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Virtuelle Lenzing-HV 18.6.2020: Mehr Vlies als Textil und ich als kleiner Spion (Günter Luntsch)

Virtuelle Lenzing-HV 18.6.2020. Als kleiner Spion war ich natürlich lange vor offiziellem Beginn der HV um 10 Uhr schon anwesend, in der Hoffnung, bei den Sprechproben Lustiges oder Interessantes zu hören, das nicht für die Öffentlichkeit bestimmt ist, aber die HV selbst war dann doch spannender als die Sprechproben. Nichtsdestotrotz schätze ich es, dass ausgiebig geprobt wird, "Lassen wir uns überraschen, schalten wir um Punkt 10 ein!" ist nicht die richtige Strategie. Bei mir hat die Übertragung der gesamten HV dann auch problemlos funktioniert. Zwei andere Aktionäre haben sich zu Wort gemeldet, sie hätten Verbindungsprobleme. Das dürfte an ihren Verbindungen oder Endgeräten gelegen haben. Notar Brix hat bei den Tonproben beraten, er dürfte bei der Aufnahme- und Übertragungstechnik nach einigen Hauptversammlungen heuer hier schon recht firm sein. Der Höhepunkt war, als jemand sagte, es sei eh ausgeschaltet, und ich hatte immer noch den direkten Draht ins Studio. Leider, interessante Wortmeldungen kamen daraufhin keine, Politiker beherrschen das Umschalten auf Kein-Mikrofon-Modus besser.

ARV Peter Edelmann stellte die vier besonderen Stimmrechtsvertreter und das Hauptversammlungsservice Computershare vor. Er sprach über das Vergütungssystem des Vorstands, über 163.000 Euro Pensionskassenbeiträge für den Vorstand und über die D&O-Versicherung. CTO Stephan Sielaff stellte sich vor: aus dem Ruhrgebiet, börsegangsaffin (Symrise usw.), seit 1.3.20 bei Lenzing. Christian Skilich sprach über seine Führungserfahrungen insbesondere in der Papier- bzw. Zellstoffindustrie, seit 1.6.20 ist er Chief Officer Pulp and Wood. CEO Stefan Doboczky sprach von 30% Preisreduktion bei Viskose, auch Baumwolle habe sehr schwache Preise, in diesem Umfeld sei man mit einem Umsatz von 2,11 nach 2,18 Mrd Euro, einem Ebitda von 327 nach 382 Mio Euro und einem Jahesgewinn von 115 nach 148 Mio Euro durchaus zufrieden. Man schlage keine Dividende vor, angesichts des ambitionierten Investitionsprogramms sei das verantwortungsvoll. Es sei das größte Investitionsprogramm in der Geschichte von Lenzing. Das Lyocell-Werk in Thailand werde 100.000 Tonnen Kapazität haben, das Zellstoffwerk in Brasilien 500.000 Tonnen. Er sprach von CO2-Reduktion. Angesichts der Covid-Pandemie habe man sich entschlossen, den Ausblick auszusetzen. Am Ziel von 800 Mio Euro Ebitda im Jahr 2025 und über 10% ROCE halte man fest. Die Eigenversorgung mit kritischen Rohstoffen wolle man auf 75% erhöhen. Das Ziel eines Anteils der Spezialfasern von 50% am Umsatz habe man bereits 2019 erreicht.

