07.11.2019, 2562 Zeichen
Der Konzernumsatz der Polytec Group reduzierte sich in den ersten drei Quartalen 2019 gegenüber der Vorjahresperiode um 1,8 Prozent auf 470,3 Mio. Euro (Q1-Q3 2018: 478,7 Mio.). Die Erstkonsolidierung der neu gegründeten Polytec Car Styling Weierbach GmbH, die den Automotive-Geschäftsbetrieb der insolventen Wayand AG fortführt, fand per 1. September 2019 statt. Im Konzernumsatz sind 7,2 Mio. Euro aus der neu gegründeten Gesellschaft enthalten, informiert die Gesellschaft. Die maßgeblichen Veränderungen in der Automobilbranche führten im Stammgeschäft der Polytec seit mehreren Quartalen zu Abrufkürzungen und Umsatzeinbußen im Marktbereich Personenkraftwagen. Im dritten Quartal 2019 sei jedoch bei Produkten für Personenkraftwagen - auf Basis schwacher Vorjahreswerte - geringfügiges Wachstum zu verzeichnen, wie es heißt.
Das EBITDA der Gruppe belief sich in den ersten drei Quartalen 2019 auf 47,8 Mio. Euro (-4,3 Prozent). Die EBITDA-Marge verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 0,2 Prozentpunkt von 10,4% auf 10,2%. Das EBIT des Konzerns betrug in den Monaten Jänner bis September 2019 22,2 Mio. Euro (-28,1Prozent). Die EBIT-Marge ging im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,7 Prozentpunkte von 6,4% auf 4,7% zurück. Das Konzernergebnis nach Steuern liegt bei 14,1 Mio. Euro (-36,5 Prozent).
Der Marktbereich Nutzfahrzeuge, der sich in den Vorperioden positiv entwickelte, musste im dritten Quartal 2019 im Vergleich zum Vorjahr einen deutlichen Umsatzrückgang hinnehmen. Der Bereich Non-Automotive zeige eine erfreuliche Steigerung im Vergleich zum schwachen Vorjahreszeitraum, so die Gesellschaft.
Das Management geht für das Geschäftsjahr 2019 aus heutiger Sicht - inklusive der Konsolidierung der Polytec Car Styling Weierbach ab 1. September 2019 - von einem Konzernumsatz von rund 650 Mio. Euro aus. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird voraussichtlich rund 35 Mio. Euro betragen. Damit kürzt das Unternehmen die EBIT-Prognose, da im Zuge der Halbjahreszahlen noch von einem EBIT auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2018 (40,1 Mio. Euro) ausgegangen war.
Das Erreichen dieses Ergebnisausblicks hänge unter anderem von erfolgreichen letzten Verhandlungen über bestehende marktbedingte Forderungen gegenüber Kunden ab, so das Unternehmen. Darüber hinaus enthält die Ergebnisvorausschau weitere positive Sondereffekte aus Kapazitätsanpassungen. Gravierende Auswirkungen durch den Brexit, weltweite Handelsbarrieren oder politische und geopolitische Vorkommnisse sind in diesem Ausblick nicht enthalten, betont Polytec.
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