ATX-Trends: Raiffeisen-Fusion ging über die Bühne (Mario Tunkowitsch, Wiener Privatbank)

Autor:
Mario Tunkowitsch

Research Wiener Privatbank

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  • Nach den deutlichen Vortagesgewinnen haben die europäischen Aktienmärkte am Freitag nochmals knapp im Plus geschlossen. Am großen Verfalltag an den Terminbörsen hielt sich die Kauflaune aber vor allem wegen dem zuletzt erstarkten Euro in Grenzen, weil dies die Exporte europäischer Unternehmen verteuert. Unter den Einzelwerten zählten Airbus mit einem Rückgang um 0,5% zu den Verlierern im EuroStoxx. Vorermittlungen in Frankreich gegen den Luftfahrt- und Rüstungskonzern wegen „Betrug, Bestechung und Korruption“ lasteten auf den Papieren. Die Jahreszahlen von Enel kamen trotz eines Gewinnsprungs nicht gut an, die Aktien fielen um knapp 1 %.
     
  • Für die kommende Woche stehen Konjunkturumfragen im Mittelpunkt, am Donnerstag wird das Verbrauchervertrauen in der EU bekanntgegeben, am Freitag stehen Einkaufsmanagerindices für Frankreich, Deutschland und die EU zur Veröffentlichung an. Die Berichtssaison ist mehr oder weniger vorüber, am Dienstag melden BMW und Porsche, am Donnerstag unter anderem Rheinmetall und Telecom Italia .
     
  • In dem leicht durchwachsenen europäischen Umfeld musste der ATX am Freitag leicht abgeben und schloss mit einem Minus von 0,3%. Branchenseitig standen die Versicherer im Mittelpunkt, Analysten der Deutschen Bank reduzierten das Kursziel der Vienna Insurance Group und stuften die Uniqua auf „Buy“. Daraufhin konnte Uniqua um mehr als 1,2% zulegen, während die VIG 1,9% verlor. Am Ende der Kurstafel sackte Schoeller Bleckmann um 4,3% ab - da der Nettoverlust gestiegen ist, streicht das Unternehmen die Dividende. Von besonderem Interesse werden am kommenden Mittwoch die Veröffentlichungen der Ergebnisse von Buwog, CA Immo und Lenzing sein.
     
  • Nach einem wechselhaften Handelstag schließt die Wall Street zum Wochenausklang mit kleinen Verlusten. Gegen Mittag Ortszeit gab es einen kleinen Schub bei den Aktienkursen, nachdem das erste Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel halbwegs harmonisch verlaufen war. Weniger erfreulich für die Anleger an der Wall Street verlief bislang das G20-Treffen der Finanzminister in Baden-Baden, das den Graben zwischen Amerika und den übrigen Ländern in Handelsfragen nicht überbrücken konnte. Die Konjunkturdaten fanden am Aktienmarkt wenig Beachtung, zumal sie auch noch uneinheitlich ausfielen.

     
  • In der kommenden Woche ist der Datenkalender eher dünn, nur am Freitag dürften die Auftragseingänge dauerhafter Güter und der Markit Einkaufsmanagerindex für einiges Interesse sorgen. Zahlen vorlegen werden unter anderem Dienstag Coca-Cola Enterprise und Nike , am Donnerstag Micron Technology. Vorbörslich sind die europ. Märkte leicht schwächer indiziert.
     

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Am Samstagvormittag wurde die Fusion der Raiffeisen Zentralbank (RZB) mit ihrer zehnmal größeren Tochter Raiffeisen Bank International (RBI ) über die Bühne gebracht. Die neue Bank heißt weiter RBI und notiert wie bisher an der Wiener Börse. Weil die RZB in der RBI aufgegangen ist, sind die Aktionäre der RZB zu direkten Aktionären der börsennotierten RBI geworden. Kernaktionäre sind die acht Raiffeisenlandesbanken, sie halten knapp 59 Prozent. Vertraglich wurde vereinbart, dass sie drei Jahre mindestens 50 Prozent halten werden, dann sind 40 Prozent die Mindestschwelle. Ziel der Fusion ist eine Stärkung des Kapitals.

(20.03.2017)


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