Mehr als 1500 Mitarbeitern habe man im März das Home Office ermöglicht. Man habe Dienstreisen gestrichen und persönliche Besprechungen durch Webinare und Videokonferenzen ersetzt. Temperaturmessungen für Mitarbeiter und Fremde seien eingeführt worden. Covid sei für die Mitarbeiter auch psychologisch eine große Belastung gewesen, man habe für die Mitarbeiter Betreuung organisiert. Wir hätten unseren Kunden unsere Lieferzuverlässigkeit zeigen müssen, dafür seien die Lagerbestände temporär erhöht worden, für kritische Rohstoffe seien neue Lieferanten gefunden worden. Gleichzeitig habe man sehr striktes Kostenmanagement betrieben, mit Kurzarbeit und Einstellungsstopp, um zu jedem Zeitpunkt hohe Liquidität sicherstellen zu können. Mit TENCEL Luxe konkurriere man mit dem Seidenmarkt. Ein Nachhaltigkeitsrating sei für unsere Investoren wichtig. Dadurch seien 500 Mio. Euro über ein grünes ESG-Schuldscheindarlehen (Anm: November 2019, super Zinssatz, siehe: https://www.lenzing.com/de/newsroom/pressemitteilungen/pressemitteilung/lenzing-platziert-erfolgreich-nachhaltiges-schulds) lukriert worden. Man wolle bis 2030 den Fußabdruck pro Tonne CO2 um 50% reduzieren. Neben Veocel und Tencel werde auch "Lenzing" als Marke positioniert. Heute sei Tencel zwischen Nr.2 und Nr.4 der "meisterkannten Ingredient-Marken". Neben Goretex und Lycra sei Tencel speziell am asiatischen Markt eine Top-Ingredient-Brand. Man habe über 10.000 Einzelzertifizierungen und über 28 Mrd Kontakte auf Social-Media-Platformen. Letztes Jahr habe man über 100 Cobrand-Programme verzeichnen können. Für die Oscar-Verleihung habe Louis Vuitton die Kleider zur Verfügung gestellt, man habe 2,4 Milliarden Menschen Reichweite und ein entsprechendes Medienecho gehabt, somit habe Lenzing einen guten Beitrag zum Oscar geleistet. Mit Palmers habe man inmitten der Covid-Krise ein Joint Venture gegründet, das verschiedene Qualitäten von Schutzmasken (MNS, OP und FFP2) erzeuge, in Österreich und in Zukunft auch in England. Es sei in Rekordzeit gelungen, ein relevanter Hersteller in Österreich zu werden und die Zertifizierungen EN14683 (OP) und EN149 (FFP2) zu bekommen.

Laut CCO Robert van de Kerkhof seien in den USA 100% der Bekleidungsgeschäfte geschlossen gewesen, wegen Covid steige zwar der Internetverkauf, könne aber den stationären Handel nicht wettmachen. Bei Nonwoven für Haushalt und Sanitär, z.B. Babywischtücher, habe man gute Nachfrage registriert, insbesondere durch die Panikkäufe. Der Anteil von Nonwoven (Anm: Vliesstoff) am Gesamtumsatz sei vom Q4 2019 auf Q1 2020 von 28% auf 33% gestiegen, er glaube aber, dass sich das schnell wieder normalisieren werde. Alle Fasern seien stark im Preis reduziert worden, auch Polyester. Alle chinesischen Hersteller würden bei diesem Preis Verluste machen, und das schon sehr lange Zeit. Auch Lenzing habe die Preise angepasst, um auch in der laufenden Saison zertifiziert zu werden. Mit dem 49%-Partner Duratex habe man das Joint Venture "LD Celulose S.A." in Brasilien gegründet, man habe dort auch eine 44.000-Hektar-Nutzwald-Plantage für die Holzzufuhr. Dort arbeite man mit 37% Eigenkapital und 63% Fremdkapital, über 1,15 Mrd Dollar Fremdfinanzierung. Der Boden sei verfestigt worden, 1.500 Beschäftige (Anm: offenbar Zielzahl, noch nicht aktuell), Infrastruktur (Büro und Versorgungsmöglichkeiten) für die Mitarbeiter der Baustelle sei errichtet worden, wir seien "on track", das Projekt habe Fahrt aufgenommen.

CFO Thomas Obendrauf sprach von einem Rückgang des Ergebnisses pro Aktie von 5,61 auf 4,63 Euro und von einem leichten Margenrückgang. Der Materialaufwand sei auf dem Niveau des Umsatzrückgangs rückläufig. Der Zellstoffpreis sei zurückgegangen. Der Personalaufwand sei um 6% gestiegen, das sei vor allem dem Aufbau unseres Mitarbeiterstands in Thailand und Brasilien geschuldet, enthalte natürlich auch die Inflationsabgeltung für alle unsere Mitarbeiter. IFRS16 habe zu einem Anstieg der Abschreibungen geführt. In Nanjing habe man die letzten 30% erworben, das wirke sich mit 22 Mio Euro aus. Das bereinigte Eigenkapital betrage 1,55 Mrd Euro, die EK-Quote sei durch die Ausweitung der Bilanz auf 50% zurückgegangen. Aus seiner Sicht seien "wir sehr gut aufgestellt für die Großprojekte, die wir uns vorgenommen haben".

