 44,7 Mio. Euro unter dem Vorjahreswert (2019: 103,3 Mio. Euro).
CEO Andreas Quint: „Trotz eines durch die Covid-19-Pandemie geringfügig abgeschwächten Mietwachstums können wir ein weiteres Quartal in Folge ein stabiles und deutlich positives Ergebnis vorlegen. Dank unseres hochwertigen innerstädtischen Büroportfolios, der sehr guten Mieterstruktur und unserer ungebrochen starken Wertschöpfung aus dem deutschen Entwicklungsgeschäft blicken wir sehr optimistisch auf das 2. Halbjahr 2020. Unsere starke Bilanz und komfortable Ausstattung an liquiden Mitteln ermöglichen uns darüber hinaus, weiter zu wachsen – sowohl was die Fortsetzung unserer Projektentwicklungen als auch potenzielle Bestandsakquisitionen betrifft.“
In den ersten sechs Monaten des Jahres 2020 wurde ein FFO I in Höhe von 68,2 Mio. Euro generiert, der 5,7 Prozent über dem Vorjahreswert von 64,5 Mio. Euro liegt. Die CA Immo verbuchte in den ersten sechs Monaten 2020 einen Zuwachs der Mieterlöse um 6,0 Prozent auf 118,1 Mio. Euro (2019: 111,4 Mio. Euro). Die Covid-19-Pandemie habe das Nettomietergebnis im 1. Halbjahr 2020 - in Form von Mietreduktionen und unter Berücksichtigung von Anreizvereinbarungen (mietfreie Zeiten) - mit insgesamt -2,6 Mio. Euro belastet.
Der EPRA NAV (unverwässert) je Aktie lag zum Stichtag bei 38,84 Euro (31.12.2019: 38,37 Euro). Das Loan-to-Value-Verhältnis auf Basis der Bilanzwerte betrug zum 30.6.2020 32,5% (netto, unter Berücksichtigung der liquiden Mittel des Konzerns) gegenüber 31,9 Prozent zu Jahresbeginn.
Im Ausblick heißt es: Als Betreiber von Class-A-Büroflächen in gut angebundenen innerstädtischen Lagen erwartet CA Immo weiterhin nur geringfügige bzw. kurzfristige Einbußen durch die Pandemie. Nichtsdestotrotz können die vollen Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das operative Geschäft noch nicht abschließend bewertet werden. Die Jahreszielsetzung für das nachhaltige Ergebnis (FFO I) liegt bei >126 Mio. Euro (Jahreszielsetzung 2019: >125 Mio. Euro). Der im März gefasste Beschlussvorschlag, für das Geschäftsjahr 2019 eine Dividende von 1,00 Eur je dividendenberechtigter Aktie auszuschütten, sei nach wie vor gültig. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies eine Anhebung um rund 11%. Der Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns 2020 und eine Dividendenauszahlung wird im Zuge der ordentlichen Hauptversammlung am 25. August 2020 gefällt.
Börsepeople im Podcast S24/09: Bernadette Händlhuber
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