20.04.2018, 1909 Zeichen
Mittwoch, 10 Uhr Vormittag. Christian Steinhammer ist im Finale seiner Marathonvorbereitungen angelangt. Heute hat er fünf Kilometer im Marathontempo und als Draufgabe zwei schnelle Tausender zu absolvieren.
Valentin Pfeil, der wieder vorsichtig ins Training eingestiegen ist, „fliegt“ mit ihm durch die Prater Hauptallee. Der Kilometerschnitt liegt bei 3:12min.
„Ich bin fit, fühle mich gut und bin für kommenden Sonntag hoch motiviert“, gesteht Christian, der nun endgültig auf der Ultra-Strecke angekommen ist. Seine Lieblingsstrecken waren immer schon die naturnahen Laufbahnen. Steinhammer ist mehrmaliger Staatsmeister bei Cross-, Berg- und Straßenläufen. Auch über 3.000m Hindernis und 5.000m hat er die Staatsmeistertitel im Portefeuille. Lange Jahre war er sein eigener Trainer, bis er sich dem Marathon zuwandte.
„Marathon ist ein eigenes Projekt, und da war mir klar, dass ich einen erfahrenen Trainer brauche. Den habe ich mit Hubert Millonig gefunden.“
Das Ziel für den VCM sind 2:17 Stunden oder weniger. Selbst Könige der schlichten Logik können optimistisch sein. Es wäre um eine Minute schneller als Christian bereits voriges Jahr in Frankfurt gelaufen ist. Das wäre dann das Limit für die EM und eine As-Karte für die österreichische Marathon-Mannschaft in Berlin.
Valentin Pfeil kann sich leider nicht als Pacemaker für voriges Jahr revanchieren. Damals hat Christian für ihn das Tempo gemacht. Valentin ist zwar schmerzfrei, will aber noch nichts riskieren. Der Aufbau für die EM in Berlin steht für ihn im Vordergrund. Der Pacemaker für Steinhammer wird ein deutscher Läufer sein, den Christian gut kennt. Und sein Konkurrent?
„Peter Herzog ist auch gut in Fahrt. Wir haben beide das Potential, bester Österreicher zu werden“, sagt Christian. Beide werden am Sonntag der Pupillen-Mittelpunkt aller ÖLV-Fans sein.
Im Original hier erschienen: Christian Steinhammer – Countdown zum Wien-Marathon
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Christian Steinhammer (21) und Peter Herzog (20). Bild: VCM / Leo Hagen
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