Laut CEO Doboczky habe die Nachfrage nach Vliesstoffen (Medizin und Hygiene) zugenommen, doch die Nachfrage nach Textil liege nach wie vor unter dem Vorjahr. Zumindest lägen auch die Rohstoffe sehr nahe an den historischen Tiefpreisen. Aber Lenzing sei in Transformation von B2B zu Konsumentenspezialfasern. Wir erfuhren von der "sCore TEN"-Strategie (https://www.lenzing.com/de/lenzing-gruppe/strategie) und der Rückwärtsintegration, Lenzing strebe absolute Kostenführerschaft an. Und weil wir schon bei den Kosten sind: Lenzing habe 2019 einen Ausschuss für Large CAPEX-Projekte im Aufsichtsrat errichtet, für den rückwirkend jedes Mitglied gerne 13.333 Euro plus 1.500 Euro Sitzungsgeld hätte. Also das sind die Leute, die über Projekte wie Brasilien und Thailand wachen, wo es mehr oder weniger um die Existenz des Konzerns geht, so gesehen werden sie das Geld schon wert sein, wenn sie alles richtig machen, so meine Anmerkung. Im voraus habe diese Vergütung nicht beschlossen werden können, weil man erst im Lauf des Jahres 2019 drauf gekommen ist, dass man so ein Spezialgremium im Aufsichtsrat braucht. Meiner Ansicht nach sollte jedes einzelne AR-Mitglied sich mit den Großprojekten identifizieren können, schließlich gibt es so etwas wie eine Gesamtverantwortung des Aufsichtsrats. Ich meine, die normalen Vergütungen für den Aufsichtsrat sind (wie bei allen Unternehmen, wo die B&C das Sagen hat) eh ziemlich heftig, 40.000 für jedes Normalmitglied, 90.000 für den ARV, 20.000 für jedes Mitglied des Prüfungsausschusses, 20.000 in Zukunft für jedes Mitglied des Large-CAPEX-Ausschusses, 10.000 für jedes Mitglied des Nominierungs- und Vergütungsausschusses, Vorsitzender des Nominierungs- und Vergütungsausschusses 25.000 Euro usw., na ja, wenigstens wird das Sitzungsgeld bei virtuellen Sitzungen um die Hälfte gekürzt, ein bisserl Bodenhaftung ist ja doch erkennbar. Bei Lenzing müsse keine Frauenquote im Aufsichtsrat berücksichtigt werden. Mit Frau Melody Harris-Jensbach konnte meines Erachtens aber eine interessante Persönlichkeit für die Kandidatur in den Aufsichtsrat gewonnen werden, nach Führungsaufgaben bei Puma und Escada ist sie jetzt bei Jack Wolfskin. Wir hörten, Jack Wolfskin stehe für hochwertige Sportbekleidung, sei größter Franchisegeber im deutschen Sporthandel und sei absoluter Pionier in Sachen Nachhaltigkeit. Anm: Nachhaltigkeit ist ein heißes Pflaster mit einigem Gegenwind, ergibt die Abfrage des Begriffs "Jack Wolfskin" auf Wikipedia.

Um 11:33 Uhr wurde die Präsenz von 264 Aktionären mit 17,626.105 Stimmen vermeldet, das seien 66,39% des Grundkapitals. Eine Aktionärin aus Klosterneuburg beantragte im Hinblick auf die Streichung der Dividende, dass Vorstand und Aufsichtsrat auf den 13. und 14. Monatsbezug verzichten sollen. Also einen Solidaritätsbeitrag halt. Abgestimmt wurde darüber aber offenbar nicht. Die erste Aktionärsfrage betraf das gestoppte Bauvorhaben in Alabama, laut Obendrauf seien noch rund 20 Mio Euro Restwert nach Abschreibungen in den Büchern, weil es sich um Gebäude und feste Infrastruktur handle, man gehe davon aus, dass die bei späterer Inbetriebnahme nutzbar seien, daher habe man das noch nicht abgeschrieben. Möglicherweise werde man auch vermieten. SCore TEN habe man ohne externe Spezialisten überarbeitet, mit eigenen Leuten. Man gehe davon aus, dass die Megatrends Nachhaltigkeit und Innovation bei Fasern langfristig intakt bleiben werden. Die AR-Sitzung in Brasilien habe 60.000 Euro gekostet, "einmal sehen ist besser als fünfmal hören", der Aufsichtsrat habe sich von günstigen Holz- und Logistikkosten überzeugen können. Es sei für Lenzing "extrem wichtig gewesen, den Partner besser kennen zu lernen". Es handle sich um eine langfristig denkende Unternehmerfamilie mit professionellem Managementstil. Als gesamtes Aufsichtsratsgremium habe man sich überzeugen lassen, dass die Rückwärtsintegration für Lenzing sehr wichtig sei. Heiko Arnold habe mit 1.12.2019 das Unternehmen vorzeitig verlassen, die 800.000 Euro für Beendigung habe man nicht ausschließlich für die Beendigung des Dienstverhältnisses an Arnold geleistet, der Betrag setze sich zusammen aus Konkurrenzentschädigung von 267.000,-, LTI-Ansprüchen von 400.000 und laufendem Entgelt 1.1.2020 bis 30.4.2020 von 133.000. In Thailand habe man erst 90 und in Brasilien 230 Mitarbeiter, wegen Covid19 sei der Einstellungsplan für neue Mitarbeiter derzeit unterbrochen, es gebe intensives e-Learning, um einen guten Start zu gewährleisten. In Brasilien habe man das Produktionspersonal noch nicht rekrutiert. Die Personalaufwendungen in den beiden Großprojekten Thailand und Brasilien seien von 1,7 Mio Euro im Jahr 2018 um 5,3 Mio auf 7 Mio Euro im Jahr 2019 gestiegen.

