20.05.2020, 2764 Zeichen
Die börsennotierte Semperit-Gruppe hat die Profitabilität im 1. Quartal gesteigert. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum verzeichnete die Semperit-Gruppe im 1. Quartal 2020 einen Umsatzrückgang von –6,5% auf 199,1 Mio. Euro. Im Sektor Industrie ging der Umsatz um –14,0% zurück, der Sektor Medizin konnte hingegen eine Steigerung von +8,4% erzielen. Das EBITDA stieg im Quartalsvergleich dank Kostenreduktion von 16,5 Mio. Euro auf 16,9 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich auf 9,8 Mio. Euro (vs. 7,8 Mio. Euro). CEO Martin Füllenbach: „Die drastische Verbesserung im Sektor Medizin ist überwiegend Ergebnis unserer unermüdlichen Produktivitätssteigerungsmaßnahmen und operativen Fortschritte seit Anfang 2018. Die Effekte des deutlichen Nachfrageanstiegs für medizinische Schutzhandschuhe im Zusammenhang mit Corona werden sich zum überwiegenden Teil erst in künftigen Quartalsergebnissen niederschlagen.“
Durch die anhaltende Corona-Krise herrscht im Sektor Medizin eine überdurchschnittlich starke Nachfrage. Die Auftragsbücher seien auf einem sehr hohen Niveau; das Ergebnis in 2020 wird gemäß den aktuellen Erwartungen deutlich über 2019 liegen. Wenngleich die operativen Kennzahlen bei Sempermed derzeit positiv sind, kennzeichnet den Sektor Medizin eine unverändert scharfe Wettbewerbsdynamik. Die Umsetzung der nach wie vor gültigen strategischen Grundsatzentscheidung zur Trennung vom Medizingeschäft werde sich verzögern, wie das Unternehmen mitteilt.
Semperit erwartet aufgrund der Covid 19-Krise ein Geschäftsjahr, das von signifikanten Herausforderungen gekennzeichnet sein wird. Dies werde sich infolge der weltweiten allgemeinen konjunkturbedingten Entwicklungen und der Konsequenzen der Corona-Krise in sichtbar niedrigeren Ergebnissen im Sektor Industrie widerspiegeln, wie es heißt: Es sei damit zu rechnen, dass sich die Corona-Krise und der dadurch verstärkende wirtschaftliche Abschwung auf die Semperit-Gruppe erst leicht verzögert auswirken wird, deutliche Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis würden allerdings insbesondere ab dem 2. Halbjahr erwartet. Das Ergebnis im Sektor Medizin wird hingegen von der deutlich gesteigerten Nachfrage und potenziellen Preissteigerungen am Markt positiv beeinflusst. In welchem Ausmaß diese Aufwärtstendenzen die negativen Wirkungen aus dem Sektor Industrie kompensieren können, sei aus heutiger Sicht noch nicht abschätzbar, so das Unternehmen.
In den kommenden Monaten werde der Fokus auf Kostensenkungsmaßnahmen nochmals geschärft. Aufgrund der hohen Unsicherheit in Bezug auf die kurzfristige wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Coronavirus, seien derzeit keine genauen Schätzungen für die erwartete Umsatz- und Profitabilitätsentwicklung möglich.
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Semperit Wimpassing (Bild: Semperit)
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