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Virtuelle AMAG-HV 21.7.20: Angenehmer ARV Herbert Ortner, 11 Covid-Infektionen (Günter Luntsch)

Virtuelle AMAG-HV 21.7.20. Zur Abwechslung durfte ich einmal einer wirklich angenehmen HV beiwohnen, obwohl virtuell: Ein ARV, der auch komplizierte Sätze klar und deutlich und in gutem Redefluss aussprechen kann. Der auch für einen Vorstand lobende Worte findet, der abgelöst wurde. Ein Vorstand, der auch über die Projektgegner kein schlechtes Wort verliert. Ein ARV und Vorstand, der alle Fragen höflich beantwortet. Ein ARV, der nachfragt, ob eh alle NEIN-Stimmen und Enthaltungen abgegeben werden konnten. Zwischendurch ein paar auflockernde Sätze des ARV. Harmonie pur, fast zu schön, um wahr zu sein. Aber den Aktionären gefiel es wohl, es gab nur wenige Gegenstimmen bei einigen Tagesordnungspunkten.

Gleich zu Beginn der HV um 11 Uhr wies ARV Herbert Ortner (Anm: wir kennen ihn von Palfinger) darauf hin, dass akademische Titel während der HV grundsätzlich nicht angeführt würden. Verständlich, der Technikvorstand z.B. hat ja so viele Titel, dass man sich verhaspeln könnte. 137 Aktionäre hätten 28,940.447 Aktien fristgerecht zur HV angemeldet, das seien 82,08% des Grundkapitals. Die Gesellschaft halte aktuell keine eigenen Aktien. Die virtuelle HV finde am Sitz der Gesellschaft in Ranshofen statt, anwesend seien Vorstandsvorsitzender Gerald Mayer, Technikvorstand Helmut Kaufmann, die vier besonderen Stimmrechtsvertreter, Notar Arno Weigand, jemand von der Kanzlei Freshfields als aktienrechtlicher Vertreter der AG und jemand vom Wirtschaftsprüfer Ernst&Young. Ortner sprach rasch und verständlich und brachte somit die Formalien in 15 Minuten hinter sich. Er sprach dann sehr ausführlich über die Tätigkeiten des Aufsichtsrats in der vergangenen Periode, dieser habe sich unter anderem mit F&E, Digitalisierung, organischer Struktur und der Auswahl von Victor Breguncci als Vertriebsvorstand auseinandersetzen müssen. Den ursprünglichen Dividendenvorschlag von 1,20 Euro habe man auf 0,50 Euro anpassen müssen.

Um 11:23 Uhr begann Gerald Mayer mit der Präsentation des abgelaufenen Geschäftsjahres. Er sprach von Privatisierung 1996 und Börsegang 2011, vom umfangreichen Ausbau des Werks in Ranshofen seither, von Investitionen in Höhe von 1 Mrd Euro, von der Beteiligung an der Elektrolyse in Kanada, von Recycling und Nachhaltigkeit: "Wir konzentrieren uns speziell in Ranshofen auf Spezialprodukte." Man sei vergleichsweise gering von einzelnen Kunden abhängig. Unseren Rohstoff bekämen wir fast nur aus Europa, und in den letzten Wochen habe man gesehen, wie gut das sei. Wir würden auf Produktinnovationen setzen, und vor allem auf Nachhaltigkeit und Ausbau des Recyclings. In Kanada würden wir Primäraluminium mit Wasserkraft erzeugen. Wir würden weiterhin auf breites Produktportfolio und Spezialitäten setzen. Wir seien ein systemrelevantes Unternehmen. Im 1. HJ habe man 13% an die Luftfahrt geliefert, auf die Luftfahrt setze man weiterhin, daneben auf Sportprodukte usw. Durch die Wasserkraft emittiere man nur 1/6 der branchenüblichen CO2-Menge, man sei sehr umweltfreundlich. Man habe 75% bis 80% Schrottanteil. Hier betrage der Energieeinsatz nur 5% des Energieeinsatzes für Primäraluminium. Anm: Das haben wir vor 35 Jahren schon in der Schule gelernt, dass die Erzeugung von Aluminium aus Gestein wahnsinnig viel Energie benötigt, damals hieß es, Ranshofen würde ein Drittel des österreichischen Stroms brauchen, und wenn wir nicht schnell ein Atomkraftwerk einschalten, bricht unser Stromnetz zusammen. Umso ärgerlicher ist es, dass im Jahr 2020 immer noch 20% bis 25% des Aluminiums unter enormem Einsatz von Energie aus Gestein gewonnen werden muss, und gleichzeitig sieht man am Straßenrand unzählige Dosen aus teurem Aluminium achtlos weggeworfen, weil der Konsument den Wert von Aluminium nicht erkennt. Er wird ihn erst erkennen, wenn es ein Pfand auf Verpackungen gibt. Dann können wir uns vielleicht bei der AMAG auf 99% Aluminium aus Schrott freuen, denn Aluminium ist perfekt für den Kreislauf geeignet, bei Aluminium ermüdet nichts. Soeben wieder in der Nespressokapselwerbung gelesen.