Die Steuerquote sei auf 29,8% gestiegen, da "die Aktivierung latenter Steuern nicht in voller Höhe umgesetzt wurde". Die Steuerbelastung wäre nicht niedriger, wenn wir nicht der Steuergruppe der B&C angehören würden, erfuhren wir. Beim chinesischen und indonesischen Faserhersteller gebe es (Anm: unverwertbare?) steuerliche Verluste. Die Gesellschaft auf den Turks- und Caicosinseln sei eine reine Holding, die man mit der South Pacific Viscose mit übernommen habe. Diese Firma sei in Österreich voll steuerpflichtig. Man wolle diese Firma löschen, das werde aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Aufgrund der Lockerung des Shut-Down werde die Nachfrage nach den Schutzmasken sinken, unser Anteil an der europäischen Produktion sei aber sehr klein, wir sähen keine Absatzprobleme. Unterstützung für den Vergütungsbericht gab es lediglich von HKP (2.300 Euro Kosten) und GHR (5.000 Euro für rechtliche Beratung).

Ein Manko dieser virtuellen Hauptversammlungen ist, dass Aktionärsfragen vom Antwortgebenden vorgelesen werden, es könnte da durchaus zu Verständnisproblemen kommen, wenn alles im gleichen Tonfall vorgebracht wird, ein gutes Beispiel dafür waren Rasingers Fragen zur AR-Vergütung. Man hörte kurz das Wort "Solidarbeitrag" und dann "marktkonform" und "hochqualifizierte ausländische Experten". War das jetzt eine Antwort Rasingers auf die Forderung der Aktionärin zu Beginn der Generaldebatte? Oder fragte auch Rasinger nach einem Solidarbeitrag, und man entgegnete ihm mit den genannten Argumenten? Ehrlich, ich kann das nicht mit 100%iger Sicherheit sagen. So sollte man Aktionärsfragen bzw. -stellungnahmen nicht vortragen bzw. beantworten.

Eine Versicherungsvergütung gab es für den Brand in Heiligenkreuz. Ein Aktionär gab bekannt, er fühle sich aufgrund des Ausfalls der Dividende "betrogen". Dem Ärger über den Absturz der Lenzing-Aktie begegnete Doboczky mit Worten zum "Gesamtmarktumfeld", man wolle ohnehin Spezialfaseranbieter werden, man habe es mit einem "aggressiven Wettbewerb" zu tun. Arnold sei auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Das Grundstück in Indien sei weiterhin in unserem Besitz. Ca. 150.000 Euro habe jede der HVs gekostet, die in den letzten Jahren stattgefunden hat, mit solchen Kosten rechne man auch heuer für die virtuelle HV. Der Geschäftsbericht sei in Deutsch (700) und Englisch (400) erschienen, habe 85.000 Euro gesamt gekostet. Der Nachhaltigkeitsbericht (150 Englisch, 300 Deutsch) habe 140.000 Euro Gesamtkosten verursacht. Gegen 11:45 Uhr seien 241 Teilnehmer dem HV-Stream gefolgt. 2017 habe man 120 HV-Teilnehmer gehabt, 2018 seien es 162 gewesen. Rund 500.000 Euro gebe man im Jahr für IT-Sicherheit aus, für Software incl. SAP rund 6 Mio. Euro. Der Aktionär, der sich bereits zum Dividendenentfall zu Wort gemeldet hatte, stellte den Antrag auf eine Dividende in Höhe von 2,50 Euro, dieser Antrag kam aber nicht zur Abstimmung, da die HV mit überwältigender Mehrheit von rund 99,97% für den Entfall der Dividende stimmte. Bei Vorstands- und Aufsichtsratsentlastung gab es jeweils etwa 3% Gegenstimmen. Um 12:56 Uhr, nach kaum 3 Stunden, war die doch recht informative HV zu Ende, bei den Beifallsbekundungen durch Klopfen auf die Tische waren wir noch dabei, dann wurden wir Aktionäre ausgeblendet.
Lenzing ( Akt. Indikation:  43,45 /43,75, 0,93%)

(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 23.06.)

