ATX-Trends: RBI, Rosenbauer, Immofinanz, Wienerberger etc. (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)

Autor:
Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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Die Anleger an den europäischen Märkten übten sich weiter in Zurückhaltung, angesichts fehlender Impulse von Wirtschaftsdaten und einer auslaufenden Berichtssaison  waren Gewinnmitnahmen dominant. Der Sektor der Lebensmittelproduzenten wies als einziger einen kleinen Kursgewinn aus - gestützt von Aktien wie Nestle und Diageo, die beide jeweils rund 1,0% anzogen. Telecom Italia erlitt einen signifikanten Gewinnrückgang im dritten Quartal und musste gestern mehr als 3,2% abgeben. EDF kappte die Gewinnprognosen für das kommende Geschäftsjahr und wurde dafür mit einem Kursrutsch von 10,0% abgestraft. Novartis konnte an einem Investorentag mit seiner Projektpipeline überzeugen und gewann 1,8% dazu. Auch Adidas überzeugte auf einer Informationsveranstaltung und schloss 1,6% höher.

Leicht nachgeben musste gestern auch der ATX . Am Ende des Tages stand ein Minus von 0,3% vor dem Ergebnis. Das Geschäft war ruhig, die Meldungslage eher dünn. Einzig Immofinanz sorgte für Aufsehen - das Unternehmen meldeten den Verkauf des Russlandportfolios, nachdem der Aktienkurs zunächst deutlich zulegen konnte, setzte ein Umdenken ein und am Ende gab es ein Minus von 0,8% für das Immobilienunternehmen. Deutlich schwächer auch Wienerberger , die gestern gleich 3,0% tiefer schliessen musste. Porr konnte mit einem Zuwachs von knapp 2,4% einen Teil der Freitagsverluste wieder wettmachen. Lenzing litt unter einer Senkung des Kurszieles durch die Deutsche Bank , der Titel schloss 2,2% tiefer. Und der Abwärtstrend bei Wolford scheint nicht aufzuhalten zu sein, auch gestern gab es ein Minus von mehr als 8,6%.

In den USA wurde die zögerliche Haltung leicht aufgegeben, gestern konnten alle drei großen Indices den Tag mit leichten Zugewinnen beenden. Weil die Berichtssaison der Unternehmen langsam ausgelaufen ist, kamen von dieser Seite zu Wochenbeginn keine großen Impulse mehr. Neben den Bemühungen der US-Regierung um eine Steuerreform rechnen Experten damit, dass nun vorerst wieder die Zinspolitik stärker in den Blickpunkt rücken wird. Mit Spannung wird bereits auf Inflationsdaten am Mittwoch gewartet, die Aufschluss über das Tempo der Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed geben könnten. General Electric gab bekannt, dass die Dividende halbiert wird, das brachte dem Titel einen Kursrutsch von nahezu 7,2%. Boeing konnte Aufträge aus dem arabischen Raum vermelden und legte 0,6% zu. Medienberichte meldeten ein Interesse an einer Übernahme von Mattel durch Hasbro, daraufhin sprang der Kurs von Mattel mehr als 20,0% nach oben. Auch Hasbro profitierte von diesen Spekulationen und notierte 5,9% höher. Qualcomm wies das mehr als 130 Milliarden Dollar schwere Übernahmeangebot durch Broadcom als zu niedrig zurück, Anleger hofften daraufhin auf eine Nachbesserung des Angebots und der Chiphersteller gewann fast 3,0%.

Gemischt war die Entwicklung beim Ölpreis - Brent gab 0,6% ab, WTI schloss mehr oder weniger unverändert. Gold konnte den ganzen Tag über leicht zulegen, gegen Abend stand der Kurs bei rund 1.279 US-Dollar. Der Euro konnte seine in den letzten Tagen gewonnene Stärke behalten und sich schnell von einer leichten Schwäche erholen, im späten Tagesverlauf pendelte sich der Kurs bei einem Stand von knapp übe r 1,166 zum US-Dollar ein. 

Vorbörslich sind die europ. Märkte leicht positiv indiziert. Die asiatischen Börsen schliessen mehrheitlich mit leichten Zugewinnen.

Unternehmensnachrichten

RBI AG 

Legte heute Morgen die Ergebnisse für das dritte Quartal 2017 vor. Das Nettozinsergebnis lag bei €803Mio., während der Provisionsüberschuss bei €429Mio. lag. Hierbei profitierte das Unternehmen unter anderem von positiven Währungseffekten. Die Rückstellungen für faule Kredite fielen mit €84Mio. zwar höher aus als im Q2/17, liegen jedoch weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau. Die Verwaltungsaufwendungen gingen ggü. dem Vorquartal leicht zurück auf €718Mio. Insgesamt lag das Konzernergebnis bei €322Mio., nachdem im Q2/17 €367Mio. erwirtschaftet wurden. Die NPL-Quote konnte auf 6,7% verbessert werden, die CET1-Quote (fully loaded) lag bei 12,5%.

Q3/17: Zinsüberschuss: €803Mio.; Provisionsüberschuss: €429Mio.; Handelsergebnis: €50Mio.; Nettoergebnis nach Minderheiten: €322Mio.