Wir erfuhren, dass der Aluminiumpreis von 2.100 auf 1.800 US-Dollar pro Tonne gefallen sei. Die Afa sei wegen der Investitionen leicht gestiegen. Man habe zwei Steuergruppen zusammengeführt und daher um 2 Mio Euro weniger Steuerbelastung. Wir hörten von 140 Mio Cash Flow, einer EK-Quote von 40% nach Investitionen, 290 Mio Nettofinanzverschuldung, einem auf 47% zurückgegangenen Verschuldungsgrad und 270 Mio Euro an Zahlungsmitteln (Anm: hoffentlich auf viele seriöse Banken verteilt; fast verwunderlich, dass dazu keine einzige Aktionärsfrage kam, angesichts dessen, dass ein anderes börsenotiertes Unternehmen gerade um 31 Mio bangen muss, aufgrund einer Bankpleite). Es sei ein gutes Jahr gewesen, mit 50 Cents wolle man ca. die Hälfte des erzielten Ergebnisses ausschütten, auch der überarbeitete Dividendenvorschlag führe noch zu einer Dividendenrendite von 1,6%. 52,7% der AG sind im Besitz der B&C Industrieholding GmbH, 16,5% gehören der RLB OÖ, 8,2% der Treibacher Industrieholding GmbH (Anm: Ich war einmal Treibacher-Aktionär und wurde enteignet, weil es dem Unternehmen angeblich so schlecht gegangen sei), 4,1% der Esola Beteiligungsverwaltungs GmbH, der Streubesitz beträgt lediglich 7%. Sehr wenig, umso unverständlicher finde ich den vorgelegten Beschluss zur Berechtigung zum Aktienrückkauf.

Man habe 11 Covid-Infektionen gehabt, seit Anfang April keine neuen Infektionen mehr. Man habe gleichzeitig 100 Mitarbeiter in Quarantäne gehabt, die mit Infizierten in Kontakt gewesen seien. Aktuell schwanke die Quarantäne zwischen 0 und 5 Fällen gleichzeitig. Wir seien hier besonders vorsichtig, wir seien systemrelevant für die Verpackungsindustrie. Die Strukturkosten hätten wir entsprechend der Auslastung senken können. Der Auftragsbestand helfe uns, den Nachfragerückgang abzufangen. Rückgänge gebe es bei Automobil und Luftfahrt. In der Verpackungsindustrie erwarten wir eine stabile Nachfrage. Mayer versuchte, den angestrebten Bezugsrechtsausschluss mit der manchmal nötigen Flexibilität zu erklären, dieser sei "international üblich" und "gute Gepflogenheit", also "kein AMAG-Spezifikum". Eigene Aktien könne man als Transaktionswährung verwenden und dadurch sogar günstigere Konditionen bekommen. Es klang gut, was Mayer sagte, aber meine Erfahrung ist, dass Verkäufer lieber Cash als eine Winzigbeteiligung haben wollen, und oft genug wurde man (bei anderen AGs) enttäuscht, wenn man sah, was sie mit diesem Freibrief gemacht haben. Aber wollen wir hoffen, dass es bei der AMAG nicht so ist.

Um 11:47 Uhr las der ARV die Tagesordnungspunkte vor. Vorstand und Aufsichtsrat hätten keine Aktien angemeldet, würden ansonsten mit einem Stimmverbot bei ihren Entlastungen belegt. Die AR-Vergütungen wurden verlesen: ARV 75.000, ARV-Stv 50.000, jedes weitere Mitglied 30.000, dazu für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses 40.000, für den Stellvertreter 20.000, für jedes weitere Mitglied 15.000, für den Vorsitzenden des Nominierungs- und Vergütungsausschusses 15.000, für den Stellvertreter 10.000, für jedes weitere Mitglied 5.000, dazu ein Anwesenheitsgeld von 2.000 Euro pro Sitzung, bei elektronischen Sitzungen nur die Hälfte davon, also da kommt schon was zusammen, aber das ist im B&C-Umfeld so üblich. Sabine Seidler und Patrick Brügger würden aus dem AR ausscheiden, standen daher zur Wiederwahl. Als kleines Manko empfand ich hier, für neu hinzugekommene Aktionäre, dass es nicht einmal eine Kurzvorstellung gab, also z.B. aus welcher Branche/Firma/Ausbildung die beiden kommen, zwei Sätze hätten gereicht, ich gebe aber zu, dass das wohl auch nichts am Wahlausgang geändert hätte, die meisten Aktionäre hatten ihre Stimmrechtsweisungen wohl schon vor der HV eingesandt. Das ist das Manko von virtuellen HVs grundsätzlich. Wir erfuhren, dass das Unternehmen von der Geschlechterquote im Aufsichtsrat ausgenommen sei, da weniger als 20% Frauen im Unternehmen beschäftigt seien. Nicht wegen der Quote nominiert zu werden, das kommt wohl einem großen Plus gleich, ich gratuliere herzlich. Nach Vorlesen eines langen Satzes, die Quote betreffend, schmunzelte Ortner: "Dem Verfasser dieses Satzes gebührt der Nobelpreis." Der ARV hat die ganzen Texte selbst vorgelesen, insbesondere für die langen und komplizierten Beschlusspunkte zum Schluss gebührt ihm Respekt. Das war viel Arbeit, kostete viel Energie, und er hat es gut gemacht. Notar Brix (nicht anwesend) kann solche Tagesordnungspunkte wohl im Schlaf aufsagen, aber für einen ARV ist das nicht unbedingt Tagesgeschäft, da haben sich schon mehrere verhaspelt.