(23.06.2020)



 

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1. CEO Stefan Doboczky, Lenzing-HV 18.6.2020   >> Öffnen auf photaq.com

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CEO Stefan Doboczky, Lenzing-HV 18.6.2020


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    ARV Peter Edelmann stellte die vier besonderen Stimmrechtsvertreter und das Hauptversammlungsservice Computershare vor. Er sprach über das Vergütungssystem des Vorstands, über 163.000 Euro Pensionskassenbeiträge für den Vorstand und über die D&O-Versicherung. CTO Stephan Sielaff stellte sich vor: aus dem Ruhrgebiet, börsegangsaffin (Symrise usw.), seit 1.3.20 bei Lenzing. Christian Skilich sprach über seine Führungserfahrungen insbesondere in der Papier- bzw. Zellstoffindustrie, seit 1.6.20 ist er Chief Officer Pulp and Wood. CEO Stefan Doboczky sprach von 30% Preisreduktion bei Viskose, auch Baumwolle habe sehr schwache Preise, in diesem Umfeld sei man mit einem Umsatz von 2,11 nach 2,18 Mrd Euro, einem Ebitda von 327 nach 382 Mio Euro und einem Jahesgewinn von 115 nach 148 Mio Euro durchaus zufrieden. Man schlage keine Dividende vor, angesichts des ambitionierten Investitionsprogramms sei das verantwortungsvoll. Es sei das größte Investitionsprogramm in der Geschichte von Lenzing. Das Lyocell-Werk in Thailand werde 100.000 Tonnen Kapazität haben, das Zellstoffwerk in Brasilien 500.000 Tonnen. Er sprach von CO2-Reduktion. Angesichts der Covid-Pandemie habe man sich entschlossen, den Ausblick auszusetzen. Am Ziel von 800 Mio Euro Ebitda im Jahr 2025 und über 10% ROCE halte man fest. Die Eigenversorgung mit kritischen Rohstoffen wolle man auf 75% erhöhen. Das Ziel eines Anteils der Spezialfasern von 50% am Umsatz habe man bereits 2019 erreicht.

    Mehr als 1500 Mitarbeitern habe man im März das Home Office ermöglicht. Man habe Dienstreisen gestrichen und persönliche Besprechungen durch Webinare und Videokonferenzen ersetzt. Temperaturmessungen für Mitarbeiter und Fremde seien eingeführt worden. Covid sei für die Mitarbeiter auch psychologisch eine große Belastung gewesen, man habe für die Mitarbeiter Betreuung organisiert. Wir hätten unseren Kunden unsere Lieferzuverlässigkeit zeigen müssen, dafür seien die Lagerbestände temporär erhöht worden, für kritische Rohstoffe seien neue Lieferanten gefunden worden. Gleichzeitig habe man sehr striktes Kostenmanagement betrieben, mit Kurzarbeit und Einstellungsstopp, um zu jedem Zeitpunkt hohe Liquidität sicherstellen zu können. Mit TENCEL Luxe konkurriere man mit dem Seidenmarkt. Ein Nachhaltigkeitsrating sei für unsere Investoren wichtig. Dadurch seien 500 Mio. Euro über ein grünes ESG-Schuldscheindarlehen (Anm: November 2019, super Zinssatz, siehe: https://www.lenzing.com/de/newsroom/pressemitteilungen/pressemitteilung/lenzing-platziert-erfolgreich-nachhaltiges-schulds) lukriert worden. Man wolle bis 2030 den Fußabdruck pro Tonne CO2 um 50% reduzieren. Neben Veocel und Tencel werde auch "Lenzing" als Marke positioniert. Heute sei Tencel zwischen Nr.2 und Nr.4 der "meisterkannten Ingredient-Marken". Neben Goretex und Lycra sei Tencel speziell am asiatischen Markt eine Top-Ingredient-Brand. Man habe über 10.000 Einzelzertifizierungen und über 28 Mrd Kontakte auf Social-Media-Platformen. Letztes Jahr habe man über 100 Cobrand-Programme verzeichnen können. Für die Oscar-Verleihung habe Louis Vuitton die Kleider zur Verfügung gestellt, man habe 2,4 Milliarden Menschen Reichweite und ein entsprechendes Medienecho gehabt, somit habe Lenzing einen guten Beitrag zum Oscar geleistet. Mit Palmers habe man inmitten der Covid-Krise ein Joint Venture gegründet, das verschiedene Qualitäten von Schutzmasken (MNS, OP und FFP2) erzeuge, in Österreich und in Zukunft auch in England. Es sei in Rekordzeit gelungen, ein relevanter Hersteller in Österreich zu werden und die Zertifizierungen EN14683 (OP) und EN149 (FFP2) zu bekommen.

