29.09.2019
Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
Aus dem wöchentlichen Marktausblick von Raiffeisen Research:
In der vergangenen Woche standen die internationalen Aktienmärkte wieder einmal ganz im Bann der Trump’schen Verhaltensakrobatik. „Einmal hü, einmal hott“ – so kann man den Einfluss von US-Präsident Trump bzw. seiner Regierung auf die Börsen zusammenfassen. Am letzten Freitag konnte man die vorzeitige Abreise der chinesischen Handelsdelegation sowie kritische Äußerungen der US- Regierung wie einen Mahnruf verstehen, dass der Handelsstreit zwischen USA und China noch lange nicht vom Tisch ist. Kurz darauf wurden von der US-Seite High-Level Handelsgespräche für Oktober angekündigt, ehe Trump aufkeimende Hoffnungen bei seiner nächsten Rede wieder begrub, nur um einen Tag später neue Hoffnungen mit der Aussage zu schüren, dass ein Deal schneller kommen könne als mittlerweile antizipiert wird. Aber auch der ungewollten Einflussnahme entkamen die Investoren zuletzt nicht: So kam der US-Präsident innenpolitisch mächtig unter Druck, als die Demokraten aufgrund der Ukraine-Affäre erste Schritte für ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einleiteten. Die aufkommende Unsicherheit trug ebenfalls maßgeblich zur tendenziell schwachen Aktien-Entwicklung bei, ehe sich der Markt darauf besann, dass für eine Amtsenthebung letztendlich eine 2/3-Mehrheit im Senat notwendig ist. Allerdings stellen dort die Republikaner die Mehrheit, weshalb dieses Unterfangen kaum von Erfolg gekrönt sein wird.
Dämpfend auf die Aktienmarktentwicklung wirkten sich die bestenfalls als gemischt zu bezeichnenden Wirtschaftsindikatoren aus: Zwar konnte der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe höhere Zuwächse als erwartet registrieren, allerdings wurde dies von dem deutlichen Rückgang des Konsumentenvertrauens (Conference Board) im September konterkariert. Prekärer sieht die Lage in der Eurozone aus: Aufgrund der deutlichen Rückgänge der Einkaufsmanagerindizes auf ein neues zyklisches Tief haben sich die Rezessionsängste noch weiter verschärft. Und als ob diese Risikofaktoren noch nicht ausreichen, wurde in Großbritannien ein neues Kapitel im Brexit-Krimi aufgeschlagen, nachdem der oberste Gerichtshof die von Boris Johnson initiierte Zwangspause des Parlaments für unrechtmäßig erklärt hatte. Das Urteil hat die Chancen für einen Deal kaum verbessert, wodurch die Unsicherheiten rund um den Ausstieg Großbritanniens unverändert hoch bleiben.
Fazit: Auch wenn wir im Verlauf des Jahres 2020 von einer Wirtschaftserholung sowie von sich auflösenden Risiken ausgehen, lässt uns die aktuell hohe Anzahl an Risikofaktoren („Dreh- und Angelpunkt“ ist nach wie vor der Handelsstreit mit China) sowie die sich weiter abschwächende Wirtschaftsdynamik (Einbruch im Industriesektor hat noch keinen Boden gefunden) kaum eine andere Wahl als auf kurze Sicht vorsichtig zu bleiben.
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Aktien auf dem Radar:Uniqa, Semperit, FACC, EuroTeleSites AG, Telekom Austria, Bawag, ATX NTR, RBI, VIG, voestalpine, Erste Group, DO&CO, CA Immo, Andritz, ATX, Rosgix, Porr, Wienerberger, ATX TR, ATX Prime, Palfinger, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, UBM, Polytec Group, Verbund, Amag, Flughafen Wien, CPI Europe AG, Österreichische Post, Zalando.
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Die DADAT Bank positioniert sich als moderne, zukunftsweisende Direktbank für Giro-Kunden, Sparer, Anleger und Trader. Alle Produkte und Dienstleistungen werden ausschließlich online angeboten. Die Bank mit Sitz in Salzburg beschäftigt rund 30 Mitarbeiter und ist als Marke der Bankhaus Schelhammer & Schattera AG Teil der GRAWE Bankengruppe.
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In der vergangenen Woche standen die internationalen Aktienmärkte wieder einmal ganz im Bann der Trump’schen Verhaltensakrobatik. „Einmal hü, einmal hott“ – so kann man den Einfluss von US-Präsident Trump bzw. seiner Regierung auf die Börsen zusammenfassen. Am letzten Freitag konnte man die vorzeitige Abreise der chinesischen Handelsdelegation sowie kritische Äußerungen der US- Regierung wie einen Mahnruf verstehen, dass der Handelsstreit zwischen USA und China noch lange nicht vom Tisch ist. Kurz darauf wurden von der US-Seite High-Level Handelsgespräche für Oktober angekündigt, ehe Trump aufkeimende Hoffnungen bei seiner nächsten Rede wieder begrub, nur um einen Tag später neue Hoffnungen mit der Aussage zu schüren, dass ein Deal schneller kommen könne als mittlerweile antizipiert wird. Aber auch der ungewollten Einflussnahme entkamen die Investoren zuletzt nicht: So kam der US-Präsident innenpolitisch mächtig unter Druck, als die Demokraten aufgrund der Ukraine-Affäre erste Schritte für ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn einleiteten. Die aufkommende Unsicherheit trug ebenfalls maßgeblich zur tendenziell schwachen Aktien-Entwicklung bei, ehe sich der Markt darauf besann, dass für eine Amtsenthebung letztendlich eine 2/3-Mehrheit im Senat notwendig ist. Allerdings stellen dort die Republikaner die Mehrheit, weshalb dieses Unterfangen kaum von Erfolg gekrönt sein wird.
Dämpfend auf die Aktienmarktentwicklung wirkten sich die bestenfalls als gemischt zu bezeichnenden Wirtschaftsindikatoren aus: Zwar konnte der US-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe höhere Zuwächse als erwartet registrieren, allerdings wurde dies von dem deutlichen Rückgang des Konsumentenvertrauens (Conference Board) im September konterkariert. Prekärer sieht die Lage in der Eurozone aus: Aufgrund der deutlichen Rückgänge der Einkaufsmanagerindizes auf ein neues zyklisches Tief haben sich die Rezessionsängste noch weiter verschärft. Und als ob diese Risikofaktoren noch nicht ausreichen, wurde in Großbritannien ein neues Kapitel im Brexit-Krimi aufgeschlagen, nachdem der oberste Gerichtshof die von Boris Johnson initiierte Zwangspause des Parlaments für unrechtmäßig erklärt hatte. Das Urteil hat die Chancen für einen Deal kaum verbessert, wodurch die Unsicherheiten rund um den Ausstieg Großbritanniens unverändert hoch bleiben.
Fazit: Auch wenn wir im Verlauf des Jahres 2020 von einer Wirtschaftserholung sowie von sich auflösenden Risiken ausgehen, lässt uns die aktuell hohe Anzahl an Risikofaktoren („Dreh- und Angelpunkt“ ist nach wie vor der Handelsstreit mit China) sowie die sich weiter abschwächende Wirtschaftsdynamik (Einbruch im Industriesektor hat noch keinen Boden gefunden) kaum eine andere Wahl als auf kurze Sicht vorsichtig zu bleiben.
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