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Virtuelle Frequentis-HV: Das war gut (Günter Luntsch)

Bild: © Aussendung, Frequentis AG: Lieferung einer Sprachkommunikationslösung erhöht Sicherheit im spanischen Luftraum, Credit: Frequentis AG

Virtuelle Frequentis-HV 14.5.2020. Einen Einser für die virtuelle HV der Frequentis darf es nicht geben, denke ich mir, so virtuelle HVs dürfen einfach nicht einreißen, zumal ich die Dringlichkeit der HV nicht sehen konnte, wenn die Dividende eh nur mit Vorbehalt beschlossen wurde und im günstigen Fall im November fließen soll. Die HV eines Wiener Unternehmens besuche ich normalerweise selbst, für mich sehe ich hier keinen Vorteil, im Gegensatz zur HV eines Linzer Unternehmens. Für ein "Gut" reicht es allemal, denke ich, für ein gutes "Gut", denn für ein "Sehr gut" reicht auch keine perfekte Qualität der Übertragung, keine doppelte Absicherung durch zwei Anbieter, kein Angebot zur Teilnahme per Telefon, immerhin ist es ja doch nur eine virtuelle HV und kann eine Präsenz-HV nie ersetzen, nicht unsere gemütliche Zusammenkunft mit den Unternehmenslenkern einmal im Jahr, und dann noch die von Frequentis mit 80.000 Euro budgetierten Kosten dieser virtuellen HV, eine physische Zusammenkunft wäre billiger gekommen. Aber als der ARV am Ende der HV in einer "persönlichen Anmerkung" beschrieb, wie sehr er uns Aktionäre vermisst, das war wohl für alle von uns ein Gefühl wie beim Abspielen von "Ruf Teddybär 14" (wer zu jung ist, um es zu kennen, der kann sich auf Youtube binnen weniger Sekunden in unsere Stimmung versetzen lassen). Nach so schönen Worten hätte auch die strengste Jury der Welt der virtuellen Frequentis-HV den Einser nicht mehr vorenthalten können.

Gerade wir (die Frequentis) seien in Zeiten wie diesen besonders gefordert, die Sicherheit im Austausch von Informationen müsse jetzt funktionieren, leitete der CEO ein. Ihn mache besonders stolz, dass wir in diesen Zeiten von Neuaufträgen berichten könnten. Wir würden 500 Kunden in 140 Ländern der Welt betreuen. Der ARV erklärte, wie diese virtuelle HV funktioniert und wies sogar darauf hin, dass man bei österreichischen Mobilfunkanbietern nach 2 Stunden automatisch aus der Leitung fallen würde, man solle sich dann wieder einwählen. Die Ausführungen zu den Formalien zogen sich bis 10:35 h, sie wären uns aber auch bei einer Präsenz-HV nicht erspart geblieben. Alle vier Anwälte und sonstigen "besonderen Stimmrechtsvertreter" (so der Fachausdruck für die im Corona-Zeitalter für uns einzige Möglichkeit der aktiven Teilnahme an Hauptversammlungen, persönliches Erscheinen ist uns ja genauso verboten worden wie die Bevollmächtigung eines Vertreters nach freier Wahl) auf dieser HV hatten zumindest Kapitalmarktbezug. An Stelle des ursprünglich beauftragten Wilhelm Rasinger erschien aufgrund von Terminschwierigkeiten von diesem bevollmächtigt Florian Beckermann. Wer immer in Zeiten wie diesen mit der notwendigen Distanzhaltung überfordert ist, der möge sich an Beckermann und Knap ein Beispiel nehmen, die es schafften, sich so nebeneinander zu setzen, dass ein ausgewachsener Kriegselefant zwischen die beiden gepasst hätte. So gehört es sich, in Zeiten wie diesen.