Um 12:12 Uhr eröffnete Ortner die "Aussprache über alle Tagesordnungspunkte". 19 Aktionäre seien durch die vier besonderen Stimmrechtsvertreter vertreten. Anm: Angemeldet waren 137 Aktionäre. Von diesen haben es also 118 nicht bis zur Teilnahme geschafft, diese virtuellen HVs sollten daher dringend hinterfragt werden, das ist überhaupt nicht gut, wenn nur eine Handvoll Aktionäre es zur Teilnahme schafft. Stimmberechtigt seien 28,885.913 Aktien. Tröstlich, die Großaktionäre haben es auf die HV geschafft, die 118 vermissten Aktionäre haben lediglich 54.534 Aktien. Anwesend seien somit 81,91% des Grundkapitals. Die ersten Fragen waren von Michael Knap. Er vermisste bei der AMAG eine nachvollziehbare Dividendenpolitik wie bei Palfinger und Andritz. die ein Drittel des Bilanzgewinns bzw. 50-60% des Jahresgewinns ausschütten würden. Mayer erklärte, es seien keine "erratischen Ausschläge" bei der Dividende, man habe eine Dividendenstrategie, die nicht niedergeschrieben sei, und zwar wolle man 50% des Gewinns ausschütten, mindestens aber 1,20 Euro. Dieses Jahr halt wegen Covid nicht die Mindestdividende, aber es seien rund 50%. Es sei auch nicht aufgrund von Wünschen von B&C, denn: "Der Druck des Mehrheitsaktionärs hält sich in Grenzen!" Anm: Umschreibung für "Es gibt keinen Druck."

Die 10,2 Mio Verlustvortrag in Kanada könne man aktuell nicht verwerten, die Verwertung sei abhängig von einer Eigenkapitaltransaktion, der Veräußerung eines Teils unserer kanadischen Beteiligung, und man wolle nicht verkaufen. Dass die kanadische Beteiligung in US-Dollar bilanziere, sei richtig, das funktioniere international wie im Ölgeschäft, man müsse in US-Dollar und nicht in Can-Dollar bilanzieren. Aus unserer Sicht sei es besser, Patentanmeldungen eher zu unterlassen, man müsse vieles offen legen, und es sei besser, wenn nur man selbst wisse, wie man es mache. Die 25,1%ige Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen habe man zusammen mit einem langjährigen Logistikpartner der AMAG. Helmut Kaufmann beantwortete die Frage, was coilDNA mache: Es gebe Zigtausende Bleche, und wenn ein Industriekunde wissen wolle, von welchem Lieferanten zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Normen das Produkt gefertigt wurde, dann könne man das an einem aufgedruckten Zifferncode erkennen. Das könne man überall auf der Welt zuordnen, das könne man auch bei Stahl oder Kupfer so machen. Das wolle man international vermarkten. CoilDNA sei ein Startup-Unternehmen mit zwei Geschäftsführern und zwei Software-Entwicklern, also in Summe mit vier Personen, Sitz und Büro sei in Linz. Man halte das bewusst neutral, ohne den Namen AMAG, man wolle es auch Konkurrenten anbieten, aktuell nutze man es nur für die eigenen Produkte. Es habe bisher noch keinen Umsatz gegeben.

Mayer erörterte, warum europäische Vertriebspartner weggefallen seien, man erledige das jetzt selbst, von Österreich aus. In Japan habe man einen klassischen Vertriebspartner und die Kooperation mit dem Handelshaus Marubeni. Mayer erklärte, er sei zum CEO aufgestiegen und habe jetzt höhere Bezüge. Bezüglich Beratungskosten wurde gesagt, man habe ein größeres Strategieprojekt gehabt, mit Due Diligence, im Jahr zuvor sei nichts gewesen. Kaufmann sagte, wir seien das erste nichtjapanische Walzwerk, das für diesen Qualitätsstandard zertifiziert worden sei. Ortner nahm zur Selbstevaluierung des Aufsichtsrats Stellung, man habe das mit Fragebögen gemacht und sei ohne externe Beratung und somit ohne Kosten ausgekommen. Zur Verlängerung des Vertrags mit Helmut Wieser im Zuge seines Ausscheidens meinte Ortner, er sei Wieser sehr dankbar für seine Flexibilität, damit man in Ruhe einen neuen Vorstand suchen habe können, und dass er diesen auch eingeschult habe. Für Personalsuche seien Kosten von rund 20.000 Euro für HKP in Deutschland angefallen, dazu noch ein paar Tausend Euro Rechtsberatungskosten. Wenn Knap noch nachfragen wolle, könne er das per email tun. Anm: Knap saß ihm gegenüber, aber in seiner Funktion als Stimmrechtsvertreter.

