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Wolford mit höherem Verlust - neues Management erstellt Masterplan

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13.12.2019, 4298 Zeichen

Die an der Wiener Börse notierte Wolford AG erzielte in den ersten sechs  Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2019/20 (Mai 2019 bis April 2020) einen Umsatz von 60,49 Mio. Euro, dieser lag damit um 3,0 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres (62,37 Mio. Euro). Wolford leidet den Angaben zufolge wie der stationäre Modeeinzelhandel weltweit unter einem tiefgreifenden Strukturwandel und einer sinkenden Kundenfrequenz in den westeuropäischen Modemärkten. Vor allem infolge der rückläufigen Umsatzerlöse betrug das operative Ergebnis (EBIT) in den ersten sechs Monaten ‑9,38 Mio. Euro nach -5,92 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis vor Steuern beträgt ‑12,03 Mio. Euro nach ‑6,61 Mio. Euro im Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern beläuft sich auf -11,86 Mio. Euro nach -7,33 Mio. Euro. Auf Basis der derzeitigen Analyse aller relevanten Unternehmensbereiche wird das neue Vorstandsteam einen Plan zur Neuaufstellung der Wolford AG entwickeln, der kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen umfasst. Auf der Grundlage der aktuellen Erkenntnisse bestätigt das Management die bisherige Planung, nach der Wolford im Geschäftsjahr 2020/21 in die Gewinnzone zurückkehren soll, heißt es im Ausblick.

Im Zuge der Verluste aus diesem und dem letzten Geschäftsjahr verringerte sich das Eigenkapital der Wolford Gruppe auf 30,96 Mio. Euro (31. Oktober 2018: 48,16 Mio. €). Angesichts der Gewährung eines Gesellschafterdarlehens durch die Fosun Fashion Investment Holdings (HK) Limited in Höhe von 10 Mio. €. stieg die Nettoverschuldung zum 31. Oktober 2019 von 25,21 Mio. € auf 33,51 Mio. €. Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der Erstanwendung von IFRS 16 und der erhöhten Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote auf 18 % (31. Oktober 2018: 39 %) und der Verschuldungsgrad (Gearing) erhöhte sich von 52 % auf 108 %.

Das erst seit wenigen Wochen amtierende Vorstandsteam, bestehend aus Silvia Azzali und Andrew Thorndike, ist Unternehmensangaben zufolge derzeit gemeinsam mit den Führungskräften dabei, die Lage genau zu analysieren und auf dieser Basis einen Masterplan für Wolford mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen zu entwickeln. Das Ziel ist eine nachhaltige Neuaufstellung von Wolford als profitables Unternehmen mit starken Sortimenten und einer klaren Kundenausrichtung. Dabei gilt es auch, die Kosten an die Umsatzentwicklung anzupassen.

Naturgemäß stehen einzelne Boutiquenstandorte auf dem Prüfstand, andererseits soll die Wolford-Präsenz primär mit Hilfe von Wholesale-Partnern dort weiter ausgebaut werden, wo es nachweislich Wachstumspotenzial gibt. So ist Wolford nach mehreren Jahren erstmals wieder auf dem japanischen Markt vertreten, weitere wichtige Eröffnungen von Partnerboutiquen gab es in der EMEA-Region, in Istanbul, Prag und Belgrad. Im Wachstumsmarkt China hat Wolford im ersten Halbjahr drei neue Partnerboutiquen auf dem Festland eröffnet. Zudem investiert Wolford gezielt in den Bereich Omni-Channel: So kooperiert das Unternehmen neuerdings mit der Luxusmode-Plattform Farfetch, einem der weltweit wichtigsten Online-Versender von Luxusmode, der es Wolford ermöglicht, in neuen Märkten Präsenz zu zeigen. Ein erstes Pilotprojekt mit der Mailänder Wolford-Boutique hat binnen drei Wochen zu einer rund 30-prozentigen Steigerung der Umsätze geführt, darunter viele Aufträge aus Ländern wie Saudi-Arabien oder Ungarn, in denen Wolford bisher kaum vertreten ist.

Deutliche Einsparungspotenziale hat das Management entlang der Wertschöpfungskette u.a. im Bereich Beschaffung identifiziert: Unter einer nunmehr einheitlichen Führung im Einkauf hat Wolford in den letzten Wochen die Einkaufsprozesse zentralisiert und mit dem neuen Verantwortlichen und seinem Team konkrete Kostensenkungsmaßnahmen ausgearbeitet, die auch bereits in Umsetzung sind.

Im Zuge des weiteren Abbaus von Stellen in der Administration in Bregenz im Geschäftsjahr 2018/19 sank die durchschnittliche Mitarbeiterzahl auf Vollzeitbasis in den ersten sechs Monaten um 68 auf nunmehr 1.282 Mitarbeiter (Vorjahresdurchschnitt: 1.350 Vollzeitarbeiter). Als Folge dessen verringerten sich die Personalkosten um 0,89 Mio. Euro auf 30,27 Mio. Euro. Die Abschreibungen stiegen infolge der Erstanwendung des neuen Bilanzierungsstandards IFRS 16 im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres von 3,63 auf 9,22 Mio. Euro.



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Wolford (Fotocredit: Michael J. Plos)


Autor
Christine Petzwinkler
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