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Let's pace it: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben (Vienna City Marathon)

21.03.2019

Katharina Zipser muss für den VCM leider absagen. Stephan Listabarth und Christian Robin helfen ihren Kollegen als Pacemaker

Tausende Läufer fiebern dem Vienna City Marathon entgegen. Auch Peter Herzog, Lemawork Ketema, Valentin Pfeil, Christian Steinhammer und Eva Wutti aus dem VCM Team Austria sind voll in ihren Vorbereitungen für den 7. April. Drei andere Teammitglieder werden zumindest nicht über die komplette Distanz dabei sein: Katharina Zipser muss verletzungsbedingt absagen. Stephan Listabarth und Christian Robin werden ihre Kollegen als Pacemaker unterstützen.

Für viele Läufer, gleich, ob Profi, Halbprofi oder Amateur, ist der Vienna City Marathon das große Highlight im Jahr. Doch manchmal kommt es anders als man denkt. Katharina Zipser und Stephan Listabarth können ein Lied davon singen. Riesig war die Vorfreude auf den VCM, ebenso groß ist die Enttäuschung über die verletzungsbedingte Absage.

Katharina Zipser: Kein Marathonstart ohne Top-Vorbereitung


Seit wenigen Tagen ist klar, dass Zipser, die 2017 als Elfte beste Österreicherin in Wien war, und 2018 in 2:44:41 persönliche Bestzeit lief, nicht starten wird können. Eine Schleimbeutelentzündung unter der Achillessehne verhindert eine Teilnahme. „Es ist wirklich bitter, denn der VCM war auch heuer das großes Frühjahrsziel“, sagt die Tirolerin. „Es ist hart, sich damit abfinden zu müssen. Tag für Tag habe ich gehofft, dass die Entzündung schnell ausheilt und ein Start möglich ist – nun muss ich zur Kenntnis nehmen, dass es nicht klappen wird.“ Denn der Vienna City Marathon ist die große sportliche Liebe der Katharina Zipser: „Der VCM ist der Marathon in unserer Hauptstadt. Und er ist eine große und nicht weniger herzliche Veranstaltung.“

Selbst wenn die Verletzung bis zum 7. April ausgeheilt sein sollte, mache ein Start wenig Sinn: „Trainingseinheiten fehlen, ich möchte keinen Marathon ohne Top-Vorbereitung laufen.“ Nun muss sich die Team-Weltmeisterin im Langdistanz-Berglauf damit abfinden, mehr Zeit mit Aqua-Jogging und Gymnastik als mit echtem Lauftraining zu verbringen. „Insbesondere Indoor-Aqua-Jogging ist nicht besonders unterhaltsam, aber so leicht werfe ich das Handtuch nicht“, sagt die 35-jährige Linguistin. „Für den VCM gibt es keinen Ersatz, aber ich werde mir neue Ziele suchen.“ Einen bestimmten Ort oder Event nennt sie noch nicht. „Ich möchte sehen, wie die ersten Trainings nach der Verletzungspause laufen. Dann geht’s weiter. Laufen ist meine Leidenschaft, ich gebe nicht so leicht auf, auch wenn ich natürlich zwischenzeitlich ein bisschen verzweifelt bin.“

Und 2020 wird ja auch wieder ein Vienna City Marathon auf dem Programm stehen. Katharina Zipser freut sich schon jetzt darauf: „Es ist eine tolle Idee, das VCM Team Austria in Wien gemeinsam zu präsentieren. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder dabei sein darf.“

Stephan Listabarth: Support für Teamkollegen


Während Katharina Zipser beim VCM schon Marathon-Erfolgserlebnisse genießen durfte, wartet Stephan Listabarth noch auf ein solches. Schon 2018 hatte der angehende Mediziner sein Marathon-Debüt, das für Wien geplant war, wegen einer Sprunggelenksverletzung verpasst. Und auch 2019 klappt es wegen derselben Verletzung nicht, wie er Mitte Februar auf Social Media schon bekannt gegeben hat. „Das ist wie verhext“, lächelt er bitter. Denn wie für Zipser nimmt der Wien-Marathon auch für Listabarth eine besondere Stellung ein: „Ich krieg‘ schon eine Gänsehaut, wenn ich an den VCM denke. Ich bin in Wien geboren und aufgewachsen. Es wäre das Allergrößte für mich gewesen, topfit an den Start zu gehen und meine Leistung zu bringen.“ Seit 2011 denkt er daran, vorbei an seiner Familie mit seinen Drillingsbrüdern und seinen Freunden durch die Stadt zu laufen. Damals hat er den VCM-Junior-Marathon gewonnen. Seither lässt ihn die Veranstaltung nicht mehr los.