Um 12:41 Uhr kam Berthold Berger zu Wort, seine Fragen und fleißigen Nachfragen wurden vorgelesen. In Beantwortung dieser erfuhren wir, dass von Magazin und Finanzbericht 800 Stück in Deutsch und 200 in Englisch gedruckt worden seien, zu Gesamtkosten von 10.000 Euro. Mit Agentur, Übersetzung, technischen Tools für die Produktion sei es eine Gesamtsumme von 80.000 bis 90.000 gewesen. Der Nachhaltigkeitsbericht sei Teil des Nichtfinanziellen Berichts und habe nichts extra gekostet. Die Geschäftsberichte würden aber viel mehr online genutzt, der Online-Geschäftsbericht sei wichtiger als die gedruckten Berichte. Lieferunterbrechungen habe es nicht gegeben, Tonerde lasse sich gut lagern, man habe Silos zur Verfügung, damit komme man zwei Monate aus. Tonerde habe sich bei 16-17% des Alupreises eingependelt. Was die Gießerei betreffe, so habe man keine Probleme und Verspätungen gehabt, weder bei Lieferung noch bei Auslieferung, man habe das sehr gut bewältigt. Kaufmann erklärte, man verkaufe keine "Kippstühle", diese mobilen Kippstühle stelle man potentiellen Kunden zur Verfügung, um Überzeugungsarbeit zu leisten.

Zu den Vertretungen: Knap vertrete 9 Aktionäre, die anderen würden 2, 6 und 2 Aktionäre vertreten. 158 Aktionäre seien eingeloggt. Rund 2.000 Euro pro Tonne koste Magnesium. Tatsächlich erzeuge China 85-90% des weltweiten Magnesiums. Erfolgreich gehackt sei man nicht worden, unsere Abwehr habe funktioniert. 8 Mio Euro betrage unser IT-Budget. Aktuell halte man 14 Patente, 2 seien im Geschäftsjahr angemeldet worden, 2 weitere seien eingereicht. Mayers Erklärung zur Kapazitätsauslastung war etwas kompliziert, grundsätzlich sei man auf 300.000 Tonnen ausgelegt und erzeuge 230.000, aber 70.000 wolle er nicht als Kapazitätsreserve bezeichnen. Man produziere etwas mehr als -25% unter Plan. Anm: kann jetzt heißen: mehr als die -25% oder mehr als die 75%. Zu den Problemen mit Anrainern bezüglich der Ausbaupläne hörten wir, dass wir grundsätzlich in einer guten Umwelt leben, und dass Gott sei Dank die Anrainer Rechte haben. Es gehe nur um die Walzbarrengießerei, aber die Nachbarn hätten sich formiert, ihre Sorgen seien ernst zu nehmen, wir wollen das korrekt abwickeln. Zur Mitarbeiterfluktuation hatte Mayer die genauen Zahlen nicht bei der Hand, sie sei aber sehr niedrig, in Kanada genauso wie in Österreich. Um 12:57 Uhr begannen die Abstimmungen, die Präsenz war unverändert. Am 24.7.2020 ist Ex-Div-Tag. Sowohl Dividende als auch Entlastungen von Vorstand und Aufsichtsrat brachten mit 100% das schönste vorstellbare Ergebnis ein. Ortner freute sich: "Von dieser Zahl werde ich heute träumen." Bei der AR-Vergütung gab es 6.001 Gegenstimmen, also 0,02%. Ernst&Young als Prüfer bekam wieder 100%, Sabine Seidler wurde auch mit 100% in den Aufsichtsrat gewählt, Patrick Brügger mt 210.996 Gegenstimmen (0,73%). Die Vergütungspolitik bekam 270.009 Gegenstimmen. Sogar die Kapitalthemen bekamen lediglich knapp mehr als 1% Gegenstimmen. Ortner hoffte bei seinem Schlusswort um 15:20 Uhr, dass die HV reibungslos und hoffentlich gut abgelaufen sei. Ja, es war gut.
Amag ( Akt. Indikation:  27,00 /27,30, 0,56%) Mehr? http://www.boerse-social.com/hv

(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 22.07.)