CEO Norbert Haslacher erklärte, dass die Gruppe ausschließlich für Kontrollzentralen für sicherheitskritische Anwendungen weltweit liefere, in der Regel seien Behörden oder Behördennahe die Kunden, im klassischen Fall die Flugsicherungen der einzelnen Länder, in einzelnen Fällen auch Flughäfen. Eine Besonderheit in dieser Branche seien die sehr sehr langen Kundenbeziehungen, da diese Industrien sehr risikoavers seien. Frequentis habe wegen Covid-19 bereits Ende Februar einen Krisenstab eingerichtet, zum Schutz unserer Mitarbeiter auf der ganzen Welt. Das sei ein Balanceakt für alle, die Kinder zuhause haben. Gleichzeitig müsse das Geschäft weitergehen. Es sei gelungen, 97% der Belegschaft ins Home-Office zu schicken, diese sei bereits darauf vorbereitet gewesen, man arbeite damit nicht das erste Mal. Wir würden an Betreiber sicherheitskritischer Infrastruktur liefern, diese sei nicht wegrationalisierbar. Der Umsatz sei um 6,3% auf 303,6 Mio. Euro gestiegen, das Ebit um 10,3% auf 17,2 Mio, die Ebit-Marge sei auf 5,7% gestiegen, der Nettogewinn auf 12,5 Mio. Euro. Die Auftragseingänge hätten sich um 9% auf 333,7 Mio. Euro erhöht, das seien die bisher höchsten Auftragseingänge, der Auftragsstand betrage (am Ende des Jahres) 391,5 Mio. Euro. Die EK-Quote betrage 42,7%. Die Auswirkungen von Covid-19 könnten wir noch nicht abschätzen, Kundenaufträge seien auch von Haushaltszyklen abhängig, es schaue auch heuer gut aus. Der Umsatz unterteile sich unverändert zum Vorjahr in 70% ATM (Air Traffic Management) und 30% PST (Public Safety & Transport). Man habe 51% am deutschen Unternehmen ATRiCS übernommen, das weniger als 10% unseres Konzernumsatzes habe, die Eigentümerfamilie halte weiterhin 49%. Man wolle über Zukäufe keine neuen Kunden erwerben, bei 500 Kunden in 140 Ländern brauchen wir keine weiteren, vielmehr gehe es um neue Produkte, die wir durch den Zukauf anbieten können. Er erwähnte weiters Digital Remote Towers zur zivilen und militärischen Nutzung als Plattformen für hoch automatisierte Einsatzplanungen, Drohnen für den Transport für Medikamente und Laborproben, Überwachung von Menschenansammlungen, das großflächige Ausbringen von Desinfektionsmitteln müsse in den Luftverkehr integriert werden. 5G/LTE in den Kontrollzentren ermögliche die Nutzung der Breitbandtechnologien für Blaulichtorganisationen (Polizei, Rettung, Feuerwehr). Es ist alles viel spannender, als ich es aus zweiter Hand transportieren könnte, ich empfehle daher, für Details im sehr gut gemachten Geschäftsbericht zu schmökern. Mitarbeiterbeteiligungsprogramm habe es für Österreich und Deutschland gegeben, 1.300 Mitarbeiter seien antragsberechtigt gewesen, die Beteiligung sei mit 35% sehr hoch gewesen, man habe nun 460 Mitarbeiter als neue Aktionäre gewonnen. Für die Mitarbeiter habe es einen Preisabschlag von 20% auf den Börseschlusskurs vom 4.5.2020 gegeben, der Emissions habe 1 Mio. Euro überstiegen. Die Aktiengesamtzahl hat sich durch das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm um 80.000 erhöht. Anmerkung: Die glücklichen Mitarbeiter konnten also unter den Corona-Tiefstkursen zuschlagen, so ein Modell mit Eigeninvestitionen kann ich noch nachvollziehen, das langjährig erfolgreiche RHI-Beteiligungsmodell 5+1 bringt z.B. einen Rabatt von 16,67%. Aber alles, was höher als 20% wäre, würde mir nicht gefallen. Ein Unternehmen hat einmal 50% Abschlag gegeben, trotzdem hat nur ein Bruchteil der Mitarbeiter zugegriffen, und jetzt nach vielen Jahren notiert das Papier ungefähr auf Niveau des Mitarbeiterbeteiligungspreises, d.h. die Mitarbeiter waren recht gut abgesichert, nur die Nichtmitarbeiter haben Verluste eingefahren.