    Laut CCO Robert van de Kerkhof seien in den USA 100% der Bekleidungsgeschäfte geschlossen gewesen, wegen Covid steige zwar der Internetverkauf, könne aber den stationären Handel nicht wettmachen. Bei Nonwoven für Haushalt und Sanitär, z.B. Babywischtücher, habe man gute Nachfrage registriert, insbesondere durch die Panikkäufe. Der Anteil von Nonwoven (Anm: Vliesstoff) am Gesamtumsatz sei vom Q4 2019 auf Q1 2020 von 28% auf 33% gestiegen, er glaube aber, dass sich das schnell wieder normalisieren werde. Alle Fasern seien stark im Preis reduziert worden, auch Polyester. Alle chinesischen Hersteller würden bei diesem Preis Verluste machen, und das schon sehr lange Zeit. Auch Lenzing habe die Preise angepasst, um auch in der laufenden Saison zertifiziert zu werden. Mit dem 49%-Partner Duratex habe man das Joint Venture "LD Celulose S.A." in Brasilien gegründet, man habe dort auch eine 44.000-Hektar-Nutzwald-Plantage für die Holzzufuhr. Dort arbeite man mit 37% Eigenkapital und 63% Fremdkapital, über 1,15 Mrd Dollar Fremdfinanzierung. Der Boden sei verfestigt worden, 1.500 Beschäftige (Anm: offenbar Zielzahl, noch nicht aktuell), Infrastruktur (Büro und Versorgungsmöglichkeiten) für die Mitarbeiter der Baustelle sei errichtet worden, wir seien "on track", das Projekt habe Fahrt aufgenommen.

    CFO Thomas Obendrauf sprach von einem Rückgang des Ergebnisses pro Aktie von 5,61 auf 4,63 Euro und von einem leichten Margenrückgang. Der Materialaufwand sei auf dem Niveau des Umsatzrückgangs rückläufig. Der Zellstoffpreis sei zurückgegangen. Der Personalaufwand sei um 6% gestiegen, das sei vor allem dem Aufbau unseres Mitarbeiterstands in Thailand und Brasilien geschuldet, enthalte natürlich auch die Inflationsabgeltung für alle unsere Mitarbeiter. IFRS16 habe zu einem Anstieg der Abschreibungen geführt. In Nanjing habe man die letzten 30% erworben, das wirke sich mit 22 Mio Euro aus. Das bereinigte Eigenkapital betrage 1,55 Mrd Euro, die EK-Quote sei durch die Ausweitung der Bilanz auf 50% zurückgegangen. Aus seiner Sicht seien "wir sehr gut aufgestellt für die Großprojekte, die wir uns vorgenommen haben".