Fit ist der 25-Jährige Wiener inzwischen, aber siehe Zipser – „ich habe wochenlang nicht laufen können, das Training fehlt mir.“ Inzwischen ist er schmerzfrei und denkt zumindest daran, seinen Kollegen vom VCM Team Austria zu helfen: „Es ist denkbar, dass ich etwa für Christian Steinhammer und Peter Herzog den Tempomacher gebe. Es würde mich freuen, wenn ich sie unterstützen kann. Auch, wenn ich nicht durchlaufen werde.“

Sein Marathon-Debüt hat Listabarth zwangsläufig nicht in Wien, sondern letztes Jahr in Frankfurt gegeben. Die Zeit von 2:18:23 gibt Anlass zu Optimismus, zumal er mit 25 Jahren sehr jung für einen Marathonläufer ist und er nur sehr beschränkt Zeit zu trainieren hat. Noch bis Ende Juli läuft sein Klinisch-Praktisches Jahr als angehender Arzt. Training ist nur sehr früh am Morgen oder sehr spät am Abend möglich. „Danach sollte es besser werden. Aber jetzt konzentriere ich mich auf den nächsten Marathon.“ Dieser wird für ihn in Wien nicht bis ins Ziel führen. Aber an Frankfurt hat Stephan Listabarth gute Erinnerungen. Und er kann sich gut vorstellen, diese am 27. Oktober 2019 aufzufrischen.

Christian Robin: Helfen, um Ziele zu erreichen


Dass er Marathonlaufen kann und auch in der Lage ist, andere Läufer beim Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen, hat Christian Robin schon bewiesen. 2:19:11 Stunden lautet die Bestzeit des 35-jährigen Kärntners. Als Pacemaker hat er seinen Trainer Roman Weger und andere Laufkollegen schon mehrfach begleitet. Das wird auch beim VCM am 7. April seine Aufgabe sein: „Ich wollte meine Saison diesmal anders aufsetzen und im Frühjahr keinen Marathon laufen“, sagt der Produktmanager in einem IT-Unternehmen. „Ich habe gut trainieren können und freue mich darauf, als Tempomacher zu laufen. Es macht Spaß, anderen zu helfen. Man muss gut in Form sein und eine sportliche Leistung abliefern, aber es ist mental nicht so anstrengend wie ein eigenes Rennen, wo man sich schon Wochen davor fragt, wie es denn funktionieren wird.“

Ein Halbmarathon ist im Frühjahr bei ihm noch geplant, im Herbst dann ein hoffentlich schneller Marathon. „Und 2020 dann der VCM über die volle Distanz. Ich laufe gerne in Wien. Es ist für jeden Läufer ein Erlebnis, hier am Start zu sein. Unter 2:20 Stunden zu bleiben, das ist weiter mein Ziel.“

„Es ist für jeden Läufer ein Erlebnis, in Wien am Start zu sein. Ich bin stolz, Teil dieses Teams zu sein. Wir haben im Marathon Know-How in Österreich und guten Austausch untereinander. 2019 habe ich den VCM-Halbmarathon auf meiner Agenda, weil ich nach Verletzungsproblemen meine Saison diesmal anders aufsetzen will. 2020 will ich beim Vienna City Marathon wieder unter 2:20 Stunden laufen.“


VCM News / Manfred Polt, Andreas Maier

Im Original hier erschienen: Let’s pace it: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben




 

Bildnachweis

1. Mario Bauernfeind, Stephan Listabarth, Christoph Sander

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    Für viele Läufer, gleich, ob Profi, Halbprofi oder Amateur, ist der Vienna City Marathon das große Highlight im Jahr. Doch manchmal kommt es anders als man denkt. Katharina Zipser und Stephan Listabarth können ein Lied davon singen. Riesig war die Vorfreude auf den VCM, ebenso groß ist die Enttäuschung über die verletzungsbedingte Absage.

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    Seit wenigen Tagen ist klar, dass Zipser, die 2017 als Elfte beste Österreicherin in Wien war, und 2018 in 2:44:41 persönliche Bestzeit lief, nicht starten wird können. Eine Schleimbeutelentzündung unter der Achillessehne verhindert eine Teilnahme. „Es ist wirklich bitter, denn der VCM war auch heuer das großes Frühjahrsziel“, sagt die Tirolerin. „Es ist hart, sich damit abfinden zu müssen. Tag für Tag habe ich gehofft, dass die Entzündung schnell ausheilt und ein Start möglich ist – nun muss ich zur Kenntnis nehmen, dass es nicht klappen wird.“ Denn der Vienna City Marathon ist die große sportliche Liebe der Katharina Zipser: „Der VCM ist der Marathon in unserer Hauptstadt. Und er ist eine große und nicht weniger herzliche Veranstaltung.“

    Selbst wenn die Verletzung bis zum 7. April ausgeheilt sein sollte, mache ein Start wenig Sinn: „Trainingseinheiten fehlen, ich möchte keinen Marathon ohne Top-Vorbereitung laufen.“ Nun muss sich die Team-Weltmeisterin im Langdistanz-Berglauf damit abfinden, mehr Zeit mit Aqua-Jogging und Gymnastik als mit echtem Lauftraining zu verbringen. „Insbesondere Indoor-Aqua-Jogging ist nicht besonders unterhaltsam, aber so leicht werfe ich das Handtuch nicht“, sagt die 35-jährige Linguistin. „Für den VCM gibt es keinen Ersatz, aber ich werde mir neue Ziele suchen.“ Einen bestimmten Ort oder Event nennt sie noch nicht. „Ich möchte sehen, wie die ersten Trainings nach der Verletzungspause laufen. Dann geht’s weiter. Laufen ist meine Leidenschaft, ich gebe nicht so leicht auf, auch wenn ich natürlich zwischenzeitlich ein bisschen verzweifelt bin.“