Der ARV informierte uns über die Bezüge des Aufsichtsrats (z.B. Normalmitglieder 12.000 plus 2.000 pro Sitzung), über den Vorbehalt "soweit rechtlich zulässig" für die Auszahlung der Dividende von 0,15 Euro pro Aktie, über BDO als Abschlussprüfer und über die Wiederwahl von 2 AR-Mitgliedern. Laut Notar sei das Frauenquotengesetz (Anm: habe dieses unaussprechliche NaDiVeG ins Normalverständliche übersetzt) bei Frequentis nicht anwendbar. AR-Kandidat Karl Michael Millauer stellte seinen beruflichen Werdegang vor, CFO bei Girozentrale/ERSTE, dann Jungbunzlauer, Rath und Wolford begleitet, dann BWT, danach eigene Wasseraufbereitungsfirma gegründet. AR-Kandidat Boris Nemsic erwähnte das Elektrotechnikstudium an der TU Wien, verschiedene Jobs im Bereich F&E, und dass er Generaldirektor von Telekom Austria und VimpelCom gewesen sei. Seit acht Jahren sei er beruflich in Dubai gebunden, beim weltweit tätigen Beratungsunternehmen Delta Partners. Der ARV erklärte die Eignung der beiden Kandidaten in eigenen Worten, Nemsic sei bei Innovationen als "wertvoller Sparringpartner" zur Verfügung gestanden. ARV Hannes Bardach informierte uns, dass die Abstimmung über die Vergütungspolitik des Vorstands lediglich empfehlenden Charakter habe und der entsprechende Beschluss nicht anfechtbar sei. Um 11:10 h verkündete er, dass 22 Aktionäre mit 10,740.131 anwesend seien, vertreten durch die vier "besonderen Stimmrechtsvertreter", und er eröffnete die Generaldebatte.

Auf die Frage, warum im Geschäftsjahr auf externe Evaluierung des Risikomanagements verzichtet worden sei, wurde uns mitgeteilt, dass aufgrund der umfangreichen Evaluierungen im Berichtsjahr von einer zusätzlichen Evaluierung durch den Abschlussprüfer abgesehen worden sei, für 2020 werde man das aber beauftragen. Wir erfuhren vom Vorkaufsrecht über die anderen 49% von ATRiCS. Auch nach dieser Akquisition werde ausreichend CAPEX zur Verfügung stehen, auch für weitere potentielle Akquisitionen. Was den Kaufpreis betrifft: Wir würden nur ein einstelliges Ebit-Multiple bezahlen. Wir erfuhren über weitere Minderheitsbeteiligungen bei Töchtern, die grundsätzlich dem jeweiligen lokalen Management gehören würden, jeweils mit unbefristeten Vorkaufsrechten. Für die Erstellung des Vergütungsberichts seien 15.000 Euro an externen Kosten angefallen und 2020 bezahlt worden. Die Referenzgruppe, an der der Erfolg des Managements gemessen werde, seien unter anderem SAAB sowie Unternehmen aus Deutschland, Spanien und Frankreich, in Österreich messe man sich an Kapsch TrafficCom und S&T. Zur Frage nach den Wertanpassungen bei Sitzungsgeldern: heuer sei keine vorgesehen.

Ein Aktionär meinte, solche Erfolge gehörten kommuniziert, was der ORF leider nicht mache. Wir erfuhren, dass man im ORF bei ECO schon über Frequentis berichtet habe. Anmerkung: Und wir von boerse-social.com sind ja auch noch da. Auf die Frage zu den Zinsen erfuhren wir, dass bei Frequentis keine Negativzinsen anfielen, die Guthaben würden sich in Höhe von 0% bis zu 1% (Termineinlagen) verzinsen. Die Japanische Entwicklungsbank finanziere ein Projekt auf den Philippinen, wofür weniger als 1% in Japanischen Yen zu bezahlen seien, hier seien mit Ende 2019 noch etwa 300.000 Euro ausständig. Auf die Frage zu den Kosten der virtuellen HV im Vergleich zu einer Präsenz-HV meinte CFO Sylvia Bardach, dass noch nicht abgerechnet worden sei, die virtuelle HV koste jedenfalls etwas mehr, da einiges für Technik und Internetübertragung aufgewendet werden müsse. In der 10%igen Fluktuationsrate seien auch natürliche Abgänge und Dienstgeberkündigungen enthalten, 7,5% Dienstnehmerkündigungen seien im IT-Bereich nichts Ungewöhnliches. Einige kämen aber auch wieder zurück. Mit 6, 7 und 8 Vertretungen hielten sich die Beauftragungen der besonderen Stimmrechtsvertreter in etwa die Waage, gerade Maria Brandstetter hatte nur 1 Vertretung über 23.000 Aktien. Vom Stimmgewicht her war Notar Franz-Georg Piskernik mit 9,160.766 Aktien der beliebteste. Anmerkung: bei 22 teilnehmenden Aktionären ist die Gruppe der besonderen Stimmrechtsvertreter mit vier Personen eh ein bisserl überbesetzt. Aber das Gesetz will es so. Auf Nachfrage wurden auch die Kosten genannt: Knap und Beckermann gemeinsam 3.600 Euro, die anderen beiden jeweils 1.500 Euro. Anmerkung: Ich halte es theoretisch für möglich, dass alle das gleiche bekommen, es aber bei zweien keinen Vorsteuerabzug gibt. Weil die Differenz gar so schön auf 20% MWSt passen würde. In Summe seien 80.000 Euro für die HV budgetiert worden.

