17.06.2017
Zugemailt von / gefunden bei: Raiffeisen Research (BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)
In den nächsten Tagen werden kaum relevante Konjunkturdaten veröffentlicht. Erwähnenswert sind lediglich die Verkäufe bestehender Wohnhäuser sowie die Neubauverkäufe. Mit Blick auf die Verkäufe bestehender Wohnhäuser im Mai (Mi) sind wir zuversichtlicher als der Konsens. Vorliegende Indikationen deuten auf einen Zuwachs gegenüber April im Ausmaß von rund 1,5 % hin.
Ein kräftiges Plus erwarten wir auch bei den Neubauverkäufen von Wohnhäusern, nachdem diese im April stark zurückgegangen waren (Fr). Mit Interesse dürften die Marktakteure schließlich auch die Veröffentlichung des Markit Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe für Juni verfolgen (Fr). Anders als der ISM Index hatte sich dieser Indikator im Winterhalbjahr nicht spürbar verbessert. Da beide Stimmungsbarometer in der mittleren Frist aber doch einen gewissen Gleichlauf aufweisen, könnte ein nochmaliges eher ernüchterndes Ergebnis ein Hinweis darauf sein, dass es beim ISM Index eher weiter abwärts geht.
Wie erwartet hob die US-Notenbank am 14. Juni die Leitzinsspanne um 25 Basispunkte auf 1,00 % bis 1,25 % an. Stellungnahme und Pressekonferenz entsprachen recht genau unseren Erwartungen: Die Aussicht auf einen weiteren Zinsschritt in diesem Jahr sowie drei Zinsanhebungen im nächsten Jahr wurde bekräftigt. Außerdem kündigte die Notenbank an, schon recht bald mit dem Abbau ihres enormen Wertpapierportfolios zu beginnen (Eine detaillierte Einschätzung entnehmen Sie bitte unserer Kurzmitteilung zur Zinsentscheidung vom 16. Juni). Wir werden unsere Leitzinsprognose leicht anpassen, da wir nun davon ausgehen, dass die Fed den Leitzins in diesem Jahr nur noch einmal anheben wird und zwar im Dezember. Im September dürfte es keine Zinsanhebung geben, da wohl der Einstieg in den Abbau der Notenbankbilanz an Stelle einer solchen treten wird. 2018 rechnen wir nun aber mit drei Zinsschritten statt wie bisher mit zweien.
Amerikanische Staatsanleihen reagierten unterschiedlich auf die Zinsentscheidung. Während die Renditen der 2-jährigen Laufzeit im Einklang mit der Zinsentscheidung leicht anstiegen, blieben die Renditen 10-järhigen Laufzeit weitgehend unverändert. Die US-Zinskurve hat sich somit weiter verflacht. Der Renditeunterschied zwischen 2- und 10-jähriger Laufzeit ist inzwischen auf nur noch 80BP geschrumpft. Wir sehen dieses Niveau als sehr niedrig an und erwarten daher in kommenden Wochen zumindest eine Stabilisierung. Darauf weisen auch die Optionen am Swapmarkt hin. Für am Geld liegende Optionen liegt die implizite Volatilität sowohl für kurze als auch lange Laufzeiten auf niedrigen Niveaus. Es werden also für die kommenden Wochen keine starken Veränderungen der US-Renditen gepreist.
Unsere Renditeprognose für 2- und 10-jährige Staatsanleihen haben wir mit Blick auf September unter Revision gesetzt.
6602
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Aktien auf dem Radar:Amag, Polytec Group, Verbund, Kapsch TrafficCom, Semperit, Frequentis, Wienerberger, Mayr-Melnhof, Palfinger, ATX, ATX Prime, ATX TR, FACC, Pierer Mobility, Porr, ATX NTR, Erste Group, EVN, CPI Europe AG, Lenzing, Addiko Bank, Agrana, BKS Bank Stamm, Oberbank AG Stamm, Josef Manner & Comp. AG, RHI Magnesita, Wolford, Österreichische Post.
(BSN-Hinweis: Lauftext im Original des Aussenders, Titel (immer) und Bebilderung (oft) durch boerse-social.com aus dem Fotoarchiv von photaq.com)177140
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17.06.2017, 3354 Zeichen
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In den nächsten Tagen werden kaum relevante Konjunkturdaten veröffentlicht. Erwähnenswert sind lediglich die Verkäufe bestehender Wohnhäuser sowie die Neubauverkäufe. Mit Blick auf die Verkäufe bestehender Wohnhäuser im Mai (Mi) sind wir zuversichtlicher als der Konsens. Vorliegende Indikationen deuten auf einen Zuwachs gegenüber April im Ausmaß von rund 1,5 % hin.
Ein kräftiges Plus erwarten wir auch bei den Neubauverkäufen von Wohnhäusern, nachdem diese im April stark zurückgegangen waren (Fr). Mit Interesse dürften die Marktakteure schließlich auch die Veröffentlichung des Markit Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe für Juni verfolgen (Fr). Anders als der ISM Index hatte sich dieser Indikator im Winterhalbjahr nicht spürbar verbessert. Da beide Stimmungsbarometer in der mittleren Frist aber doch einen gewissen Gleichlauf aufweisen, könnte ein nochmaliges eher ernüchterndes Ergebnis ein Hinweis darauf sein, dass es beim ISM Index eher weiter abwärts geht.
Wie erwartet hob die US-Notenbank am 14. Juni die Leitzinsspanne um 25 Basispunkte auf 1,00 % bis 1,25 % an. Stellungnahme und Pressekonferenz entsprachen recht genau unseren Erwartungen: Die Aussicht auf einen weiteren Zinsschritt in diesem Jahr sowie drei Zinsanhebungen im nächsten Jahr wurde bekräftigt. Außerdem kündigte die Notenbank an, schon recht bald mit dem Abbau ihres enormen Wertpapierportfolios zu beginnen (Eine detaillierte Einschätzung entnehmen Sie bitte unserer Kurzmitteilung zur Zinsentscheidung vom 16. Juni). Wir werden unsere Leitzinsprognose leicht anpassen, da wir nun davon ausgehen, dass die Fed den Leitzins in diesem Jahr nur noch einmal anheben wird und zwar im Dezember. Im September dürfte es keine Zinsanhebung geben, da wohl der Einstieg in den Abbau der Notenbankbilanz an Stelle einer solchen treten wird. 2018 rechnen wir nun aber mit drei Zinsschritten statt wie bisher mit zweien.
Amerikanische Staatsanleihen reagierten unterschiedlich auf die Zinsentscheidung. Während die Renditen der 2-jährigen Laufzeit im Einklang mit der Zinsentscheidung leicht anstiegen, blieben die Renditen 10-järhigen Laufzeit weitgehend unverändert. Die US-Zinskurve hat sich somit weiter verflacht. Der Renditeunterschied zwischen 2- und 10-jähriger Laufzeit ist inzwischen auf nur noch 80BP geschrumpft. Wir sehen dieses Niveau als sehr niedrig an und erwarten daher in kommenden Wochen zumindest eine Stabilisierung. Darauf weisen auch die Optionen am Swapmarkt hin. Für am Geld liegende Optionen liegt die implizite Volatilität sowohl für kurze als auch lange Laufzeiten auf niedrigen Niveaus. Es werden also für die kommenden Wochen keine starken Veränderungen der US-Renditen gepreist.
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