    Laut CEO Doboczky habe die Nachfrage nach Vliesstoffen (Medizin und Hygiene) zugenommen, doch die Nachfrage nach Textil liege nach wie vor unter dem Vorjahr. Zumindest lägen auch die Rohstoffe sehr nahe an den historischen Tiefpreisen. Aber Lenzing sei in Transformation von B2B zu Konsumentenspezialfasern. Wir erfuhren von der "sCore TEN"-Strategie (https://www.lenzing.com/de/lenzing-gruppe/strategie) und der Rückwärtsintegration, Lenzing strebe absolute Kostenführerschaft an. Und weil wir schon bei den Kosten sind: Lenzing habe 2019 einen Ausschuss für Large CAPEX-Projekte im Aufsichtsrat errichtet, für den rückwirkend jedes Mitglied gerne 13.333 Euro plus 1.500 Euro Sitzungsgeld hätte. Also das sind die Leute, die über Projekte wie Brasilien und Thailand wachen, wo es mehr oder weniger um die Existenz des Konzerns geht, so gesehen werden sie das Geld schon wert sein, wenn sie alles richtig machen, so meine Anmerkung. Im voraus habe diese Vergütung nicht beschlossen werden können, weil man erst im Lauf des Jahres 2019 drauf gekommen ist, dass man so ein Spezialgremium im Aufsichtsrat braucht. Meiner Ansicht nach sollte jedes einzelne AR-Mitglied sich mit den Großprojekten identifizieren können, schließlich gibt es so etwas wie eine Gesamtverantwortung des Aufsichtsrats. Ich meine, die normalen Vergütungen für den Aufsichtsrat sind (wie bei allen Unternehmen, wo die B&C das Sagen hat) eh ziemlich heftig, 40.000 für jedes Normalmitglied, 90.000 für den ARV, 20.000 für jedes Mitglied des Prüfungsausschusses, 20.000 in Zukunft für jedes Mitglied des Large-CAPEX-Ausschusses, 10.000 für jedes Mitglied des Nominierungs- und Vergütungsausschusses, Vorsitzender des Nominierungs- und Vergütungsausschusses 25.000 Euro usw., na ja, wenigstens wird das Sitzungsgeld bei virtuellen Sitzungen um die Hälfte gekürzt, ein bisserl Bodenhaftung ist ja doch erkennbar. Bei Lenzing müsse keine Frauenquote im Aufsichtsrat berücksichtigt werden. Mit Frau Melody Harris-Jensbach konnte meines Erachtens aber eine interessante Persönlichkeit für die Kandidatur in den Aufsichtsrat gewonnen werden, nach Führungsaufgaben bei Puma und Escada ist sie jetzt bei Jack Wolfskin. Wir hörten, Jack Wolfskin stehe für hochwertige Sportbekleidung, sei größter Franchisegeber im deutschen Sporthandel und sei absoluter Pionier in Sachen Nachhaltigkeit. Anm: Nachhaltigkeit ist ein heißes Pflaster mit einigem Gegenwind, ergibt die Abfrage des Begriffs "Jack Wolfskin" auf Wikipedia.

    Um 11:33 Uhr wurde die Präsenz von 264 Aktionären mit 17,626.105 Stimmen vermeldet, das seien 66,39% des Grundkapitals. Eine Aktionärin aus Klosterneuburg beantragte im Hinblick auf die Streichung der Dividende, dass Vorstand und Aufsichtsrat auf den 13. und 14. Monatsbezug verzichten sollen. Also einen Solidaritätsbeitrag halt. Abgestimmt wurde darüber aber offenbar nicht. Die erste Aktionärsfrage betraf das gestoppte Bauvorhaben in Alabama, laut Obendrauf seien noch rund 20 Mio Euro Restwert nach Abschreibungen in den Büchern, weil es sich um Gebäude und feste Infrastruktur handle, man gehe davon aus, dass die bei späterer Inbetriebnahme nutzbar seien, daher habe man das noch nicht abgeschrieben. Möglicherweise werde man auch vermieten. SCore TEN habe man ohne externe Spezialisten überarbeitet, mit eigenen Leuten. Man gehe davon aus, dass die Megatrends Nachhaltigkeit und Innovation bei Fasern langfristig intakt bleiben werden. Die AR-Sitzung in Brasilien habe 60.000 Euro gekostet, "einmal sehen ist besser als fünfmal hören", der Aufsichtsrat habe sich von günstigen Holz- und Logistikkosten überzeugen können. Es sei für Lenzing "extrem wichtig gewesen, den Partner besser kennen zu lernen". Es handle sich um eine langfristig denkende Unternehmerfamilie mit professionellem Managementstil. Als gesamtes Aufsichtsratsgremium habe man sich überzeugen lassen, dass die Rückwärtsintegration für Lenzing sehr wichtig sei. Heiko Arnold habe mit 1.12.2019 das Unternehmen vorzeitig verlassen, die 800.000 Euro für Beendigung habe man nicht ausschließlich für die Beendigung des Dienstverhältnisses an Arnold geleistet, der Betrag setze sich zusammen aus Konkurrenzentschädigung von 267.000,-, LTI-Ansprüchen von 400.000 und laufendem Entgelt 1.1.2020 bis 30.4.2020 von 133.000. In Thailand habe man erst 90 und in Brasilien 230 Mitarbeiter, wegen Covid19 sei der Einstellungsplan für neue Mitarbeiter derzeit unterbrochen, es gebe intensives e-Learning, um einen guten Start zu gewährleisten. In Brasilien habe man das Produktionspersonal noch nicht rekrutiert. Die Personalaufwendungen in den beiden Großprojekten Thailand und Brasilien seien von 1,7 Mio Euro im Jahr 2018 um 5,3 Mio auf 7 Mio Euro im Jahr 2019 gestiegen.