Berthold Bergers Frage nach der Miete für das Hauptquartier in der Innovationsstraße fand ich von allen Fragen auf dieser HV am interessantesten, es seien 3,6 Mio. Euro pro Jahr, unbefristet gemietet, mit Kündigungsverzicht bis 2026. Die Banken, mit denen Frequentis das meiste Geschäft abwickelt: die üblichen Österreicher und aus Deutschland die Commerzbank. Obwohl weltweit tätig. Personalbeschaffungskosten weltweit im Konzern hätten rund 750.000 Euro betragen. 18% des Umsatzes fiele auf den Verteidigungsbereich, darunter falle aber auch Mischnutzung, erfuhren wir auf die Frage nach dem militärischen Umsatz von Frequentis. Was Aktionärsanteil betrifft, so seien GB und USA noch ausbaufähig, vom 22%igen Streubesitz fielen 39% auf D, 37% auf Ö, 19% auf restliches Europa und 5% auf die USA. Die Kosten des Geschäftsberichts würden rund 35.000 Euro betragen, es seien je 300 Stück in deutscher und englischer Sprache gedruckt worden. Anmerkung: mit weniger als 60 Euro pro Stück wäre das einer der billigsten Geschäftsberichte von Österreichs börsenotierten AGs. Sylvia Bardach antwortete noch auf eine Frage nach der Steuerbegünstigung für die Mitarbeiterbeteiligung: Ja, die 20%ige Ersparnis beim Bezug der Aktien fiele unter die 3.000-Euro-Steuerfreiheit pro Mitarbeiter und Jahr. Alle Tagesordnungspunkte erfuhren sehr hohe Zustimmung, einige sogar 100%. Die HV dauerte etwas mehr als 2 Stunden.
Frequentis ( Akt. Indikation:  17,50 /17,90, -1,38%)

(Der Input von Günter Luntsch für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 18.05.)

(18.05.2020)



 

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    CEO Norbert Haslacher erklärte, dass die Gruppe ausschließlich für Kontrollzentralen für sicherheitskritische Anwendungen weltweit liefere, in der Regel seien Behörden oder Behördennahe die Kunden, im klassischen Fall die Flugsicherungen der einzelnen Länder, in einzelnen Fällen auch Flughäfen. Eine Besonderheit in dieser Branche seien die sehr sehr langen Kundenbeziehungen, da diese Industrien sehr risikoavers seien. Frequentis habe wegen Covid-19 bereits Ende Februar einen Krisenstab eingerichtet, zum Schutz unserer Mitarbeiter auf der ganzen Welt. Das sei ein Balanceakt für alle, die Kinder zuhause haben. Gleichzeitig müsse das Geschäft weitergehen. Es sei gelungen, 97% der Belegschaft ins Home-Office zu schicken, diese sei bereits darauf vorbereitet gewesen, man arbeite damit nicht das erste Mal. Wir würden an Betreiber sicherheitskritischer Infrastruktur liefern, diese sei nicht wegrationalisierbar. Der Umsatz sei um 6,3% auf 303,6 Mio. Euro gestiegen, das Ebit um 10,3% auf 17,2 Mio, die Ebit-Marge sei auf 5,7% gestiegen, der Nettogewinn auf 12,5 Mio. Euro. Die Auftragseingänge hätten sich um 9% auf 333,7 Mio. Euro erhöht, das seien die bisher höchsten Auftragseingänge, der Auftragsstand betrage (am Ende des Jahres) 391,5 Mio. Euro. Die EK-Quote betrage 42,7%. Die Auswirkungen von Covid-19 könnten wir noch nicht abschätzen, Kundenaufträge seien auch von Haushaltszyklen abhängig, es schaue auch heuer gut aus. Der Umsatz unterteile sich unverändert zum Vorjahr in 70% ATM (Air Traffic Management) und 30% PST (Public Safety & Transport). Man habe 51% am deutschen Unternehmen ATRiCS übernommen, das weniger als 10% unseres Konzernumsatzes habe, die Eigentümerfamilie halte weiterhin 49%. Man wolle über Zukäufe keine neuen Kunden erwerben, bei 500 Kunden in 140 Ländern brauchen wir keine weiteren, vielmehr gehe es um neue Produkte, die wir durch den Zukauf anbieten können. Er erwähnte weiters Digital Remote Towers zur zivilen und militärischen Nutzung als Plattformen für hoch automatisierte Einsatzplanungen, Drohnen für den Transport für Medikamente und Laborproben, Überwachung von Menschenansammlungen, das großflächige Ausbringen von Desinfektionsmitteln müsse in den Luftverkehr integriert werden. 5G/LTE in den Kontrollzentren ermögliche die Nutzung der Breitbandtechnologien für Blaulichtorganisationen (Polizei, Rettung, Feuerwehr). Es ist alles viel spannender, als ich es aus zweiter Hand transportieren könnte, ich empfehle daher, für Details im sehr gut gemachten Geschäftsbericht zu schmökern. Mitarbeiterbeteiligungsprogramm habe es für Österreich und Deutschland gegeben, 1.300 Mitarbeiter seien antragsberechtigt gewesen, die Beteiligung sei mit 35% sehr hoch gewesen, man habe nun 460 Mitarbeiter als neue Aktionäre gewonnen. Für die Mitarbeiter habe es einen Preisabschlag von 20% auf den Börseschlusskurs vom 4.5.2020 gegeben, der Emissions habe 1 Mio. Euro überstiegen. Die Aktiengesamtzahl hat sich durch das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm um 80.000 erhöht. Anmerkung: Die glücklichen Mitarbeiter konnten also unter den Corona-Tiefstkursen zuschlagen, so ein Modell mit Eigeninvestitionen kann ich noch nachvollziehen, das langjährig erfolgreiche RHI-Beteiligungsmodell 5+1 bringt z.B. einen Rabatt von 16,67%. Aber alles, was höher als 20% wäre, würde mir nicht gefallen. Ein Unternehmen hat einmal 50% Abschlag gegeben, trotzdem hat nur ein Bruchteil der Mitarbeiter zugegriffen, und jetzt nach vielen Jahren notiert das Papier ungefähr auf Niveau des Mitarbeiterbeteiligungspreises, d.h. die Mitarbeiter waren recht gut abgesichert, nur die Nichtmitarbeiter haben Verluste eingefahren.