Rosenbauer AG

Der Feuerwehrzulieferer veröffentlichte heute Moren die Ergebnisse für die ersten 3 Quartale 2017. Der Umsatz lag dabei mit €604,5Mio. nahezu auf dem Niveau des Vorjahres, wobei Auslieferungen nach Europa den Rückgang in den Nahen Osten kompensieren konnten. Das EBIT wurde jedoch von Restrukturierungsaufwendungen und Rückstellungen sowie Anlaufkosten des Bühnenherstellers Rosenbauer Roverto belastet. Dementsprechend lag das EBIT bei €14,8Mio. nach €27,3Mio. im Vorjahr, während das Nettoergebnis €11,1Mio. betrug. Der Auftragsstand war per 30.9.2017 mit €803,4Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde beibehalten: der Umsatz wird weiterhin auf dem Niveau des Vorjahres gesehen, die EBIT-Marge soll aufgrund diverser Einmaleffekte jedoch nur bei 3% liegen.

9M/17: Umsatz: €604,5Mio. (606,1e); EBIT: €14,8Mio. (13,3e); Nettoergebnis: €11,1Mio. (8,5e)
 

(14.11.2017)


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DAX 13464 0.22% 13557 0.68% 20:26:10
Dow 26215 0.55% 26192 -0.09% 20:26:08
Nikkei 24124 1.29% 23990 -0.56% 20:25:20
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Leicht nachgeben musste gestern auch der ATX . Am Ende des Tages stand ein Minus von 0,3% vor dem Ergebnis. Das Geschäft war ruhig, die Meldungslage eher dünn. Einzig Immofinanz sorgte für Aufsehen - das Unternehmen meldeten den Verkauf des Russlandportfolios, nachdem der Aktienkurs zunächst deutlich zulegen konnte, setzte ein Umdenken ein und am Ende gab es ein Minus von 0,8% für das Immobilienunternehmen. Deutlich schwächer auch Wienerberger , die gestern gleich 3,0% tiefer schliessen musste. Porr konnte mit einem Zuwachs von knapp 2,4% einen Teil der Freitagsverluste wieder wettmachen. Lenzing litt unter einer Senkung des Kurszieles durch die Deutsche Bank , der Titel schloss 2,2% tiefer. Und der Abwärtstrend bei Wolford scheint nicht aufzuhalten zu sein, auch gestern gab es ein Minus von mehr als 8,6%.

In den USA wurde die zögerliche Haltung leicht aufgegeben, gestern konnten alle drei großen Indices den Tag mit leichten Zugewinnen beenden. Weil die Berichtssaison der Unternehmen langsam ausgelaufen ist, kamen von dieser Seite zu Wochenbeginn keine großen Impulse mehr. Neben den Bemühungen der US-Regierung um eine Steuerreform rechnen Experten damit, dass nun vorerst wieder die Zinspolitik stärker in den Blickpunkt rücken wird. Mit Spannung wird bereits auf Inflationsdaten am Mittwoch gewartet, die Aufschluss über das Tempo der Zinserhöhungen durch die US-Notenbank Fed geben könnten. General Electric gab bekannt, dass die Dividende halbiert wird, das brachte dem Titel einen Kursrutsch von nahezu 7,2%. Boeing konnte Aufträge aus dem arabischen Raum vermelden und legte 0,6% zu. Medienberichte meldeten ein Interesse an einer Übernahme von Mattel durch Hasbro, daraufhin sprang der Kurs von Mattel mehr als 20,0% nach oben. Auch Hasbro profitierte von diesen Spekulationen und notierte 5,9% höher. Qualcomm wies das mehr als 130 Milliarden Dollar schwere Übernahmeangebot durch Broadcom als zu niedrig zurück, Anleger hofften daraufhin auf eine Nachbesserung des Angebots und der Chiphersteller gewann fast 3,0%.

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Unternehmensnachrichten

RBI AG 

Legte heute Morgen die Ergebnisse für das dritte Quartal 2017 vor. Das Nettozinsergebnis lag bei €803Mio., während der Provisionsüberschuss bei €429Mio. lag. Hierbei profitierte das Unternehmen unter anderem von positiven Währungseffekten. Die Rückstellungen für faule Kredite fielen mit €84Mio. zwar höher aus als im Q2/17, liegen jedoch weiterhin auf einem historisch niedrigen Niveau. Die Verwaltungsaufwendungen gingen ggü. dem Vorquartal leicht zurück auf €718Mio. Insgesamt lag das Konzernergebnis bei €322Mio., nachdem im Q2/17 €367Mio. erwirtschaftet wurden. Die NPL-Quote konnte auf 6,7% verbessert werden, die CET1-Quote (fully loaded) lag bei 12,5%.

Q3/17: Zinsüberschuss: €803Mio.; Provisionsüberschuss: €429Mio.; Handelsergebnis: €50Mio.; Nettoergebnis nach Minderheiten: €322Mio.

Rosenbauer AG

Der Feuerwehrzulieferer veröffentlichte heute Moren die Ergebnisse für die ersten 3 Quartale 2017. Der Umsatz lag dabei mit €604,5Mio. nahezu auf dem Niveau des Vorjahres, wobei Auslieferungen nach Europa den Rückgang in den Nahen Osten kompensieren konnten. Das EBIT wurde jedoch von Restrukturierungsaufwendungen und Rückstellungen sowie Anlaufkosten des Bühnenherstellers Rosenbauer Roverto belastet. Dementsprechend lag das EBIT bei €14,8Mio. nach €27,3Mio. im Vorjahr, während das Nettoergebnis €11,1Mio. betrug. Der Auftragsstand war per 30.9.2017 mit €803,4Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Der Ausblick für das Gesamtjahr wurde beibehalten: der Umsatz wird weiterhin auf dem Niveau des Vorjahres gesehen, die EBIT-Marge soll aufgrund diverser Einmaleffekte jedoch nur bei 3% liegen.

9M/17: Umsatz: €604,5Mio. (606,1e); EBIT: €14,8Mio. (13,3e); Nettoergebnis: €11,1Mio. (8,5e)
 

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