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ATX-Trends: Andritz, Lenzing, Valneva, voestalpine, Verbund, Wienerberger ...

09.11.2018, 4695 Zeichen

Nach den klaren Vortagesgewinnen haben sich Europas wichtigste Aktienmärkte am Donnerstag ohne klaren Trend präsentiert. Viele Investoren realisierten die erzielten Zugewinne, um auf der sicheren Seite zu bleiben. So kam es zu leichten Abgaben bei den wichtigsten Indices in Europa. Unternehmensnachrichten standen mangels makroökonomisch wichtiger Ereignisse im Mittelpunkt. Societe Generale lieferte gute Zahlen und konnte ein Plus von 2,1% erzielen. Noch besser lief es für die deutsche Commerzbank , hier kam es nach dem guten dritten Quartal zu einem Kursanstieg von 5,4%. Der französische Kantinenbetreiber Sodexo lag mit seinen Prognosen für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres über den Erwartungen und konnte 5,6% zulegen. Der britische Pharmariese AstraZeneca lieferte ebenfalls ein gutes Ergebnis und verteuerte sich um 3,7%. Burberry erholte sich vom Einbruch im Luxusgütersektor Mitte der Woche und gewann dank guter Halbjahreszahlen 2,4% dazu. Siemens lieferte eher durchwachsene Quartalszahlen, im Blickpunkt der Investoren stand aber der starke Eintragsaufgang, dank dessen das Unternehmen ein Plus von 0,8% in den Handelsschluss retten konnte. Continental hingegen musste nach der Zahlenpräsentation ein Minus von 2,8% hinnehmen. Noch stärker erwischte es die Medienkonzerne ProSiebenSat1 und RTL . ProSieben senkte nicht nur die Jahresprognose, sondern kündigte auch eine Kürzung der Dividenden an, das wurde von den Anlegern mit einem Minus von 14,0% abgestraft. Auch die Zahlen von RTL enttäuschten, hier kam es zu einem Abschlag von 7,5%.

Gegen den europäischen Trend konnte die Börse in Wien zulegen, der ATX beendete den Handel mit einem Aufschlag von 0,7%. Am heimischen Markt standen die Ergebnisse von Bawag und Wienerberger im Mittelpunkt des Geschehens. Bawag meldete einen deutlich gestiegenen Nettogewinn und konnte sich über ein Kursplus von 3,2% freuen. Auch die beiden anderen Banken konnten zulegen, wenngleich nicht in diesem Ausmaß, Erste Group schloss 0,2% höher, bei Raiffeisen betrug das Plus 1,1%. Wienerberger meldete eine hohe Nachfrage, Kosteneinsparungen und einen deutlich gestiegenen Gewinn und wurde für dieses Ergebnis mit einem Kursplus von 6,3% belohnt. Valneva meldete einen leicht gestiegen Umsatz und einen geringeren Verlust, dennoch musste der Titel gestern 1,7% abgeben. Lenzing litt unter einem negativen Kommentar durch die Berenberg Bank und verzeichnete ein Kursminus von 6,7%. Verbund musste den deutlichen Vortagsgewinnen Tribut zollen und erlitt einen Abschlag von 3,5%. Gesucht waren Telekom Austria mit einem Plus von 4,5% und auch OMV , das mit einem Aufschlag von 1,5% schliessen konnte. Auch voestalpine und Andritz zählten mit einem Aufschlag von jeweils 0,8% zu den Gewinnern des Tages.

Die Ergebnisse der US-Notenbank haben die Anleger an der Wall Street am Donnerstag weitgehend kalt gelassen. Insgesamt entsprach das Ergebnis der Sitzung genau den Erwartungen des Marktes, die Währungshüter wollen trotz der massiven Kritik von US-Präsident Donald Trump an ihrem geldpolitischen Kurs festhalten. In Summe bedeutete das einen leichten, kaum erwähnenswerten Zuwachs für den Dow Jones Index und leichte Abschläge für S&P 500 und Nasdaq . Unter den Einzeltiteln fiel Qualcomm negativ auf, der weltgrößte Hersteller von Smartphone-Chips meldete unerwartet niedrige Umsätze und Ergebnisse und revidierte auch die Erwartungen nach unten, dadurch kam es zu einem Abschlag von 8,2% für die Aktie. Nach Handelsschluss informierte Walt Disney über die jüngste Geschäftsentwicklung. Der US-Medienkonzern erzielte im vierten Geschäftsquartal einen Gewinn je Aktie, der klar über der durchschnittlichen Analystenschätzung lag. Die Disney-Papiere reagierten nachbörslich mit einem Kursaufschlag von 0,8% auf die Zahlen. Die Papiere des Energydrink-Herstellers Monster Beverage sackten um 3,2% ab. Einem Medienbericht zufolge plant der weltgrößte Getränkekonzern Coca-Cola die Markteinführung von zwei Energydrinks unter dem eigenen Markennamen. Coca-Cola ist mit rund 18 Prozent an Monster beteiligt und hält deren weltweite Vertriebsrechte.