(22.07.2020)



 

Bildnachweis

1. AR-Vorsitzender Herbert Ortner, AMAG-HV 21.7.2020   >> Öffnen auf photaq.com

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    Virtuelle AMAG-HV 21.7.20. Zur Abwechslung durfte ich einmal einer wirklich angenehmen HV beiwohnen, obwohl virtuell: Ein ARV, der auch komplizierte Sätze klar und deutlich und in gutem Redefluss aussprechen kann. Der auch für einen Vorstand lobende Worte findet, der abgelöst wurde. Ein Vorstand, der auch über die Projektgegner kein schlechtes Wort verliert. Ein ARV und Vorstand, der alle Fragen höflich beantwortet. Ein ARV, der nachfragt, ob eh alle NEIN-Stimmen und Enthaltungen abgegeben werden konnten. Zwischendurch ein paar auflockernde Sätze des ARV. Harmonie pur, fast zu schön, um wahr zu sein. Aber den Aktionären gefiel es wohl, es gab nur wenige Gegenstimmen bei einigen Tagesordnungspunkten.

    Gleich zu Beginn der HV um 11 Uhr wies ARV Herbert Ortner (Anm: wir kennen ihn von Palfinger) darauf hin, dass akademische Titel während der HV grundsätzlich nicht angeführt würden. Verständlich, der Technikvorstand z.B. hat ja so viele Titel, dass man sich verhaspeln könnte. 137 Aktionäre hätten 28,940.447 Aktien fristgerecht zur HV angemeldet, das seien 82,08% des Grundkapitals. Die Gesellschaft halte aktuell keine eigenen Aktien. Die virtuelle HV finde am Sitz der Gesellschaft in Ranshofen statt, anwesend seien Vorstandsvorsitzender Gerald Mayer, Technikvorstand Helmut Kaufmann, die vier besonderen Stimmrechtsvertreter, Notar Arno Weigand, jemand von der Kanzlei Freshfields als aktienrechtlicher Vertreter der AG und jemand vom Wirtschaftsprüfer Ernst&Young. Ortner sprach rasch und verständlich und brachte somit die Formalien in 15 Minuten hinter sich. Er sprach dann sehr ausführlich über die Tätigkeiten des Aufsichtsrats in der vergangenen Periode, dieser habe sich unter anderem mit F&E, Digitalisierung, organischer Struktur und der Auswahl von Victor Breguncci als Vertriebsvorstand auseinandersetzen müssen. Den ursprünglichen Dividendenvorschlag von 1,20 Euro habe man auf 0,50 Euro anpassen müssen.

    Um 11:23 Uhr begann Gerald Mayer mit der Präsentation des abgelaufenen Geschäftsjahres. Er sprach von Privatisierung 1996 und Börsegang 2011, vom umfangreichen Ausbau des Werks in Ranshofen seither, von Investitionen in Höhe von 1 Mrd Euro, von der Beteiligung an der Elektrolyse in Kanada, von Recycling und Nachhaltigkeit: "Wir konzentrieren uns speziell in Ranshofen auf Spezialprodukte." Man sei vergleichsweise gering von einzelnen Kunden abhängig. Unseren Rohstoff bekämen wir fast nur aus Europa, und in den letzten Wochen habe man gesehen, wie gut das sei. Wir würden auf Produktinnovationen setzen, und vor allem auf Nachhaltigkeit und Ausbau des Recyclings. In Kanada würden wir Primäraluminium mit Wasserkraft erzeugen. Wir würden weiterhin auf breites Produktportfolio und Spezialitäten setzen. Wir seien ein systemrelevantes Unternehmen. Im 1. HJ habe man 13% an die Luftfahrt geliefert, auf die Luftfahrt setze man weiterhin, daneben auf Sportprodukte usw. Durch die Wasserkraft emittiere man nur 1/6 der branchenüblichen CO2-Menge, man sei sehr umweltfreundlich. Man habe 75% bis 80% Schrottanteil. Hier betrage der Energieeinsatz nur 5% des Energieeinsatzes für Primäraluminium. Anm: Das haben wir vor 35 Jahren schon in der Schule gelernt, dass die Erzeugung von Aluminium aus Gestein wahnsinnig viel Energie benötigt, damals hieß es, Ranshofen würde ein Drittel des österreichischen Stroms brauchen, und wenn wir nicht schnell ein Atomkraftwerk einschalten, bricht unser Stromnetz zusammen. Umso ärgerlicher ist es, dass im Jahr 2020 immer noch 20% bis 25% des Aluminiums unter enormem Einsatz von Energie aus Gestein gewonnen werden muss, und gleichzeitig sieht man am Straßenrand unzählige Dosen aus teurem Aluminium achtlos weggeworfen, weil der Konsument den Wert von Aluminium nicht erkennt. Er wird ihn erst erkennen, wenn es ein Pfand auf Verpackungen gibt. Dann können wir uns vielleicht bei der AMAG auf 99% Aluminium aus Schrott freuen, denn Aluminium ist perfekt für den Kreislauf geeignet, bei Aluminium ermüdet nichts. Soeben wieder in der Nespressokapselwerbung gelesen.

