17.07.2018, 4557 Zeichen
Die Ölpreise sind nach dem Anstieg am Freitag zunächst nur mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Ein Förderausfall in Kanada, die länger als erwartet anhaltenden Produktionsprobleme in Libyen und der zu geringeren Exporten führende erhöhte US-Sanktionsdruck auf den Iran und seine Rohöl-Kunden hatten am Markt in den letzten Tagen und Wochen zu einem Versorgungs-Engpass geführt, was die Preise insgesamt kräftig pushte.
„Das Bündnis OPEC+ kann und wird die benötigten Rohölmengen zwar bereitstellen, muss dazu aber sehr tief in ihre "Reservekapazitäts-Taschen" greifen“, kommentierte die DZ Bank. Nach Aussage von Förderländern wäre eine kurzfristige Produktionsausweitung aber möglich. So ließ der russische Energieminister Alexander Novak Ende vergangener Woche verlauten, dass Russland und andere Produzenten ihre Produktion bei Bedarf zügig um eine Million Barrel pro Tag ausweiten könnten. Das Abflauen der Angebots-Sorgen setzte die Preise im Handelsverlauf zu Wochenbeginn weiter unter Druck.
Davon abgesehen wird sich US-Präsident Donald Trump laut den DZ Bank-Analysten mit Blick auf die Entwicklung der US-Benzinpreise dennoch bald entscheiden müssen, ob er „den iranischen Rohölkunden eventuell doch mit Ausnahmegenehmigungen entgegenkommt oder wahlweise auf den Ultima-Ratio-Einsatz der strategischen Rohöllagerbestände der USA zurückgreift“.
Wie stark die drohenden US-Sanktionen bereits Wirkung zeigen, verdeutlichen einem Commerzbank-Bericht zufolge frische Zahlen aus Südkorea. Südkorea war im vergangenen Jahr mit einem Anteil von 14 Prozent der drittgrößte Käufer iranischen Öls nach China und Indien. Das Land habe schon im Juni und damit einen Monat nach dem US-Ausstieg aus dem Atomabkommen seine Öleinfuhren aus dem Iran um 9,5 Prozent gegenüber Mai und um 40 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgefahren, meldeten die Analysten. Im ersten Halbjahr lagen die Einfuhren demnach um 33 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.
Der Goldpreis hat zuletzt trotz erhöhter politischer und wirtschaftlicher Risiken deutliche Einbußen zu verzeichnen. Auch zu Beginn der laufenden Handelswoche kam die Notierung nicht vom Fleck und handelte kaum verändert bei rund 1.245 US-Dollar je Feinunze. Der robustere US-Dollar scheint doch größere Vorbehalte an den „Papiermärkten“ zu bewirken, wie Helaba-Analyst Heinrich Peters im aktuellen „Rohstoffreport“ schreibt. Das lokale Tief der Notierungen müsste aber nahe sein.
Doch der wochenlange Verkaufsdruck bei Gold kann nicht alleine mit dem Dollarkurs begründet werden. Auch die Finanzspekulanten, die dem Edelmetall derzeit zwar keine Kursavancen zutrauen und auf fallende Notierungen setzen, bewegen insgesamt zu geringe Mengen, um den Goldpreis entscheidend zu beeinflussen.
Wenig aufklärend zeigt sich auch die Nachfrageseite. Die Rohstoffexperten der Commerzbank zitierten aus der Schweizer Handelsstatistik für Juni zur Goldnachfrage in Asien. Hier zeigt sich ein gemischtes Bild. Während die Goldnachfrage in Indien in diesem Jahr bislang verhalten ausgefallen sei, habe sie in China und Hongkong zuletzt wieder etwas angezogen, so die Analysten.
US-Präsident Donald Trump hat mit seiner protektionistischen Handelspolitik einen Ausverkauf bei Industriemetallen hervorgerufen. Seit Anfang/Mitte Juni rauschen die Preise immer weiter in den Keller. Auch Kupfer hat stark an Wert verloren. Vergangene Woche ist die Notierung auf ein Jahrestief gefallen. Aktuell notiert das rote Metall um fast 1.200 US-Dollar unter dem Jahreshoch von 7.330 Dollar/ Tonne, das erst am 07. Juni erreicht wurde.
Kann man nun Trump für den jüngsten Preisabfall alleine verantwortlich machen? Eine schwierig zu beantwortende Frage, er bzw. seine Politik ist jedoch ohne Zweifel verantwortlich für eine Eintrübung der Stimmung. Befürchtet wird am Markt nun, dass die globale Wirtschaft als Folge der Handelskonflikte Schaden nehmen könnte, was sich auch ungünstig auf die Nachfrage nach konjunkturabhängigen Metallen wie eben Kupfer auswirken könnte.
Das rote Metall gilt als verlässlicher Indikator für die wirtschaftliche Entwicklung. Die Notierung reagiert in Allgemeinen sehr sensitiv auf konjunkturelle Umschwünge. Kupfer wird u. a. für Bau- und Infrastrukturinvestitionen benötigt und zudem stark von der Auto- Maschinenbau- und Elektroindustrie nachgefragt. Eine mögliche Auftragszurückhaltung der Unternehmen schlägt sich somit unmittelbar in einem fallenden Kupferpreis nieder.
Im Original hier erschienen: Rohöl: Angebots-Sorgen flauen ab
Im Original hier erschienen: Rohöl: Angebots-Sorgen flauen ab
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