Deutlich nach unten ging es für die Ölpreise, Brent schloss 2,0% schwächer, WTI verzeichnete ein Minus von 1,6%. Gold endete nach einem ruhigen Handel leicht tiefer bei rund 1.224 US-Dollar.  Der Euro musste gegen den US-Dollar im späten Handel nach der Sitzung der Fed deutlich nachgeben, schlußendlich wurde das Währungspaar bei einem Wert von rund 1,136 gehandelt.

Vorbörslich sind die europ. Börsen leicht negativ indiziert. Die asiatischen Märkte schliessen uneinheitlich. Von der Unternehmensseite berichtete Allianz (leicht über Erwartungen),von der Makroseite werden US-Daten veröffentlicht.


(09.11.2018)

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Börsepeople im Podcast S25/08: Franz Schellhorn




Allianz
Akt. Indikation:  373.10 / 373.30
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Letzter SK:  376.70 ( 0.48%)

Andritz
Akt. Indikation:  79.60 / 79.60
Uhrzeit:  10:07:35
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Letzter SK:  79.60 ( 1.92%)

ATX
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Uhrzeit: 
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Letzter SK:  6140.00 ( 1.06%)

Coca-Cola
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Commerzbank
Akt. Indikation:  36.90 / 36.92
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Continental
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Dow Jones Letzter SK:  72.86 ( 0.45%)
Gold Letzter SK:  72.86 ( 0.09%)
Lenzing
Akt. Indikation:  23.15 / 23.35
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Nasdaq Letzter SK:  23.35 ( 0.00%)
OMV
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ProSiebenSat1
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Letzter SK:  3.84 ( -3.90%)

Qualcomm Incorporated
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RTL Group
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S&P 500 Letzter SK:  31.25 ( 0.13%)
Siemens
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Societe Generale
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Telekom Austria
Akt. Indikation:  9.87 / 9.93
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Valneva
Akt. Indikation:  2.36 / 2.37
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Letzter SK:  2.40 ( -4.47%)

Verbund
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voestalpine
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Uhrzeit:  10:10:14
Veränderung zu letztem SK:  1.66%
Letzter SK:  45.76 ( -1.21%)

Walt Disney
Akt. Indikation:  87.13 / 87.24
Uhrzeit:  10:08:52
Veränderung zu letztem SK:  -0.91%
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Wienerberger
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    09.11.2018, 4695 Zeichen

    Nach den klaren Vortagesgewinnen haben sich Europas wichtigste Aktienmärkte am Donnerstag ohne klaren Trend präsentiert. Viele Investoren realisierten die erzielten Zugewinne, um auf der sicheren Seite zu bleiben. So kam es zu leichten Abgaben bei den wichtigsten Indices in Europa. Unternehmensnachrichten standen mangels makroökonomisch wichtiger Ereignisse im Mittelpunkt. Societe Generale lieferte gute Zahlen und konnte ein Plus von 2,1% erzielen. Noch besser lief es für die deutsche Commerzbank , hier kam es nach dem guten dritten Quartal zu einem Kursanstieg von 5,4%. Der französische Kantinenbetreiber Sodexo lag mit seinen Prognosen für den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres über den Erwartungen und konnte 5,6% zulegen. Der britische Pharmariese AstraZeneca lieferte ebenfalls ein gutes Ergebnis und verteuerte sich um 3,7%. Burberry erholte sich vom Einbruch im Luxusgütersektor Mitte der Woche und gewann dank guter Halbjahreszahlen 2,4% dazu. Siemens lieferte eher durchwachsene Quartalszahlen, im Blickpunkt der Investoren stand aber der starke Eintragsaufgang, dank dessen das Unternehmen ein Plus von 0,8% in den Handelsschluss retten konnte. Continental hingegen musste nach der Zahlenpräsentation ein Minus von 2,8% hinnehmen. Noch stärker erwischte es die Medienkonzerne ProSiebenSat1 und RTL . ProSieben senkte nicht nur die Jahresprognose, sondern kündigte auch eine Kürzung der Dividenden an, das wurde von den Anlegern mit einem Minus von 14,0% abgestraft. Auch die Zahlen von RTL enttäuschten, hier kam es zu einem Abschlag von 7,5%.

