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20.11.2019

Kapital als Instrument. Eigentlich wollte ich den Begriff „Waffe“ hier vermeiden, ist unsere Finanzwelt ja ohnehin voller aggressiver Analogien, die oft mehr an Kriege und Schlachten erinnern als an logisch und sachlich unterlegte Anlageentscheidungen. Aber es ist wie es ist, mit Kapital wird aktuell ziemlich stark in der globalen Politik agiert.

Die Rede ist natürlich von USA gegen China, aber wenn es ums Geld geht sind Japan und auch die EU nicht weit entfernt. „Money makes the world go round“ und das tut sie derzeit ziemlich beschleunigt. Die USA haben mit ihrer Politik begonnen die Einflüsse Chinas begrenzen zu wollen. Der Erfolg dieser Politik ist mittlerweile stärker anzuzweifeln, denn es ergibt sich daraus wenig Euphorisches für die USA. America ist nicht mehr überall „First“ und einige Sektoren, wie beispielsweise Grundstoffe oder Agrar leiden immer stärker. China ist ein aufmerksamer und flexibler Gegenspieler, und die USA sind durch ihren wachsenden innenpolitischen Stress offensichtlich auch nicht mehr zu jeder Drohung bereit. Das dort mittlerweile sinkende Potentialwachstum wird bereits in den Erwartungshaltungen an den Märkten eingepreist, die historischen Höchststände an den US-Börsen werden von immer weniger Aktien getragen und immer stärker auf passive Investments zurückgeführt. Das kann daher nicht mehr sehr lange gut gehen. Daher, im Wissen dessen, beginnt die Trump Administration die Assets der Chinesen in USA direkt zu adressieren. Die Drohung, chinesische Investments und Vermögensbestände in USA stärker zu beleuchten geht in diese Richtung.

Auch hier zeigt sich plötzlich ein negativer Effekt an einer anderen, sicher nicht gewünschten Seite. Die Immobilienpreise in USA beginnen zu wackeln. In erster Linie sind es die Preise für Luxusimmobilien, die unter Druck kamen. New York, View Central Park, und Miami Beach waren selten so günstig wie jetzt. Gerade in Miami zeigt sich inzwischen ein düsteres Bild. Ganze Appartementhochhäuser stehen überwiegend leer, Refinanzierungen für Immo-Investments sind kaum zu bekommen, das Geschäftsmodell des am eigenen Leverage gescheiterten Immobilienmaklers macht die Runde. Der Grund hierfür ist offensichtlich: China macht woanders im Eigenheim Urlaub. Das Drohen eines Donald Trump, chinesisches Vermögen in USA einfrieren zu lassen, zeigte Wirkung. Der Anteil Chinas an Direktinvestments in USA hat sich bereits halbiert, Canada ist dadurch zum größten ausländischen Immobilienkäufer geworden, ohne dabei absolut zu wachsen, daneben schrumpft auch UK, einzig Indien holt in dieser Statistik auf, überholt UK und ist derzeit Nummer drei. Einer der größten und prominentesten Hedgefundmanager, Ray Dalio, hat sich ebenso bereits zu Wort gemeldet und gewarnt, dass „Capital Wars“ von niemandem zu gewinnen wären. Sie kosten Allen. Die Gedanken an die Angst der USA vor einer Abwertung des Yuan passen hier exakt ins Bild.

Und wer jetzt hoffnungsfroh an die ultratiefen Taschen unserer Notenbanken denkt, die uns ja alle retten werden, der wird enttäuscht, denn diese ziehen sich gerade Stück für Stück aus der selbstgebastelten Niedrigzinsfalle zurück. Die Erkenntnis etlicher Volkswirte und eine zunehmende Uneinigkeit im Kreise der Notenbankgremien lässt negative Renditen ins emotionale Abseits rutschen. Der Finger zeigt immer öfter auf die Politik, ihre starre Haltung zu durchbrechen und sich endlich auch in Euroland zu bewegen. Es werden daher einzig die PolitikerInnen sein müssen, die mit sinnvoller und mit Perspektiven positiv angereicherter Wirtschaftspolitik Investitionen anlocken um das Rad schwungvoller in Gang zu bringen. Reine Drohungen und kurzfristiges Agieren gegen Huawei & Co wird nichts nützen.

Kein Wunder, dass plötzlich Gold steigt und jeder in Values investiert sein möchte. Dort kann nämlich nicht so viel an Scherben entstehen.

(Der Input von Wolfgang Matejka für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 20.11.)




 

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    - Chris, welche Performance habt ihr letztes Jahr gehabt? - Was habt ihr gemacht, um diese mehrfache 1000%-Performance zu erreichen? - Warum soll jetzt ein Investor eure Aktie kaufen? - Habt ihr sc...