    Wir erfuhren, dass der Aluminiumpreis von 2.100 auf 1.800 US-Dollar pro Tonne gefallen sei. Die Afa sei wegen der Investitionen leicht gestiegen. Man habe zwei Steuergruppen zusammengeführt und daher um 2 Mio Euro weniger Steuerbelastung. Wir hörten von 140 Mio Cash Flow, einer EK-Quote von 40% nach Investitionen, 290 Mio Nettofinanzverschuldung, einem auf 47% zurückgegangenen Verschuldungsgrad und 270 Mio Euro an Zahlungsmitteln (Anm: hoffentlich auf viele seriöse Banken verteilt; fast verwunderlich, dass dazu keine einzige Aktionärsfrage kam, angesichts dessen, dass ein anderes börsenotiertes Unternehmen gerade um 31 Mio bangen muss, aufgrund einer Bankpleite). Es sei ein gutes Jahr gewesen, mit 50 Cents wolle man ca. die Hälfte des erzielten Ergebnisses ausschütten, auch der überarbeitete Dividendenvorschlag führe noch zu einer Dividendenrendite von 1,6%. 52,7% der AG sind im Besitz der B&C Industrieholding GmbH, 16,5% gehören der RLB OÖ, 8,2% der Treibacher Industrieholding GmbH (Anm: Ich war einmal Treibacher-Aktionär und wurde enteignet, weil es dem Unternehmen angeblich so schlecht gegangen sei), 4,1% der Esola Beteiligungsverwaltungs GmbH, der Streubesitz beträgt lediglich 7%. Sehr wenig, umso unverständlicher finde ich den vorgelegten Beschluss zur Berechtigung zum Aktienrückkauf.

    Man habe 11 Covid-Infektionen gehabt, seit Anfang April keine neuen Infektionen mehr. Man habe gleichzeitig 100 Mitarbeiter in Quarantäne gehabt, die mit Infizierten in Kontakt gewesen seien. Aktuell schwanke die Quarantäne zwischen 0 und 5 Fällen gleichzeitig. Wir seien hier besonders vorsichtig, wir seien systemrelevant für die Verpackungsindustrie. Die Strukturkosten hätten wir entsprechend der Auslastung senken können. Der Auftragsbestand helfe uns, den Nachfragerückgang abzufangen. Rückgänge gebe es bei Automobil und Luftfahrt. In der Verpackungsindustrie erwarten wir eine stabile Nachfrage. Mayer versuchte, den angestrebten Bezugsrechtsausschluss mit der manchmal nötigen Flexibilität zu erklären, dieser sei "international üblich" und "gute Gepflogenheit", also "kein AMAG-Spezifikum". Eigene Aktien könne man als Transaktionswährung verwenden und dadurch sogar günstigere Konditionen bekommen. Es klang gut, was Mayer sagte, aber meine Erfahrung ist, dass Verkäufer lieber Cash als eine Winzigbeteiligung haben wollen, und oft genug wurde man (bei anderen AGs) enttäuscht, wenn man sah, was sie mit diesem Freibrief gemacht haben. Aber wollen wir hoffen, dass es bei der AMAG nicht so ist.

    Um 11:47 Uhr las der ARV die Tagesordnungspunkte vor. Vorstand und Aufsichtsrat hätten keine Aktien angemeldet, würden ansonsten mit einem Stimmverbot bei ihren Entlastungen belegt. Die AR-Vergütungen wurden verlesen: ARV 75.000, ARV-Stv 50.000, jedes weitere Mitglied 30.000, dazu für den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses 40.000, für den Stellvertreter 20.000, für jedes weitere Mitglied 15.000, für den Vorsitzenden des Nominierungs- und Vergütungsausschusses 15.000, für den Stellvertreter 10.000, für jedes weitere Mitglied 5.000, dazu ein Anwesenheitsgeld von 2.000 Euro pro Sitzung, bei elektronischen Sitzungen nur die Hälfte davon, also da kommt schon was zusammen, aber das ist im B&C-Umfeld so üblich. Sabine Seidler und Patrick Brügger würden aus dem AR ausscheiden, standen daher zur Wiederwahl. Als kleines Manko empfand ich hier, für neu hinzugekommene Aktionäre, dass es nicht einmal eine Kurzvorstellung gab, also z.B. aus welcher Branche/Firma/Ausbildung die beiden kommen, zwei Sätze hätten gereicht, ich gebe aber zu, dass das wohl auch nichts am Wahlausgang geändert hätte, die meisten Aktionäre hatten ihre Stimmrechtsweisungen wohl schon vor der HV eingesandt. Das ist das Manko von virtuellen HVs grundsätzlich. Wir erfuhren, dass das Unternehmen von der Geschlechterquote im Aufsichtsrat ausgenommen sei, da weniger als 20% Frauen im Unternehmen beschäftigt seien. Nicht wegen der Quote nominiert zu werden, das kommt wohl einem großen Plus gleich, ich gratuliere herzlich. Nach Vorlesen eines langen Satzes, die Quote betreffend, schmunzelte Ortner: "Dem Verfasser dieses Satzes gebührt der Nobelpreis." Der ARV hat die ganzen Texte selbst vorgelesen, insbesondere für die langen und komplizierten Beschlusspunkte zum Schluss gebührt ihm Respekt. Das war viel Arbeit, kostete viel Energie, und er hat es gut gemacht. Notar Brix (nicht anwesend) kann solche Tagesordnungspunkte wohl im Schlaf aufsagen, aber für einen ARV ist das nicht unbedingt Tagesgeschäft, da haben sich schon mehrere verhaspelt.