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    Ein Aktionär meinte, solche Erfolge gehörten kommuniziert, was der ORF leider nicht mache. Wir erfuhren, dass man im ORF bei ECO schon über Frequentis berichtet habe. Anmerkung: Und wir von boerse-social.com sind ja auch noch da. Auf die Frage zu den Zinsen erfuhren wir, dass bei Frequentis keine Negativzinsen anfielen, die Guthaben würden sich in Höhe von 0% bis zu 1% (Termineinlagen) verzinsen. Die Japanische Entwicklungsbank finanziere ein Projekt auf den Philippinen, wofür weniger als 1% in Japanischen Yen zu bezahlen seien, hier seien mit Ende 2019 noch etwa 300.000 Euro ausständig. Auf die Frage zu den Kosten der virtuellen HV im Vergleich zu einer Präsenz-HV meinte CFO Sylvia Bardach, dass noch nicht abgerechnet worden sei, die virtuelle HV koste jedenfalls etwas mehr, da einiges für Technik und Internetübertragung aufgewendet werden müsse. In der 10%igen Fluktuationsrate seien auch natürliche Abgänge und Dienstgeberkündigungen enthalten, 7,5% Dienstnehmerkündigungen seien im IT-Bereich nichts Ungewöhnliches. Einige kämen aber auch wieder zurück. Mit 6, 7 und 8 Vertretungen hielten sich die Beauftragungen der besonderen Stimmrechtsvertreter in etwa die Waage, gerade Maria Brandstetter hatte nur 1 Vertretung über 23.000 Aktien. Vom Stimmgewicht her war Notar Franz-Georg Piskernik mit 9,160.766 Aktien der beliebteste. Anmerkung: bei 22 teilnehmenden Aktionären ist die Gruppe der besonderen Stimmrechtsvertreter mit vier Personen eh ein bisserl überbesetzt. Aber das Gesetz will es so. Auf Nachfrage wurden auch die Kosten genannt: Knap und Beckermann gemeinsam 3.600 Euro, die anderen beiden jeweils 1.500 Euro. Anmerkung: Ich halte es theoretisch für möglich, dass alle das gleiche bekommen, es aber bei zweien keinen Vorsteuerabzug gibt. Weil die Differenz gar so schön auf 20% MWSt passen würde. In Summe seien 80.000 Euro für die HV budgetiert worden.

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