    Und 2020 wird ja auch wieder ein Vienna City Marathon auf dem Programm stehen. Katharina Zipser freut sich schon jetzt darauf: „Es ist eine tolle Idee, das VCM Team Austria in Wien gemeinsam zu präsentieren. Ich hoffe, dass ich nächstes Jahr wieder dabei sein darf.“

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    Während Katharina Zipser beim VCM schon Marathon-Erfolgserlebnisse genießen durfte, wartet Stephan Listabarth noch auf ein solches. Schon 2018 hatte der angehende Mediziner sein Marathon-Debüt, das für Wien geplant war, wegen einer Sprunggelenksverletzung verpasst. Und auch 2019 klappt es wegen derselben Verletzung nicht, wie er Mitte Februar auf Social Media schon bekannt gegeben hat. „Das ist wie verhext“, lächelt er bitter. Denn wie für Zipser nimmt der Wien-Marathon auch für Listabarth eine besondere Stellung ein: „Ich krieg‘ schon eine Gänsehaut, wenn ich an den VCM denke. Ich bin in Wien geboren und aufgewachsen. Es wäre das Allergrößte für mich gewesen, topfit an den Start zu gehen und meine Leistung zu bringen.“ Seit 2011 denkt er daran, vorbei an seiner Familie mit seinen Drillingsbrüdern und seinen Freunden durch die Stadt zu laufen. Damals hat er den VCM-Junior-Marathon gewonnen. Seither lässt ihn die Veranstaltung nicht mehr los.

    Fit ist der 25-Jährige Wiener inzwischen, aber siehe Zipser – „ich habe wochenlang nicht laufen können, das Training fehlt mir.“ Inzwischen ist er schmerzfrei und denkt zumindest daran, seinen Kollegen vom VCM Team Austria zu helfen: „Es ist denkbar, dass ich etwa für Christian Steinhammer und Peter Herzog den Tempomacher gebe. Es würde mich freuen, wenn ich sie unterstützen kann. Auch, wenn ich nicht durchlaufen werde.“

    Sein Marathon-Debüt hat Listabarth zwangsläufig nicht in Wien, sondern letztes Jahr in Frankfurt gegeben. Die Zeit von 2:18:23 gibt Anlass zu Optimismus, zumal er mit 25 Jahren sehr jung für einen Marathonläufer ist und er nur sehr beschränkt Zeit zu trainieren hat. Noch bis Ende Juli läuft sein Klinisch-Praktisches Jahr als angehender Arzt. Training ist nur sehr früh am Morgen oder sehr spät am Abend möglich. „Danach sollte es besser werden. Aber jetzt konzentriere ich mich auf den nächsten Marathon.“ Dieser wird für ihn in Wien nicht bis ins Ziel führen. Aber an Frankfurt hat Stephan Listabarth gute Erinnerungen. Und er kann sich gut vorstellen, diese am 27. Oktober 2019 aufzufrischen.

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    Dass er Marathonlaufen kann und auch in der Lage ist, andere Läufer beim Erreichen ihrer Ziele zu unterstützen, hat Christian Robin schon bewiesen. 2:19:11 Stunden lautet die Bestzeit des 35-jährigen Kärntners. Als Pacemaker hat er seinen Trainer Roman Weger und andere Laufkollegen schon mehrfach begleitet. Das wird auch beim VCM am 7. April seine Aufgabe sein: „Ich wollte meine Saison diesmal anders aufsetzen und im Frühjahr keinen Marathon laufen“, sagt der Produktmanager in einem IT-Unternehmen. „Ich habe gut trainieren können und freue mich darauf, als Tempomacher zu laufen. Es macht Spaß, anderen zu helfen. Man muss gut in Form sein und eine sportliche Leistung abliefern, aber es ist mental nicht so anstrengend wie ein eigenes Rennen, wo man sich schon Wochen davor fragt, wie es denn funktionieren wird.“

    Ein Halbmarathon ist im Frühjahr bei ihm noch geplant, im Herbst dann ein hoffentlich schneller Marathon. „Und 2020 dann der VCM über die volle Distanz. Ich laufe gerne in Wien. Es ist für jeden Läufer ein Erlebnis, hier am Start zu sein. Unter 2:20 Stunden zu bleiben, das ist weiter mein Ziel.“

    „Es ist für jeden Läufer ein Erlebnis, in Wien am Start zu sein. Ich bin stolz, Teil dieses Teams zu sein. Wir haben im Marathon Know-How in Österreich und guten Austausch untereinander. 2019 habe ich den VCM-Halbmarathon auf meiner Agenda, weil ich nach Verletzungsproblemen meine Saison diesmal anders aufsetzen will. 2020 will ich beim Vienna City Marathon wieder unter 2:20 Stunden laufen.“


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