    Die Steuerquote sei auf 29,8% gestiegen, da "die Aktivierung latenter Steuern nicht in voller Höhe umgesetzt wurde". Die Steuerbelastung wäre nicht niedriger, wenn wir nicht der Steuergruppe der B&C angehören würden, erfuhren wir. Beim chinesischen und indonesischen Faserhersteller gebe es (Anm: unverwertbare?) steuerliche Verluste. Die Gesellschaft auf den Turks- und Caicosinseln sei eine reine Holding, die man mit der South Pacific Viscose mit übernommen habe. Diese Firma sei in Österreich voll steuerpflichtig. Man wolle diese Firma löschen, das werde aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Aufgrund der Lockerung des Shut-Down werde die Nachfrage nach den Schutzmasken sinken, unser Anteil an der europäischen Produktion sei aber sehr klein, wir sähen keine Absatzprobleme. Unterstützung für den Vergütungsbericht gab es lediglich von HKP (2.300 Euro Kosten) und GHR (5.000 Euro für rechtliche Beratung).

    Ein Manko dieser virtuellen Hauptversammlungen ist, dass Aktionärsfragen vom Antwortgebenden vorgelesen werden, es könnte da durchaus zu Verständnisproblemen kommen, wenn alles im gleichen Tonfall vorgebracht wird, ein gutes Beispiel dafür waren Rasingers Fragen zur AR-Vergütung. Man hörte kurz das Wort "Solidarbeitrag" und dann "marktkonform" und "hochqualifizierte ausländische Experten". War das jetzt eine Antwort Rasingers auf die Forderung der Aktionärin zu Beginn der Generaldebatte? Oder fragte auch Rasinger nach einem Solidarbeitrag, und man entgegnete ihm mit den genannten Argumenten? Ehrlich, ich kann das nicht mit 100%iger Sicherheit sagen. So sollte man Aktionärsfragen bzw. -stellungnahmen nicht vortragen bzw. beantworten.

    Eine Versicherungsvergütung gab es für den Brand in Heiligenkreuz. Ein Aktionär gab bekannt, er fühle sich aufgrund des Ausfalls der Dividende "betrogen". Dem Ärger über den Absturz der Lenzing-Aktie begegnete Doboczky mit Worten zum "Gesamtmarktumfeld", man wolle ohnehin Spezialfaseranbieter werden, man habe es mit einem "aggressiven Wettbewerb" zu tun. Arnold sei auf eigenen Wunsch ausgeschieden. Das Grundstück in Indien sei weiterhin in unserem Besitz. Ca. 150.000 Euro habe jede der HVs gekostet, die in den letzten Jahren stattgefunden hat, mit solchen Kosten rechne man auch heuer für die virtuelle HV. Der Geschäftsbericht sei in Deutsch (700) und Englisch (400) erschienen, habe 85.000 Euro gesamt gekostet. Der Nachhaltigkeitsbericht (150 Englisch, 300 Deutsch) habe 140.000 Euro Gesamtkosten verursacht. Gegen 11:45 Uhr seien 241 Teilnehmer dem HV-Stream gefolgt. 2017 habe man 120 HV-Teilnehmer gehabt, 2018 seien es 162 gewesen. Rund 500.000 Euro gebe man im Jahr für IT-Sicherheit aus, für Software incl. SAP rund 6 Mio. Euro. Der Aktionär, der sich bereits zum Dividendenentfall zu Wort gemeldet hatte, stellte den Antrag auf eine Dividende in Höhe von 2,50 Euro, dieser Antrag kam aber nicht zur Abstimmung, da die HV mit überwältigender Mehrheit von rund 99,97% für den Entfall der Dividende stimmte. Bei Vorstands- und Aufsichtsratsentlastung gab es jeweils etwa 3% Gegenstimmen. Um 12:56 Uhr, nach kaum 3 Stunden, war die doch recht informative HV zu Ende, bei den Beifallsbekundungen durch Klopfen auf die Tische waren wir noch dabei, dann wurden wir Aktionäre ausgeblendet.
    Lenzing ( Akt. Indikation:  43,45 /43,75, 0,93%)

    (Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 23.06.)

    (23.06.2020)



     

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