    Gegen den europäischen Trend konnte die Börse in Wien zulegen, der ATX beendete den Handel mit einem Aufschlag von 0,7%. Am heimischen Markt standen die Ergebnisse von Bawag und Wienerberger im Mittelpunkt des Geschehens. Bawag meldete einen deutlich gestiegenen Nettogewinn und konnte sich über ein Kursplus von 3,2% freuen. Auch die beiden anderen Banken konnten zulegen, wenngleich nicht in diesem Ausmaß, Erste Group schloss 0,2% höher, bei Raiffeisen betrug das Plus 1,1%. Wienerberger meldete eine hohe Nachfrage, Kosteneinsparungen und einen deutlich gestiegenen Gewinn und wurde für dieses Ergebnis mit einem Kursplus von 6,3% belohnt. Valneva meldete einen leicht gestiegen Umsatz und einen geringeren Verlust, dennoch musste der Titel gestern 1,7% abgeben. Lenzing litt unter einem negativen Kommentar durch die Berenberg Bank und verzeichnete ein Kursminus von 6,7%. Verbund musste den deutlichen Vortagsgewinnen Tribut zollen und erlitt einen Abschlag von 3,5%. Gesucht waren Telekom Austria mit einem Plus von 4,5% und auch OMV , das mit einem Aufschlag von 1,5% schliessen konnte. Auch voestalpine und Andritz zählten mit einem Aufschlag von jeweils 0,8% zu den Gewinnern des Tages.

    Die Ergebnisse der US-Notenbank haben die Anleger an der Wall Street am Donnerstag weitgehend kalt gelassen. Insgesamt entsprach das Ergebnis der Sitzung genau den Erwartungen des Marktes, die Währungshüter wollen trotz der massiven Kritik von US-Präsident Donald Trump an ihrem geldpolitischen Kurs festhalten. In Summe bedeutete das einen leichten, kaum erwähnenswerten Zuwachs für den Dow Jones Index und leichte Abschläge für S&P 500 und Nasdaq . Unter den Einzeltiteln fiel Qualcomm negativ auf, der weltgrößte Hersteller von Smartphone-Chips meldete unerwartet niedrige Umsätze und Ergebnisse und revidierte auch die Erwartungen nach unten, dadurch kam es zu einem Abschlag von 8,2% für die Aktie. Nach Handelsschluss informierte Walt Disney über die jüngste Geschäftsentwicklung. Der US-Medienkonzern erzielte im vierten Geschäftsquartal einen Gewinn je Aktie, der klar über der durchschnittlichen Analystenschätzung lag. Die Disney-Papiere reagierten nachbörslich mit einem Kursaufschlag von 0,8% auf die Zahlen. Die Papiere des Energydrink-Herstellers Monster Beverage sackten um 3,2% ab. Einem Medienbericht zufolge plant der weltgrößte Getränkekonzern Coca-Cola die Markteinführung von zwei Energydrinks unter dem eigenen Markennamen. Coca-Cola ist mit rund 18 Prozent an Monster beteiligt und hält deren weltweite Vertriebsrechte.

    Deutlich nach unten ging es für die Ölpreise, Brent schloss 2,0% schwächer, WTI verzeichnete ein Minus von 1,6%. Gold endete nach einem ruhigen Handel leicht tiefer bei rund 1.224 US-Dollar.  Der Euro musste gegen den US-Dollar im späten Handel nach der Sitzung der Fed deutlich nachgeben, schlußendlich wurde das Währungspaar bei einem Wert von rund 1,136 gehandelt.

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