    Die Immobilienpreise in USA beginnen zu wackeln (Wolfgang Matejka)


    20.11.2019

    Kapital als Instrument. Eigentlich wollte ich den Begriff „Waffe“ hier vermeiden, ist unsere Finanzwelt ja ohnehin voller aggressiver Analogien, die oft mehr an Kriege und Schlachten erinnern als an logisch und sachlich unterlegte Anlageentscheidungen. Aber es ist wie es ist, mit Kapital wird aktuell ziemlich stark in der globalen Politik agiert.

    Die Rede ist natürlich von USA gegen China, aber wenn es ums Geld geht sind Japan und auch die EU nicht weit entfernt. „Money makes the world go round“ und das tut sie derzeit ziemlich beschleunigt. Die USA haben mit ihrer Politik begonnen die Einflüsse Chinas begrenzen zu wollen. Der Erfolg dieser Politik ist mittlerweile stärker anzuzweifeln, denn es ergibt sich daraus wenig Euphorisches für die USA. America ist nicht mehr überall „First“ und einige Sektoren, wie beispielsweise Grundstoffe oder Agrar leiden immer stärker. China ist ein aufmerksamer und flexibler Gegenspieler, und die USA sind durch ihren wachsenden innenpolitischen Stress offensichtlich auch nicht mehr zu jeder Drohung bereit. Das dort mittlerweile sinkende Potentialwachstum wird bereits in den Erwartungshaltungen an den Märkten eingepreist, die historischen Höchststände an den US-Börsen werden von immer weniger Aktien getragen und immer stärker auf passive Investments zurückgeführt. Das kann daher nicht mehr sehr lange gut gehen. Daher, im Wissen dessen, beginnt die Trump Administration die Assets der Chinesen in USA direkt zu adressieren. Die Drohung, chinesische Investments und Vermögensbestände in USA stärker zu beleuchten geht in diese Richtung.

    Auch hier zeigt sich plötzlich ein negativer Effekt an einer anderen, sicher nicht gewünschten Seite. Die Immobilienpreise in USA beginnen zu wackeln. In erster Linie sind es die Preise für Luxusimmobilien, die unter Druck kamen. New York, View Central Park, und Miami Beach waren selten so günstig wie jetzt. Gerade in Miami zeigt sich inzwischen ein düsteres Bild. Ganze Appartementhochhäuser stehen überwiegend leer, Refinanzierungen für Immo-Investments sind kaum zu bekommen, das Geschäftsmodell des am eigenen Leverage gescheiterten Immobilienmaklers macht die Runde. Der Grund hierfür ist offensichtlich: China macht woanders im Eigenheim Urlaub. Das Drohen eines Donald Trump, chinesisches Vermögen in USA einfrieren zu lassen, zeigte Wirkung. Der Anteil Chinas an Direktinvestments in USA hat sich bereits halbiert, Canada ist dadurch zum größten ausländischen Immobilienkäufer geworden, ohne dabei absolut zu wachsen, daneben schrumpft auch UK, einzig Indien holt in dieser Statistik auf, überholt UK und ist derzeit Nummer drei. Einer der größten und prominentesten Hedgefundmanager, Ray Dalio, hat sich ebenso bereits zu Wort gemeldet und gewarnt, dass „Capital Wars“ von niemandem zu gewinnen wären. Sie kosten Allen. Die Gedanken an die Angst der USA vor einer Abwertung des Yuan passen hier exakt ins Bild.

    Und wer jetzt hoffnungsfroh an die ultratiefen Taschen unserer Notenbanken denkt, die uns ja alle retten werden, der wird enttäuscht, denn diese ziehen sich gerade Stück für Stück aus der selbstgebastelten Niedrigzinsfalle zurück. Die Erkenntnis etlicher Volkswirte und eine zunehmende Uneinigkeit im Kreise der Notenbankgremien lässt negative Renditen ins emotionale Abseits rutschen. Der Finger zeigt immer öfter auf die Politik, ihre starre Haltung zu durchbrechen und sich endlich auch in Euroland zu bewegen. Es werden daher einzig die PolitikerInnen sein müssen, die mit sinnvoller und mit Perspektiven positiv angereicherter Wirtschaftspolitik Investitionen anlocken um das Rad schwungvoller in Gang zu bringen. Reine Drohungen und kurzfristiges Agieren gegen Huawei & Co wird nichts nützen.

    Kein Wunder, dass plötzlich Gold steigt und jeder in Values investiert sein möchte. Dort kann nämlich nicht so viel an Scherben entstehen.

    (Der Input von Wolfgang Matejka für den http://www.boerse-social.com/gabb vom 20.11.)




     

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