    Um 12:12 Uhr eröffnete Ortner die "Aussprache über alle Tagesordnungspunkte". 19 Aktionäre seien durch die vier besonderen Stimmrechtsvertreter vertreten. Anm: Angemeldet waren 137 Aktionäre. Von diesen haben es also 118 nicht bis zur Teilnahme geschafft, diese virtuellen HVs sollten daher dringend hinterfragt werden, das ist überhaupt nicht gut, wenn nur eine Handvoll Aktionäre es zur Teilnahme schafft. Stimmberechtigt seien 28,885.913 Aktien. Tröstlich, die Großaktionäre haben es auf die HV geschafft, die 118 vermissten Aktionäre haben lediglich 54.534 Aktien. Anwesend seien somit 81,91% des Grundkapitals. Die ersten Fragen waren von Michael Knap. Er vermisste bei der AMAG eine nachvollziehbare Dividendenpolitik wie bei Palfinger und Andritz. die ein Drittel des Bilanzgewinns bzw. 50-60% des Jahresgewinns ausschütten würden. Mayer erklärte, es seien keine "erratischen Ausschläge" bei der Dividende, man habe eine Dividendenstrategie, die nicht niedergeschrieben sei, und zwar wolle man 50% des Gewinns ausschütten, mindestens aber 1,20 Euro. Dieses Jahr halt wegen Covid nicht die Mindestdividende, aber es seien rund 50%. Es sei auch nicht aufgrund von Wünschen von B&C, denn: "Der Druck des Mehrheitsaktionärs hält sich in Grenzen!" Anm: Umschreibung für "Es gibt keinen Druck."

    Die 10,2 Mio Verlustvortrag in Kanada könne man aktuell nicht verwerten, die Verwertung sei abhängig von einer Eigenkapitaltransaktion, der Veräußerung eines Teils unserer kanadischen Beteiligung, und man wolle nicht verkaufen. Dass die kanadische Beteiligung in US-Dollar bilanziere, sei richtig, das funktioniere international wie im Ölgeschäft, man müsse in US-Dollar und nicht in Can-Dollar bilanzieren. Aus unserer Sicht sei es besser, Patentanmeldungen eher zu unterlassen, man müsse vieles offen legen, und es sei besser, wenn nur man selbst wisse, wie man es mache. Die 25,1%ige Beteiligung an einem Gemeinschaftsunternehmen habe man zusammen mit einem langjährigen Logistikpartner der AMAG. Helmut Kaufmann beantwortete die Frage, was coilDNA mache: Es gebe Zigtausende Bleche, und wenn ein Industriekunde wissen wolle, von welchem Lieferanten zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Normen das Produkt gefertigt wurde, dann könne man das an einem aufgedruckten Zifferncode erkennen. Das könne man überall auf der Welt zuordnen, das könne man auch bei Stahl oder Kupfer so machen. Das wolle man international vermarkten. CoilDNA sei ein Startup-Unternehmen mit zwei Geschäftsführern und zwei Software-Entwicklern, also in Summe mit vier Personen, Sitz und Büro sei in Linz. Man halte das bewusst neutral, ohne den Namen AMAG, man wolle es auch Konkurrenten anbieten, aktuell nutze man es nur für die eigenen Produkte. Es habe bisher noch keinen Umsatz gegeben.

    Mayer erörterte, warum europäische Vertriebspartner weggefallen seien, man erledige das jetzt selbst, von Österreich aus. In Japan habe man einen klassischen Vertriebspartner und die Kooperation mit dem Handelshaus Marubeni. Mayer erklärte, er sei zum CEO aufgestiegen und habe jetzt höhere Bezüge. Bezüglich Beratungskosten wurde gesagt, man habe ein größeres Strategieprojekt gehabt, mit Due Diligence, im Jahr zuvor sei nichts gewesen. Kaufmann sagte, wir seien das erste nichtjapanische Walzwerk, das für diesen Qualitätsstandard zertifiziert worden sei. Ortner nahm zur Selbstevaluierung des Aufsichtsrats Stellung, man habe das mit Fragebögen gemacht und sei ohne externe Beratung und somit ohne Kosten ausgekommen. Zur Verlängerung des Vertrags mit Helmut Wieser im Zuge seines Ausscheidens meinte Ortner, er sei Wieser sehr dankbar für seine Flexibilität, damit man in Ruhe einen neuen Vorstand suchen habe können, und dass er diesen auch eingeschult habe. Für Personalsuche seien Kosten von rund 20.000 Euro für HKP in Deutschland angefallen, dazu noch ein paar Tausend Euro Rechtsberatungskosten. Wenn Knap noch nachfragen wolle, könne er das per email tun. Anm: Knap saß ihm gegenüber, aber in seiner Funktion als Stimmrechtsvertreter.

    Um 12:41 Uhr kam Berthold Berger zu Wort, seine Fragen und fleißigen Nachfragen wurden vorgelesen. In Beantwortung dieser erfuhren wir, dass von Magazin und Finanzbericht 800 Stück in Deutsch und 200 in Englisch gedruckt worden seien, zu Gesamtkosten von 10.000 Euro. Mit Agentur, Übersetzung, technischen Tools für die Produktion sei es eine Gesamtsumme von 80.000 bis 90.000 gewesen. Der Nachhaltigkeitsbericht sei Teil des Nichtfinanziellen Berichts und habe nichts extra gekostet. Die Geschäftsberichte würden aber viel mehr online genutzt, der Online-Geschäftsbericht sei wichtiger als die gedruckten Berichte. Lieferunterbrechungen habe es nicht gegeben, Tonerde lasse sich gut lagern, man habe Silos zur Verfügung, damit komme man zwei Monate aus. Tonerde habe sich bei 16-17% des Alupreises eingependelt. Was die Gießerei betreffe, so habe man keine Probleme und Verspätungen gehabt, weder bei Lieferung noch bei Auslieferung, man habe das sehr gut bewältigt. Kaufmann erklärte, man verkaufe keine "Kippstühle", diese mobilen Kippstühle stelle man potentiellen Kunden zur Verfügung, um Überzeugungsarbeit zu leisten.

    Zu den Vertretungen: Knap vertrete 9 Aktionäre, die anderen würden 2, 6 und 2 Aktionäre vertreten. 158 Aktionäre seien eingeloggt. Rund 2.000 Euro pro Tonne koste Magnesium. Tatsächlich erzeuge China 85-90% des weltweiten Magnesiums. Erfolgreich gehackt sei man nicht worden, unsere Abwehr habe funktioniert. 8 Mio Euro betrage unser IT-Budget. Aktuell halte man 14 Patente, 2 seien im Geschäftsjahr angemeldet worden, 2 weitere seien eingereicht. Mayers Erklärung zur Kapazitätsauslastung war etwas kompliziert, grundsätzlich sei man auf 300.000 Tonnen ausgelegt und erzeuge 230.000, aber 70.000 wolle er nicht als Kapazitätsreserve bezeichnen. Man produziere etwas mehr als -25% unter Plan. Anm: kann jetzt heißen: mehr als die -25% oder mehr als die 75%. Zu den Problemen mit Anrainern bezüglich der Ausbaupläne hörten wir, dass wir grundsätzlich in einer guten Umwelt leben, und dass Gott sei Dank die Anrainer Rechte haben. Es gehe nur um die Walzbarrengießerei, aber die Nachbarn hätten sich formiert, ihre Sorgen seien ernst zu nehmen, wir wollen das korrekt abwickeln. Zur Mitarbeiterfluktuation hatte Mayer die genauen Zahlen nicht bei der Hand, sie sei aber sehr niedrig, in Kanada genauso wie in Österreich. Um 12:57 Uhr begannen die Abstimmungen, die Präsenz war unverändert. Am 24.7.2020 ist Ex-Div-Tag. Sowohl Dividende als auch Entlastungen von Vorstand und Aufsichtsrat brachten mit 100% das schönste vorstellbare Ergebnis ein. Ortner freute sich: "Von dieser Zahl werde ich heute träumen." Bei der AR-Vergütung gab es 6.001 Gegenstimmen, also 0,02%. Ernst&Young als Prüfer bekam wieder 100%, Sabine Seidler wurde auch mit 100% in den Aufsichtsrat gewählt, Patrick Brügger mt 210.996 Gegenstimmen (0,73%). Die Vergütungspolitik bekam 270.009 Gegenstimmen. Sogar die Kapitalthemen bekamen lediglich knapp mehr als 1% Gegenstimmen. Ortner hoffte bei seinem Schlusswort um 15:20 Uhr, dass die HV reibungslos und hoffentlich gut abgelaufen sei. Ja, es war gut.
    Amag ( Akt. Indikation:  27,00 /27,30, 0,56%) Mehr? http://www.boerse-social.com/hv

    (Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 22.07.)

    (22.07.2020)



     

    Bildnachweis

    1. AR-Vorsitzender Herbert Ortner, AMAG-HV 21.7.2020   >> Öffnen auf photaq.com

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